Das Buch beinhaltet viele Fallbeispiele, die recht gut herüberkommen und durchaus verständlich sind. Viele Tipps sind auch grundsätzlich richtig- das Kinder viel emotionale Wärme brauchen...
Aber wie ich finde verallgemeinert der Autor das Thema. Nicht jedes Kind wird wie in den verantschaulichten Fallballspielen gleich ein Gewalttäter- etwas durch Fernsehen. Ich bezweifle auch das Fallbeispiel, was hierzu angeführt wurde: Ein Junge sieht einen Zombiefilm und schlägt daraufhin seiner Kusine eine Axt in den Schädel- mal ehrlich ist dieses Beispiel nicht etwas überzogen?
Wer hat nicht mal heimlich als Kind einen gruseligen Film geguckt,obwohl es die Eltern verboten haben und dann vor Angst nicht schlafen können?
Ich plädiere nicht dazu Kinder solche Filme gucken zu lassen- da es ihrem Alter nicht entspricht.
Jedoch was ist mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen? Denen kann man nicht mehr so einfach diese Filme verbieten schon gar nicht, wenn man als Eltern auch schon mal Action und Gruselfilme guckt. Ebenso ist es unrealistisch Kinder keine Fernsehwerbung zu zeigen und den Fernseher auszuschalten oder sie abzulenken.
Wir müssen endlich akzeptieren, dass der Fernseher zu unserem heutigen Leben gehört, genau wie der Computer.
Zwar wohldosiert aber er ist nun mal da, ob es Eltern und Pädagogen wollen oder nicht- bald wird der Computer mit sicherheit auch in jedem Kindergarten zu finden sein.
Es gibt noch etliche weitere Fallbeispiele, die mich den Kopf schütteln lassen, da gerät ein Kind dadurch auf die schiefe Bahn, weil die Mutter Alleinerziehend ist und arbeiten muss und dass Kind sich selbst überlassen ist, es will mit den Mitschülern mithalten und beklaut seine Mutter.
Was kann diese bedauernswerte Mutter dafür, dass sie alleinerziehend ist? Werden da alle Kinder von Alleinerziehenden Müttern gewalttätig? Für mich stellt Armut kein Risikofaktor für Gewalt dar- diese Kinder müssen nur eine gute soziale und liebevolle Umgebung auffinden und sie werden sich entwickeln...
Auch wenn man in einer kleinen Wohnung lebt, bin ich der Meinung, dass man seinen Kindern trotzdem genügend Bewegung bieten kann,- dass liegt bei den Eltern.
Da das Buch jedoch auch einige gute Tipps von sich gibt, gibt's 3 Sterne.