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Warum du mich verlassen hast
 
 
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Warum du mich verlassen hast [Gebundene Ausgabe]

Paul Ingendaay
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 512 Seiten
  • Verlag: Schirmergraf; Auflage: 1., Aufl. (24. Februar 2006)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3865550258
  • ISBN-13: 978-3865550255
  • Größe und/oder Gewicht: 21 x 13 x 3 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (10 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 356.879 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Mehr über den Autor

Paul Ingendaay
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Produktbeschreibungen

kulturnews.de

Schwere Zeiten für Autoren, wenn Literaturkritiker jetzt auch noch die besseren Romane schreiben. Zumal es dem 46-jährigen Paul Ingendaay mit seinem Debüt „Warum du mich verlassen hast" gelingt, den angestaubten Internatsroman zu reaktivieren. Ingendaay bleibt komplett innerhalb der Genre-Konventionen, wenn er seinen Helden die üblichen Pubertätsnöte berichten lässt, die durch den Terror des katholischen Jungeninternats noch gedoppelt werden: schickanierende Brüder und Schwestern, der Spott der Mitschüler und die Abwesenheit von Mädchen. Wenn der 15-jährige Marko wegen der Trennung seiner Eltern verzweifelt oder sich um den kleinen Bruder sorgt, bleibt wegen fehlender Bezugspersonen nur eine Flucht in die Bücherwelt. Fantastisch, wie sensibel und authentisch Ingendaay die Sprache seines pubertierenden Helden austaxiert. Mal spricht Marko mit den Worten seiner religiösen Peiniger, dann imitiert er die literarischen Helden von „Robinson Crusoe" bis „Der große Gatsby". Da ist es unnötig, dass der Roman zum Ende in eine Krimihandlung mündet. Denn was bitte ist zeitgemäßer, als wenn man auf der Suche nach Sinn beim Nihilismus landet? (cs)

Brigitte 8/06, 29.03.2006

Kein Zweifel: Paul Ingendaay ist eine der schoensten Entdeckungen dieses Fruehlings.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Zeitlos schön 3. Januar 2008
Von Ada Moore
Format:Taschenbuch
Ich könnte mir vorstellen, dass dieses Buch auch in 200 Jahren noch mit Begeisterung von Jung und Alt gelesen wird.

Worum geht es?

Freude am Lesen. - Die beiden Hauptfiguren in diesem Roman, der junge Marko und Bruder Gregor, lieben die Literatur. - `Ich habe vergessen, Euch zu sagen, dass ich ziemlich viel las. Ich las dünne Bücher und dicke Bücher. Ich las nicht alles mögliche, wie die Schafsnasen immer sagen ... Alles mögliche heißt, ihr stopft jeden Dreck in euch rein.'

Freundschaft. - Die vier Jungs im Internat sind zwar unterschiedlich in Temperament und Meinungen, halten aber zusammen. `Motte glaubte an jeden Käse, ehrlich. Tilo glaube an wenig, aber er brauchte das auch nicht, er war mit der Welt instinktiv zufrieden. Und Onni, naja, ... man konnte ihm nichts vormachen'.

Leben in einem quasi-'totalitären' System, am Beispiel des katholischen Internats. - `Alles war streng nach Klassen unterteilt, aber Schwester Gemeinnutz sagte nicht Klasse, sondern Gruppe. Man durfte nichts gegen die Gruppe tun. Man musste immer an die Gruppe denken. ... Der Gruppengeist war wichtiger als alles andere. Gemeinnutz geht vor Eigennutz!'

Streben nach Wahrhaftigkeit. Marko und Bruder Gregor versuchen, zwischen `Schein' und `Sein', zwischen Dogma und Wahrheit zu unterscheiden. - `Du redest vom Glauben, als ob es Wissen wäre. Es ist aber Glauben, Mann! Sonst hieße es doch Wissen'

Erste Liebe. - Marko verliebt sich in Margrit. - `Die Größere schüttelte plötzlich den Kopf, das die dunklen Haare zu allen Seiten flogen. Es sah toll aus. Als sie damit aufhörte, lagen die Haare wieder genauso glatt wie vorher.' `Dann lächelte sie ein bisschen, das kleinste Lächeln, das ich je gesehen hatte'.

Die eigene Integrität - `Stell Dir Dein Leben als Kunstausstellung vor. Sind alle Bilder da? Alle in ihren Rahmen? Und gehören alle zu derselben Ausstellung? Das ist besonders wichtig. Das alle zur selben Ausstellung gehören ... Keine Einzelstücke, meine ich.'

