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Warum tötet ihr?: Wenn Männer für die Ehre morden
 
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Warum tötet ihr?: Wenn Männer für die Ehre morden [Gebundene Ausgabe]

Ayse Önal , Elisabeth Liebl
4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 336 Seiten
  • Verlag: Droemer; Auflage: DEA, (6. Oktober 2008)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3426274736
  • ISBN-13: 978-3426274736
  • Originaltitel: Honour Killing
  • Größe und/oder Gewicht: 21,8 x 15 x 3,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 359.770 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Ayse Önal
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Jedes Jahr werden weltweit Tausende Frauen Opfer von Ehrenmorden. Die türkische Journalistin und Menschenrechtsaktivistin Ayse Önal erzählt von den Opfern und den Tätern in ihrem Land – und klagt ein System an, das im Namen der Ehre seine Söhne und Töchter opfert. Es braucht nicht viel, um als Frau die Ehre der eigenen Familie zu beschädigen: Es reicht, dass sie sich einer arrangierten Ehe widersetzt, ihren gewalttätigen Mann verlässt oder Opfer einer Vergewaltigung wird. Die Folgen jedoch sind verheerend, denn in vielen Fällen gilt die »Schuld« der Frauen erst durch ihren Tod als gesühnt. Vollstrecker der Todesurteile sind die Söhne, Brüder, Cousins – oft noch halbe Kinder. Ayse Önal hat mit beiden gesprochen – mit den verfolgten Frauen und den Männern, die zur Waffe griffen. Entstanden ist dabei ein erschütterndes und zutiefst ergreifendes Zeugnis zerstörter Lebensläufe – auf Seiten der Opfer wie auch der Täter.

Über den Autor

Ayse Önal ist Journalistin und Publizistin. Die Menschenrechtsaktivistin war in ihrer Heimat jahrelang mit Veröffentlichungsverbot belegt, ein Attentat überlebte sie nur knapp. Ayse Önal lebt heute in London und Istanbul.

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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Die Autorin Ayse Önal ist höchst kompetent (weil sie über ihr eigenes Volk berichtet). Sie ist hartnäckig bei der Verfolgung ihrer Ziele, auch gegen alle Widerstände und Gefahren. Und sie ist ebenso einfühlsam wie zugleich bemerkenswert sachlich bei ihrer quasi dokumentarischen Berichterstattung.
Es geht um sogenannte "Ehrenmorde" an (meist) sehr jungen Frauen, die es gewagt haben, die Fesseln mittelalterlicher, zutiefst frauenverachtender Regeln und Zwänge zu überschreiten. Mit mörderischen Folgen für die Frauen, aber auch zerstörender Wirkung auf die zurückbleibenden Familien.
Wir lesen 10 solcher schrecklicher Geschichten (aus unserer Zeit!): quasi eine Auswahl aus tausenden(!) derartiger Morde, wie im Nachwort zu lesen ist.
Bei der Lektüre weiß ich nicht, worüber ich mehr entsetzt bin....über die Tatsache, dass so etwas überhaupt noch geschieht in unseren Tagen und sozusagen in unserer Nachbarschaft? Oder darüber, dass die Mörder zu ihrer Tat (von der Familie oder der Umgebung) getrieben werden und kein Unrechtsbewußtsein haben? Oder dass die Frauen nichts, aber auch gar nichts "Schlimmes" getan haben? In einem Fall wurde ein Mädchen getötet, weil "die Leute sagten, dass sie eine Hure sei", wobei die spätere Obduktion ergab, dass sie unberührt war. Oder ist das Erschrecken und die Fassungslosigkeit über die sklavische Behandlung der Frauen, deren Entrechtung und Unterdrückung, der anmaßende Status der Männer als allein entscheidende Instanz über Gut und Böse deshalb so groß, weil dies alles kaum einer Argumentation zugänglich ist?
Man legt das Buch aus der Hand und ist voller Mitleid den Frauen gegenüber, aber auch den Mördern, die eben nicht wissen, was sie tun. Und man ist voller Zorn und Wut über die zerstörerische Wucht dieses dümmlich-vagen Begriffes der "persönlichen Ehre"...
Ein wichtiges Buch! Und ein Dank der Autorin! Aber ob sich was ändert?
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Jedes Kapitel des Buches beinhaltet eine Familiengeschichte. Dabei beginnt die Autorin meist damit, den ersten Besuch im Gefängnis zu beschreiben. Sie zeigt, dass jeder Mörder anders ist als der davor, jedoch die meisten von ihnen gebrochen sind durch das, was sie getan haben. Mit einem guten Schreibstil schafft es die Autorin, dem Leser einen guten Allgemeineindruck der Situation zu geben. Es ist erschreckend, wie sie es schafft, dass der Leser sowohl das weibliche Opfer als auch den männlichen Täter versteht. So passiert es sehr leicht, dass man beim Lesen eine Wut in sich empfindet, die auf die Allgemeinsituation und die Gesellschaft gemünzt ist und man dadurch gleichzeitig die Verzweiflung der Täter nachvollziehen kann, die mehrmals in dem Buch deutlich wird.

Dass diese Kultur kein Problem ist, welches weit weg von Europa Zuhause ist, zeigt die Geschichte eines Mädchens, welches mitten in Brüssel ermordet wurde, weil eine Wahrsagerin die Gerüchte aus der Nachbarschaft als Wahrheit ausgab. Das Buch beinhaltet zehn furchtbare Familientragödien. Die einzelnen Geschichten werden dabei meist von Reue und Trauer der Täter abgerundet, die im Gefängnis begriffen haben, dass sie damit die Familie zerstört haben und dennoch die Nachbarn weitere Gerüchte über das Mädchen erfinden, welches oftmals unschuldig gestorben war.

Fazit:
Das Buch bringt dem Leser auf gut geschriebene Weise die Kultur näher, in der Ehrenmorde zum Alltag gehören. Die Autorin schafft es, dem Leser die Augen für diese Kultur zu öffnen. Sie schafft es, dem Leser gleichzeitig den Teufelskreislauf, der zu einem Ehrenmord führt, zu verdeutlichen wie auch die Tatsache, dass dies nicht hilft, den Kreislauf zu durchbrechen.
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0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Yeaha
Format:Gebundene Ausgabe
Man kann es kaum glauben, aus welchen Grüden Ehrenmorde passieren. Ich habe mich vorher nie mit dem Thema befasst und wusste daher sehr wenig darüber, wie, wo und aus welchen Anlässen soetwa passieren kann.

In dem Buch wird sehr deutlich gemacht, aus welchen, für uns nicht nachvollziehbaren Grüden, diese Morde passieren.

Da die Autorin mit den Mördern gesprochen hat, zeigt es nochmals ein anderes Bild der Ehrenmorde.

Der Schreibstil ist einfach gehalten. Keine großen Erklärungen, sondern kurz und knapp auf den Punkt gebracht. Man kann sich, trotz des knappen Schreibstils, ein genaues Bild machen.

Ich empfehle dieses Buch sehr gerne weiter!
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