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Warum schriftlos leben: Aufsätze (edition suhrkamp)
 
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Warum schriftlos leben: Aufsätze (edition suhrkamp) [Gebundene Ausgabe]

Durs Grünbein
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 128 Seiten
  • Verlag: Suhrkamp Verlag; Auflage: 1 (2003)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3518124358
  • ISBN-13: 978-3518124352
  • Größe und/oder Gewicht: 17,6 x 10,2 x 1 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 617.721 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Durs Grünbein
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Produktbeschreibungen

Perlentaucher.de

Buchnotiz zu : Die Tageszeitung, 25.06.2003
Dirk Knipphals hat offensichtlich ein etwas gespaltenes Verhältnis zu dem Dichter Durs Grünbein. Für den Rezensenten mutet Grünbein "wie der Fleisch gewordene Traum nach einer Gegenwart des Kunstreligiösen" an - und gegenüber solchen Posen "geben wir uns gerne unmusikalisch". Doch von dem Aufsatz "Warum schriftlos leben" ist Knipphals aller Vorbehalte zum Trotz durchaus angetan. Grünbein könne mit durchaus substanziellen Ansätzen aufwarten, mit denen er begründet, wofür Schreiben gut ist. Dabei springt er schnell, fast "sportiv" zwischen Proust, Joyce, Thomas Mann, Shakespeare, Kafka "und manch anderem Gewährsmann" umher, findet Knipphals. Doch im Kern dieses Aufsatzes steht eine andere Aussage: Grünbein hat einfach "Freude am Schaffensprozess". Für Knipphals wird durch diesen Aufsatz deutlich, dass der Dichter "einfach gerne schreibt" - und das macht in dem Rezensenten trotz aller Dichter- und Denker-Posen sympathisch und glaubwürdig.

© Perlentaucher Medien GmbH
Buchnotiz zu : Süddeutsche Zeitung, 23.05.2003
"Gelegenheitsarbeiten" sind in diesem Band versammelt, erklärt der "lmue" zeichnende Rezensent: Dankesreden, Vorträge und Aufsätze. Der Titelessay, eine Selbstvorstellung Grünbeins anlässlich der Wahl in die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung, zeigt den Dichter als "Davongekommenen", als Hans im Glück, als Dichter, der froh über seinen Erfolg ist. Genau dies, so unser Rezensent, bewahrt Grünbein vor der koketten Pose des poete maudit. Da ist unserem Rezensent die Grünbeinsche Pose des "bekennenden Brillenträgers, der seine Gelehrsamkeit ungern verleugnet", offenbar sehr viel lieber.

© Perlentaucher Medien GmbH

Pressestimmen

»Seit den Essays des frühen Enzensberger hat es wohl keinen Schriftsteller gegeben, der in diesem proteischen Genre eine solche Kunstfertigkeit, Belesenheit, ja geradezu enzyklopädische Neugier bewiesen hat wie Durs Grünbein. Schon in der 1996 erschienenen Aufsatzsammlung Galilei vermisst Dantes Hölle und bleibt an den Massen hängen hat Grünbein virtuos auf der Klaviatur der Gattung gespielt und eine Poetik entwickelt, die den Mut hat, die Dichtung im Kontext von Tradition und modernen Naturwissenschaften, jenseits der ›Paradoxa von Autonomie und Engagement‹, zu verorten. Grünbeins neue Aufsätze, zu verschiedenen Anlässen entstanden, ergänzen dieses Bild und fügen der intellektuellen Biographie aufschlussreiche Facetten hinzu. [...] Grünbeins Essays leben, ähnlich wie die Lyrik, die dem Autor früh Erfolg und Ruhm einbrachte, von der Genauigkeit der Wahrnehmung, von der Macht der Evokation und der Suggestion. Im Idealfall entstehen gedankliche Verdichtungen, die den Vergleich mit den Gedichten nicht zu scheuen brauchen. Warum schriftlos leben ist eine subtile Verteidigung der Poesie und zugleich eine Liebeserklärung an die Sprache, deren ›isolierte Klugheit‹ den Dichter auf ›schönste Abwege‹ bringt.«  (Michael Braun Neue Zürcher Zeitung )

»Neun Essays von Durs Grünbein [...] faszinierend in ihrer schillernden Vielseitigkeit. Der Lyriker denkt in seinen Reden und Essays darüber nach, wie er zum Schreiben kam, und in dem umfangreichsten beantwortet er gewitzt, gedankenreich und weitschweifend im besten Sinne die drei Fragen, mit denen Schriftsteller nahezu täglich gequält werden: Kann man davon leben? Seit wann schreiben Sie? Und zum Schluß, am tückischsten: Warum schreiben Sie? Eine trotzige, durchtriebene, heitere Einführung in das Vergnügen, sein Leben einsam am Schreibtisch zu verbringen.« (Frankfurter Neue Presse )

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Format:Gebundene Ausgabe
Durs Grünbeins Aufsätzesammlung Warum schriftlos leben fragt, was Schriftsteller antreibt zu sein, wie sie scheinen: gewandt und erfolgreich, selbstbewusst und zielstrebig, extrovertiert und eloquent und alles, wozu es bedarf, dass man Bücher verfasst, verlegt und gelesen wird; um dann in Lesungen mit Fragen traktiert zu werden wie: Kann man denn davon leben? (S.34ff) und Sagen Sie, seit wann schreiben Sie eigentlich schon? (S. 40f) und Warum schreiben Sie? (S.48ff). Was zuletzt dazu führt, dass einen diejenigen bewundern, die gerne so wären, wie sie es scheinen. Aber es treibt sie nach Durs Grünbeins These die unaufhörliche Angst vor dem Nichts, das geschichtslose, aber Geschichten suchende Gesicht, diese heimtückische, alles verzehrende Wiederkehr des immer gleichen Alltäglichen, gegen das sie das kleine Fenster in ihre Biographie schneiden, das man Gedicht oder Prosa nennt, durch das sie noch später, wenn das Nichts alltäglicher Verrichtungen sie mit dem Tode schlägt, immer noch sichtbar sind. Denn diese sind Pausen im Sterben ihres Verfassers, scheinbar dem Nihilismus Entrückte. Denn was bleibt, möchte man sagen, stiften die Bücher  und fast noch, wenn es statthaft wäre, hinzufügen: fiat ars  pereat mundus; obgleich ihre Bedeutung am Blatt klebt wie die Fliege an Musils Fliegenpapier  wenn es ihnen mitunter gleich der Philosophie auch Flügel verleiht.
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