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Was Dunkelheit war
 
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Was Dunkelheit war [Gebundene Ausgabe]

Inka Parei
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 208 Seiten
  • Verlag: Schöffling; Auflage: 1., Aufl. (1. September 2005)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3895611069
  • ISBN-13: 978-3895611063
  • Größe und/oder Gewicht: 21 x 13,4 x 2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 2.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 196.627 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Inka Parei
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

September 1977. Ein alter Mann liegt nach einem Zusammenbruch zu Tode erschöpft in seinem Bett. Im Treppenhaus hat er einen verdächtigen Fremden gesehen. Endlos lange dauert es, bis der Morgen kommt. Die Geräusche der Nacht beunruhigen ihn, sie lösen Bilder, Fragen, Erinnerungen in ihm aus - die Eindrücke des vergangenen Tages und seines vergangenen Lebens.
Der alte Mann fragt sich, warum er das Haus geerbt hat, in dem er jetzt wohnt, die Stadt verlassen hat, in der er sein Leben lang zu Hause war - ist er freiwillig hier? Was hat den Fremden hergeführt? Wozu dient die Tür, die der Metzger und der Wirt am Vormittag im Hof gezimmert haben? Seine Beobachtungen der Vorgänge im Haus deuten eine Geschichte an, die mit seiner eigenen Lebensgeschichte, in deren Zentrum seine Kriegsschuld steht, seltsam verflochten zu sein scheint.
Der Wunsch, das Rätsel um die Identität des Fremden zu lösen, wird für den alten Mann zu seiner letzten Lebensaufgabe.
Nach dem überwältigenden - auch internationalen - Erfolg der Schattenboxerin liegt mit Was Dunkelheit war der mit Spannung erwartete zweite Roman von Inka Parei vor.

Klappentext

"Ein in seiner Dichte, Strenge und Durcharbeitung außergewöhnlicher Roman. So etwas fällt eben nicht vom Himmel. Im Sterben des alten Mannes hat Inka Parei die spezifische Finsternis des deutschen Herbstes mit großer Schattierungskunst ausgeleuchtet."
FAZ

"Was Dunkelheit war ist große Literatur. Inka Parei dramatisiert dieses Nahtodszenario, diese Bilderflut derart perfekt, dass man sich dem Sog in den Tod kaum entziehen kann. Bilder von unheimlicher Präzision und Klarheit."
Elmar Krekeler, Die Welt

In Inka Pareis Romanen findet sich kein beliebiger, kein einziger, von der poetologischen Phantasie der Autorin abweichender Satz. Und diese Phantasie ist ihre unverwechselbare Handschrift."
Ursula März, Frankfurter Rundschau -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.


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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
11 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Sollte Inka Parei für diesen Roman wirklich mehrere Jahre gebraucht haben? Da sie 2003 für einen Teil des Manusskriptes den Ingeborg-Bachmann-Preis bekommen hat und das Buch erst jetzt erscheint, liegt diese Vermutung nahe. Man kann es aber kaum glauben, wenn man den schmalen, gerade einmal 165 Seiten dicken großformatierten Band in den Händen hält.
Der Roman zeichnet eine Nacht im Leben eines alten Mannes nach. Durch Zufall begegnet er spätabends einem Fremden, von dem er weiß, dass er ihm am Tag zuvor bereits über den Weg gelaufen ist. Die Frage, woher er diesen Mann kennt, lässt ihm keine Ruhe. Während er nachts im Bett liegt und den vorangegangenen Tag Revue passieren lässt, versucht er herauszufinden, wann er die Bekanntschaft dieses Unbekannten gemacht hat. Sowohl die Schilderung der Rückblicke als auch der Nacht, die die Rahmenhandlung des Buches bilden, zeichnen sich durch eine kaum noch zu glaubende Liebe zum Detail der Autorin aus, z.B. wird erwähnt, dass die Straßenbahn, die vor dem Haus des Protagonisten entlang fährt, nachts nicht klingelt und auch langsamer in die Kurven biegt als tagsüber. Ebenso bis in die Feinheiten ausgearbeitet, aber gelungen sind die Beschreibungen der Gefühle des alten Mannes ("er versuchte zu verstehen, was Dunkelheit war, wie unerbittlich und absolut sie war, nichts konnte sie vertreiben. Man konnte immer nur sehr kleine Teile von so einer Dunkelheit erleuchten"). Dadurch erreicht die Autorin, dass der Held ihres Buches lebt, eine Figur aus Fleisch und Blut wird.
Fazit: "Was Dunkelheit war" ist ein Roman, der durchaus seine Qualitäten hat, aber Zeit und die Fähigkeit des Lesers verlangt sich auf die detailverliebten Schilderungen der Autorin einzulassen. Definitiv ein Manko ist aber das schlechte Preis-Leistungsverhältnis des Werkes, das den Leser in Bezug auf die Größe der Portion eher an ein Abendessen in einem Gourmet-Restaurant denken lässt, als an preiswerte, gutbürgerliche Küche.
War diese Rezension für Sie hilfreich?
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Gewöhnungsbedürftig 30. Juli 2011
Format:Taschenbuch
"Was Dunkelheit war" dreht sich um das Leben eines alten Mannes, der eine Wohnung von einem alten Kriegskameraden geerbt hat. In dieser lebt er nun und beobachtet die Welt um sich herum. Es geht vielmehr nur um einen einzigen Tag aus seinem Leben, in welchen viele Erinnerungen aus früheren tagen einfließen, da er krampfhaft versucht, sich an einen Mann zur erinnern, den er des Nachts im Flur getroffen hat. Dabei geht er nun den Vortag durch und gleichzeitig holen ihn Erinnerungen aus Kiregszeiten ein. Außerdem vermutet er, dass im Keller die Leiche eines gesuchten Terorristen verstaut wurde.

