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Das Buch wendet sich an Leser, die eine zusammenfassende Darstellung von Argumenten gegen den christlich-kirchlichen Glauben und für ein naturalistisch-humanistisches Weltbild suchen. Die Kapitel I bis IV skizzieren ein naturalistisches Weltbild auf der Basis heutigen Wissens. Die Kapitel V und VI bauen darauf auf und zeigen, dass herkömmlicher Gottesglaube und christliche Lehre sich damit nicht mehr vereinbaren lassen. Aber auch Lebenserfahrung, Vernunftgründe und heutige ethische Maßstäbe widersprechen in eklatanter Weise der christlichen Lehre. In Kapitel VII beschreibt der Autor einen naturalistisch-humanistischen Gegenentwurf. Der Autor hat die Probleme soweit diskutiert, bis er das Gefühl hatte, für sich überzeugende und befriedigende Antworten gefunden zu haben. Dazu hat er die Argumente – klassische, neuere als auch von ihm entwickelte – zusammengetragen, die ihm am einleuchtendsten erschienen und dem entgegenkommen, was man den gesunden Menschenverstand nennt.
Der Autor will sich Klarheit verschaffen über den Stellenwert von Wissenschaft, speziell von Naturwissenschaft, für unser Leben, insbesondere der Geltung ihrer Erkenntnisse für Gestaltung und Deutung unseres Daseins. Es geht um Fragen nach unserer Stellung und Bedeutung im Kosmos, nach der möglichen Existenz Gottes und ob der Gott, der in der Bibel beschrieben wird, für uns heutige Menschen so überhaupt "glaubwürdig" sein kann. Der Autor fragt sich, warum so viele Menschen an Dinge glauben, die so offensichtlich im Widerspruch zu Vernunft und Wissen stehen. Auch versucht er, eine ihn überzeugende, sprich "vernünftige" Antwort nach dem Sinn des und auch seines Lebens zu finden. Der Autor möchte vor sich begründen und möchte anderen erklären können, warum er kein Christ sein kann und auch nicht sein will. Seine Ansichten und Bekenntnisse gründen auf der Überzeugung, dass es richtig und vernünftig ist, soweit es irgend möglich ist, sich seines Verstandes zu bedienen. Weder kirchlicher Glaube noch persönliche Erleuchtung anderer können für ihn Richtschnur seines Denkens sein.
Aus dem Inhalt: "Wenn ich dann fragte, wie man als Mensch des 21. Jahrhunderts glauben könne, nur durch ein göttlich veranlasstes Menschenopfer gerettet zu werden, das vor seinem Tode gefoltert und dann auf die denkbar brutalste Art und Weise hingerichtet wurde, habe ich meistens nur in schweigende Gesichter geblickt. Allenfalls kam als hilflose, aber die christliche Lehre missinterpretierende Reaktion, dass das alles nur symbolisch zu verstehen sei."
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
149 von 168 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Warum mir Lehnerts Kritik des Christentums so gut gefällt,
Von
Rezension bezieht sich auf: Warum ich kein Christ sein will - Mein Weg vom christlichen Glauben zu einer naturalistisch-humanistischen Weltanschauung (Broschiert)
Zunächst einmal gefällt mir die Ruhe, Geduld und Sorgfalt mit der Lehnert, der eine Professur für Didaktik an der Pädagogischen HS Berlin inne hatte, später eine für Unterrichtswissenschaft an der FU Berlin, seine glaubenskritischen Ansichten darstellt und ausführlich begründet. Das Buch wirkt insgesamt gepflegt, auch vom Drucksatz her.Lehnerts Religionskritik ist gut durchdacht, basiert auf umfangreichen Recherchen und berücksichtigt auch neuste Forschungsergebnisse, z.B. aussagekräftige Experimente, die nach Libet von anderen Instituten zum Problem des "freien" Willens durchgeführt wurden. Und es bietet eine Schatzkammer gefüllt mit ausgewählt interessanten Zitaten aus ganz unterschiedlichen Quellen. Wussten Sie z.B., dass Maria am Kreuz dem "Schlachtopfer ihres Sohnes liebevoll zugestimmt" hat? Sie brauchen dazu nicht den Katechismus der RKK durchzulesen. Derartiges hat der Autor mit Fleiß und Übersicht zusammengetragen. Eine didaktisch hervorragende Darstellung der Dimensionen Raum und Zeit gibt es sozusagen als Zugabe. Aber auch sie hat ihren Sinn im Gesamtzusammenhang. "Warum ich kein Christ sein will" hat autobiographische Züge ("Mein Weg vom christlichen Glauben zu einer naturalistisch-humanistischen Weltanschauung"), ist aber alles andere als selbstverliebt. Das Spektakuläre am Buch ist paradoxerweise seine Unaufgeregtheit, sein nicht nachlassendes Bemühen um Wahrheitsfindung, seine Höflichkeit im Umgang mit dem ideologischen Gegner, sein Verzicht auf Polemik und eine Ausführlichkeit, die nicht langweilt, sondern durch die große Anzahl und gute Qualität der religionskritischen Argumente deutlich macht, dass es mit der angeblichen Vereinbarkeit von Vernunft und Glauben nicht weit her ist. Und dass einer Moral, die auf Vernunft und Tatsachen basiert und nicht auf fragwürdigen Überlieferungen und Interpretationen, die Zukunft gehören sollte. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
77 von 87 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Aufklärung,
Von
