Sachbücher die mir Lesespass bereiten, zugleich informativ und auch noch inhaltlich korrekt daherkommen, sind schon eine Seltenheit (mal abgesehen von den grossartigen Werken von Bill Bryson). Entweder sind diese Bücher staubtrocken und so vollgespickt mit Fachbegriffen, dass man sich selbst als gut gebildeter Mensch erst einmal ein Grundlagenwerk zugute führen muss, um überhaupt mit der Terminologie klarzukommen. Oder sie sind spekulativer Natur, dadurch zwar enorm unterhaltsam, aber eben nicht besonders gut dafür geeignet, sich fundiertes Wissen über welches Thema auch immer anzueignen.
Eine angenehme (und seltene) Ausnahme bietet da "Warum die Gepardin fremdgeht". In diesem Buch vereint Lewis Smith ein breites Spektrum neuer Erkenntnisse zu Flora und Faune der ganzen Welt. Er berichtet in meist einseitigen, höchstens zweiseitigen Texten von vom aussterben bedrohten, wiederentdeckten, verschwundenen oder vor Millionen von Jahren ausgestorbenen Tier- und Pflanzenarten. Weiter berichtet er von neu entdeckten Verhaltensmustern und vielem mehr. Damit fehlt dem Buch zwar ein klar ersichtlicher roter Faden oder ein logisch nachvollziehbarer inhaltlicher Aufbau. Aber den braucht dieses Werk auch nicht, da es sich tatsächlich um nichts anderes als eine spannende Sammlung neuen Wissens handelt, die verständlich zu Papier gebracht wurde und mit unglaublich schönen Bildern versehen ist.
Fazit: Ein Sachbuch, das lehrreich ist, zugleich Spass macht und somit auch ein wunderbares Geschenk sein kann.