Meiner Meinung nacht, hat Inka Parei sehr viel Wert auf Details und deren genaue Beschreibung gelegt. Ich muss zugeben, dass ihre Art zu schreiben äußerst präzise, detailgetreu und anschaulich ist. Ich kann mir gut vorstellen, warum ein Auszug des Buches, den Ingeborg-Bachmann-Preis bekommen hat. Allerdings auch nur ein Auszug!! Leider musste ich für mich feststellen, dass das Buch nur eine sehr karge Handlung ivorzuweisen hat. Auch durch diese Ausschmückungen kommt es nicht einmal auf 165 Seiten, die mir zwischenzeitlich ein wenig langatmig vorkamen. Insgesamt war mir der Inhalt etwas zu dürftig. Auch der Schluß war relativ vorhersehbar. Dennoch ein passables Buch.
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3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Minnhera
Format:Taschenbuch
Ein Aufreger - ich kann mir nicht erklären, wie man für solch einen Text auch noch einen Literaturpreis bekommen kann. Die Geschichte (wenn man das denn überhaupt so nennen darf, denn der Plot ist sehr dürftig) spielt in den späten 70er Jahren. Ein deutlich vergreister alter Mann, der während des Zweiten Weltkriegs offenbar als Wachmann unterwegs war, zieht in ein ziemlich verwahrlostes Haus, das er von einem Unbekannten geerbt hat. Er vertreibt sich die Zeit damit, seine Nachbarn zu beobachten und verständnislos deren Leben und Händel zu überdenken, bis er eines Tages im Keller des Hauses einen Mann entdeckt, den er nach wenig Recherche für einen gesuchten Terroristen hält. Er vermutet, daß einige der übrigen Hausbewohner den Fremden im Keller töten wollen oder das bereits getan haben - zeitlich ist die Abfolge nicht ganz klar, weil der Protagonist geistig nicht mehr ganz beisammen ist, Erinnerungslücken und generell Schwierigkeiten mit seiner Zeiteinteilung hat. Immer wieder scheinen bruchstückhaft Bilder aus seiner Vergangenheit auf, die den Leser darauf schließen lassen, daß er als Soldat und Lageraufseher tätig war.
Im Text ist lapidar die Rede von einem Durchgangslager im Osten, in den Erinnerungsfetzen tauchen jedoch Szenen beiläufiger Vernichtung auf: Gefangene, die im Winter in selbstgegrabenen Erdlöchern hausen müssen; Menschen, die so hungrig sind, daß sie verfaulende Pferdekadaver und Baumrinde essen.
All diese Schnappschüsse aus der Vergangenheit und einer hoffnungslosen, umweltverseuchten Gegenwart setzen sich am Ende zusammen zu einem Schuldeingeständnis. Der Alte geht in den Keller, um nach der möglichen Leiche zu suchen, stürzt dort beim Durchsuchen von Erinnerungsstücken und wird sich plötzlich bewußt, daß er schuldig ist, schuldig, schuldig, schuldig.
Das klingt mir nicht nach dem authentischen Bild eines Weltkriegsteilnehmers, sondern nach der zusammengestückelten Weisheit einer Bundesbürgerin, die nicht weiß, wovon sie redet und ihren literarischen Phantasien, wie man einen bösen Nazi zur Selbsterkenntnis bringen kann, freien Lauf läßt. Es ist schmalzig. Es fühlt sich unecht an. Nirgendwo besteht eine nachvollziehbare Motivation, es gibt keine Charakterentwicklung - ja, nicht einmal einen eindeutigen Charakter. Nur einen alten Mann, der sich selbst einnäßt, der in einem verseuchten Park spazierengeht und von seinen Opfern träumt, von denen nicht ganz klar ist, ob und inwiefern sie denn wirklich seine Opfer gewesen sein sollen. Definitiv nicht preiswürdig und definitiv nichts, was man gelesen haben muß.
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