Rezension bezieht sich auf: Warum ich kein Christ sein will - Mein Weg vom christlichen Glauben zu einer naturalistisch-humanistischen Weltanschauung (Broschiert)
Es gibt inzwischen viele gute, umfassende Auseinandersetzungen mit denChristlichen Glaubensinhalten - das Buch von Uwe Lehnert gehört zum Allerbesten und überzeugt durch sorgfältige Sprache, Sachlichkeit und Ehrlichkeit, kritische (Selbst)-Prüfung und Toleranz. Man spürt als Leser seine umfassende Beschäftigung mit allen relevanten Themen. Mir gefällt besonders, dass er in den ersten Kapiteln verständlich zu und durch unser heutiges naturwissenschaftliches Wissen führt, und dazu hilft die Glaubens"-Inhalte der christlichen Religion auf ihre Glaubwürdigkeit hin zu überdenken. Sehr zu empfehlen. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
27 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Wissen statt glauben,
Rezension bezieht sich auf: Warum ich kein Christ sein will - Mein Weg vom christlichen Glauben zu einer naturalistisch-humanistischen Weltanschauung (Broschiert)
Univ.-Prof. Dr.-Ing. Uwe Lehnert befasst sich in seinem klugen und didaktisch hervorragend gemachten Buch "Warum ich kein Christ sein will" mit der Lehre und Geschichte des Christentums und beurteilt sie im Lichte der Vernunft und heutiger wissenschaftlicher Erkenntnisse. Er zeichnet den Weg vom christlichen Glauben zu einer naturalistisch-humanistischen Weltanschauung und fragt im Kapitel V "Ist Moral ohne Gott möglich?" Seine Antwort bestätigt viele meiner selbst gemachten Gedanken und ich teile die Meinung des Autors vollumfänglich, dass eine biblische Moral göttlichen Ursprungs nichts zu tun hat mit unserem modernen Verständnis von Ethik und deren Errungenschaften wie die Menschenrechte (also das Recht auf Leben und Freiheit) oder die Religionsfreiheit, die Meinungsfreiheit, das Recht auf freien Zugang zu Informationen oder die Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau.Die ersten vier Kapitel des Buches stellen ein hervorragendes Update des aktuellen Stands von Naturwissenschaft und Philosophie dar. Da ich weder akademisch gebildet noch einen Hochschulabschluss habe, war ich an diesen gerafften "Nachhilfe-Lektionen" sehr interessiert. Uwe Lehnert erklärt die Grundlagen der evolutionären Erkenntnistheorie, der Relativitätstheorie, der Quantenmechanik und der Hirnforschung (Neurobiologie) und stellt nüchtern fest, dass nur ca. 1% der Menschheit über den letzten Stand dieser naturwissenschaftlichen Bereiche Bescheid weiß und vor allem Theologen und Geisteswissenschaftler damit kokettieren, dass sie von Naturwissenschaft keine Ahnung haben und dies auch nicht zu wissen brauchen. Dieser Umstand - das Nichtwissen oder Ignorieren der neuesten naturwissenschaftlichen Erkenntnisse - sei begründet in der Angst, religiös motivierte Sinnbilder könnten an ihrer Nicht-Plausibilität scheitern, da diese Sinnzuschreibungen und Deutungsmuster heutigen naturwissenschaftlichen Einsichten widersprechen oder auf bloßen Behauptungen oder willkürlichen Annahmen beruhen, so Uwe Lehnert. Wem Richard Dawkins "Gotteswahn" zu akademisch und Christopher Hitchens "Der Herr ist kein Hirte" zu polemisch ist, der wird die sachliche, fast zurückhaltende und stets um Verstehen der Gegenseite bemühte Art Uwe Lehnerts zu schätzen wissen. Der Autor betont im Klappentext, dass er weder Theologe noch Philosoph ist, sondern nur ein "ganz normaler Mensch wie Du und ich", der sich seinen Unmut über den christlichen Glauben und diese Kirche von der Seele schreiben wollte. Er habe das Buch in der Absicht verfasst, ein durchdachtes Urteil über Gott, Christentum und die Kirche zu bilden. Es sei ein Buch für Menschen, die der Kirche kritisch bis ablehnend gegenüber stehen und für ihre Einstellung Argumente suchen. Dies alles ist dem Autor in ganz hervorragender Weise gelungen. Das Buch gefällt mir grade weil es leicht verständlich geschrieben ist und komplizierte Sachverhalte aus Wissenschaft, Philosophie und Religionsgeschichte in komprimierter Form akribisch zu erklären weiß. Daher ist aus meiner Sicht "Warum ich kein Christ sein will" die besser geeignete Lektüre für "Otto Normalverbraucher" als die oben erwähnten Bücher von Dawkins und Hitchens. Der Titel des Buches könnte jedoch gläubige Christen abschrecken, weil er impliziert, das Buch sei nur für Atheisten oder Agnostiker von Interesse. Dieses Buch ist selbstverständlich auch (oder gerade) für Menschen geeignet, die ihrem christlichen Glauben treu bleiben wollen - schließlich haben sie ihn aus Kindertagen ins Erwachsenenalter hinübergetragen - obwohl sie der Absolut- und Unfehlbarkeitsanspruch der kirchlichen Dogmen gelegentlich nachdenklich stimmt. Die Ausführungen Uwe Lehnerts erweitern also auch den Horizont jener Gläubigen, die ihren Glauben an Gott bis anhin nicht hinterfragt haben, indem er ihnen mit erschütternden Zitaten aus der Bibel bewusst macht, worauf ihr Glaubensbekenntnis eigentlich beruht. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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