Das Buch hat mir ausgesprochen gut gefallen. Der Stil ist einfallsreich, prägnant und unterhaltsam. Es regt auf angenehme Weise zum Nachdenken an.
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11 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
gelungenes Debüt! 22. April 2006
Format:Gebundene Ausgabe
Paul Ingendaay lebt in Madrid als Korrespondent der FAZ. "Warum Du mich verlassen hast" ist sein erster Roman. Es geht um die Geschichte des jungen Marko Theunissen, der am Niederrhein in einem humanistischen Internat zur Schule geht. Die katholische Erziehung dort ist streng und als auch sein jüngerer Bruder auf das Internat muss, zweifelt Marko, ob der jüngere Bruder sich dort zurecht finden wird. Er erinnert sich an seine ersten Jahre dort und erzählt welche Gefühlsschwankungen er durchlebte. Zum Glück hat er dort Freunde gefunden und mit Bruder Gregor einen Gesprächspartner, mit dem er viel über Literatur sprechen kann. Neben Büchern und Gott beginnen auch seine ersten Erfahrungen mit Mädchen. Leider bekommt er nicht mit, dass die Ehe seiner Eltern schon seit geraumer Zeit in die Brüche geht und wird hart mit der Scheidung seiner Eltern konfrontiert, was ihn aus der Bahn wirft. Paul Ingendaay hat einen tollen Schreibstil und eine schöne Erzählweise. Und immer ist ein gewisser melancholischer Unterton nicht zu verleugnen. Zwar gibt es auch komische Momente, aber die sind sehr selten. Ein vielversprechendes Debüt.
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12 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Tolles Bubenstück 3. Februar 2007
Von nageil
Format:Gebundene Ausgabe
Zwischen Gott und Teufel, Kind und Mann: Die Jugendzeit in einem katholischen Jungeninternat am Niederrhein in den 70er Jahren - erfrischend unkonventionelles Lesevergnügen

Jeder kennt sie aus seiner Jugend: die tollen Internatsromane, Jungs-und Mädchenbanden, die die Erzieher und Lehrer immer geschickt austricksen, Streiche spielen(der unnachahmliche Reiz des Verbotenen) und Spaß zusammen haben, Freundschaft und erste Liebe. Anrührende Erinnerung an das leidenschaftliche, wilde, geheimnisvolle Teenieleben. Hier nun: Die Internatsgeschichte für Erwachsene. Marko ist 15 und besucht ein katholisches Jungeninternat am Niederrhein. Er führt mit seiner Clique eigentlich ein richtig schönes Leben, schließlich kennt man ja alle sich bietenden Tricks und Schlupflöcher, eigentlich, weil es da zwei Mysterien gibt, die einer näheren Betrachtung und idealerweise sogar Beantwortung harren:

-Die eine Frage, klar, die Theodizee(gibt es einen Gott, bzw. einen Sinn für dieses irdische Dasein, Gerechtigkeit?), der es wohl auch schwer ist, sich auf einem katholischen Internat zu entziehen, gerade, wenn man sich, wie Marko, gern mit anspruchsvoller Literatur neben den Fußballspielen und dem heimlichen Rauchen vergnügt.

-Die andere Frage gilt dem vielleicht noch viel Unerreichbarerem: Dem weiblichen Geschlechte. Aber wie soll man da rankommen, gerade auf einem katholischen Internat?

Während Marko im Rahmen der Beantwortung der Theodizee interessante, vertrauensvolle Gespräche mit Bruder Gregor führt und zum Zwecke der Annäherung an das weibliche Geschlecht so allerhand ausheckt oder sich seinen Träumen hingibt, lassen sich seine Eltern scheiden und es tritt ein unerwarteter Todesfall ein. Klar, neue Probleme, die in das sehnsuchtsvolle, leidenschaftliche, nachdenkliche Leben von Marko wie eine Bombe einschlagen, aber Marko bleibt mit Charme am Ball.

Extrem scharfsinniger Roman mit guter Beobachtungsgabe für noch so kleine, alltägliche Details, denen sich Marko liebevoll und mit viel Phantasie annimmt. Das eigentliche Bubenstück dieses Romans ist es jedoch, mit dieser Internatsgeschichte flüssig und glaubwürdig, ohne kompliziert zu sein, große Philosophie, ausgehend von bedeutenden Werken bildender Literatur, spielerisch verwoben zu haben.

Ein schönes Buch, das zu lesen es sich wirklich lohnt!
SUPER!
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So war's im Internat - muss man gelesen haben!
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Warum du mich verlassen hast: RomanLesen Sie dieses Buch,wenn Sie glauben, dass eine Kombination aus "Der kleine Nick" und "Die Verwirrungen des Zöglings Törleß"... Lesen Sie weiter...
Vor 23 Monaten von Thomas Gehren Und Joost-gehre veröffentlicht
sehr realistische Berichte über kath. Internat in den 70-80er...
Das Buch ist eine sehr realistische Beschreibung des Lebens auf dem besagten Internat. Als Schüler desselben versucht man Personen wieder zu erkennen und namentlich zu... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 29. Mai 2010 von Andreas Hater
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Enttäuschend
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Veröffentlicht am 22. Juni 2006 von kewitchen
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