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Warum so traurig?
 
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Warum so traurig? [Taschenbuch]

Alexa Hennig von Lange
3.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (9 Kundenrezensionen)

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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

"Irgendwie ist zwischen uns das Feuer ausgegangen", sagt Elisabeth, seit zwei Jahren verheiratet mit Philip. Ein dreitägiger Trip nach Lissabon soll für die beiden frischen Schwung bringen, wird aber eher zu einer einfühlsam skizzierten Reise ins eigene Ich, in die Vergangenheit. Entfremdung und Distanz kommen dabei ebenso schnell auf wie Sehnsucht und schmerzliche Erinnerungen an alte Zeiten.

Irgendwie ist sie erwachsen geworden und ihre Romanfiguren mit ihr: Alexa Hennig von Lange, der sympathische Lockenkopf aus Hannover, hat ein angenehm ausgereiftes Buch geschrieben über eine nicht unkomplizierte Beziehungskiste. Dieser Philip, er ist eine blasse Figur, leidenschaftslos, manchmal etwas „grobmotorisch“, Kinder will er auf keinen Fall. Elisabeth, ganz das Gegenteil, sehnt sich nach Mutterschaft, träumt nach Drogenerfahrung von heiler Welt und alter Liebe. „Für mich gäbe es nichts Schöneres, als das, was ich bin zu reproduzieren.“ Ein vorprogrammierter Konflikt zwischen den beiden, der aber auch eine Vorgeschichte hat.

„Ich bin eine Projektion, die keine Spuren hinterlässt.“ sagt Elisabeth wenig überzeugt von sich und nur wie ein Schattenwesen nimmt Philip sie wahr; dies wird wunderbar deutlich in mageren und nur aufs Wesentliche reduzierten Dialogen. Man spricht, aber redet nicht miteinander.

Der sehr überzeugende und tiefgehende Roman, geschrieben in der Ich-Form aus Sicht Elisabeths, enthüllt eine intime Gedankenwelt und die verletzliche Seele einer jungen Frau, die sich nichts mehr wünscht, als von ihrem Mann geliebt und verstanden zu werden. Je deutlicher sich das Desinteresse ihres Mannes allerdings heraus kristallisiert, desto intensiver flüchtet sie in Tagträume, in ihre Vergangenheit. „Es ist fast wie ein Zwang: Vergangenes in Gedanken zu wiederholen.“

Ein höchst gelungenes Porträt einer Beziehung, in dem sich mehrere Dimensionen harmonisch ineinander fügen: Gegenwart und Vergangenheit, manchmal wechseln sie sich von einem zum anderen Satz ab, alte und jetzige Beziehung, persönliche Wünsche, Vorstellungen und Hoffnungen. „Mein Kopf ist voll von unsortierten Bildern, zusammengeklebt von einander bekämpfenden Gefühlen.“ Und auch Ängste hat Elisabeth, vor Erdbeben, Kriegen, Katastrophen und Flugzeugabstürzen. „Lohnt doch nicht, das Leben wegen ein bisschen Portugal zu gefährden.“ --Barbara Wegmann -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe .

Kurzbeschreibung

Gestern war es noch für immer Elisabeth und Philip sind glücklich verheiratet. Es gibt nur ein Problem: In drei Jahren Ehe hat die erotische Anziehungskraft dramatisch nachgelassen. Er scheint sich damit arrangieren zu können, während sie entschlossen ist, den altern Zauber wieder zu entdecken. Noch ahnt Elisabeth nicht, dass die Ursache ihres Problems in beider Vergangenheit liegt. „Der perfekte Roman für Melancholiker mit Humor.“ (Elle)

Über den Autor

1973 in Hannover geboren, gewann Alexa Hennig von Lange bereits mit 13 Jahren den NDR-Wettbewerb „Kinder schreiben für Kinder“. 1997 erschien ihr Debütroman „Relax“, der sie auf Anhieb zu einer der erfolgreichsten Autorinnen ihrer Generation machte. Es folgten die Romane „Ich bin´s“ (1999), „Ich habe einfach Glück“ (2001) und Woher ich komme" (2003); außerdem veröffentlichte sie zahlreiche Erzählungen und verfaßte Theaterstücke, u.a. für die Volksbühne in Berlin und das Schauspielhaus Hannover. Im Herbst 2002 wurde Alexa Hennig von Lange mit dem Jugendliteraturpreis ausgezeichnet. Sie hat zwei Kinder und lebt mit ihrer Familie in Berlin.
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