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Warum ich Pater Pierre getötet habe
 
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Warum ich Pater Pierre getötet habe [Gebundene Ausgabe]

Olivier Ka , Alfred , Martin Budde
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
Preis: EUR 16,00 kostenlose Lieferung. Siehe Details.
  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 112 Seiten
  • Verlag: Carlsen Verlag GmbH; Auflage: 2 (Januar 2008)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3551787425
  • ISBN-13: 978-3551787422
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 - 17 Jahre
  • Größe und/oder Gewicht: 24,2 x 17,2 x 1,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 295.083 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

In seiner autobiographischen Erzählung setzt sich Olivier Ka mit einer Missbrauchserfahrung seiner frühen Kindheit auseinander. Ausgerechnet der joviale und kumpelhafte Pater Pierre, der so gar nicht in das traditionelle Bild eines Priesters passen will, versucht die Verführung des jungen Olivier. Der Zeichner Alfred hat die Geschichte Oliviers in wunderbare Zeichnungen übersetzt, sein emotionaler Strich passt hervorragend zu den Erlebnissen des Autors, die die Aufmerksamkeit auf ein immer noch mit Tabus und Scham umgebenes Verbrechen lenken. Der Tod des Pater Pierre ist in dieser Geschichte ein symbolischer. Durch das Schreiben des Erlebten kann Olivier Ka endlich Abstand gewinnen und mit seiner Vergangenheit Frieden schließen. Denn am Ende ist der Pater nur ein alter, gebrochener Mann.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Großartig gezeichnet, mutig erzählt..., 17. März 2010
Von 
S. Forster (Niedersachsen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Warum ich Pater Pierre getötet habe (Gebundene Ausgabe)
Vor ein paar Wochen habe ich im Fernsehen einen Bericht über Oliver Ka und seinen Comic gesehen, der mich nicht wieder loslies. Ich empfinde es als sehr mutig, dass Ka seine Erlebnisse auf diese Weise verarbeitet hat und auch noch der Öffentlichkeit zur Verfügung stellt.

Olivier Ka war zwölf Jahre alt als er von Pater Pierre, seinem Freund und Vertrauten der ganzen Familie, missbraucht wurde. Sich des Schweigens des Jungen versichert, erwähnte Pater Pierre diesen Vorfall nie wieder und rührte seinen Schützling auch nie wieder an. Und Olivier schwieg, vergaß die Geschehnisse dieser Nacht zeitweise sogar. Als er sich mit 16 Jahren wieder daran erinnerte und seiner Mutter anvertraute, tat diese es als kleine Anekdote ab, der er mit Reife begegnet sei. Olivier tat das Selbe.

Fast fünfundzwanzig Jahre vergingen... Olivier Ka führte ein mehr oder weniger normales Leben, hatte scheinbar seinen Platz im Leben gefunden. Erst mit vierunddreißig Jahren wurde er wieder von seinen Erinnerungen überrollt, erkannte, was Pater Pierre ihm angetan hatte. Nach Wochen voller Verwirrung und Fragen entschloss er sich, seine Geschichte aufzuschreiben, um sie irgendwie zu verarbeiten. Als er mit seinem Freund Alfred darüber sprach, wurde den beiden schnell klar, dass die Geschichte kein Roman sondern ein Comic werden musste.

Kas Erinnerungen gebannt in Alfreds Zeichnungen erzählen die Geschichte dieses Kindesmissbrauchs so intensiv, wie es kein Roman könnte. Man hat die Erinnerungen des Jungen klar vor Augen, kann sich ihnen nicht entziehen, weil es dem Zeichner mit nur wenigen Strichen gelingt, starke Emotionen auszudrücken und auf den Leser zu übertragen. Fast schon zärtlich nahm er sich der Geschichte seines Freundes an, was in jedem der kleinen Bilder zu sehen ist. Mal blickt man auch nur auf schemenhafte Skizzen, mal auf buntes, aber düsteres Strichchaos, auch Fotos von der gemeinsamen Recherche-Fahrt Alfreds und Oliviers wurden verwendet, allesamt auf ihre Art sehr ausdrucksstark. Man merkt, wie intensiv Alfred sich mit den Erzählungen seines Freundes Olivier auseinander gesetzt hat und kann beide nur dafür bewundern.

Großartig gezeichnet, mutig erzählt.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Eindrucksvoller autobiographischer Comic, 12. Juni 2010
Rezension bezieht sich auf: Warum ich Pater Pierre getötet habe (Gebundene Ausgabe)
Olivier Ka läßt den Leser in diesem autobiographischen Comic sehr persönlich an seinem Leben teilhaben. Aufgewachsen ist der Autor des Comics bei seinen Eltern in Frankreich, die Hippies waren. Für ihn war es nichts ungewöhnliches, daß seine Eltern gelegentlich andere Partner hatten, und Nacktheit war für ihn vollkommen natürlich. Als Gegenpol dazu sieht er seine Großeltern. Wenn er diese besucht, muß er immer mit in die katholische Kirche, was ihn schnell langweilt.

Sein Verhältnis zur Kirche ändert sich schnell, als er Pater Pierre kennenlernt. Dieser ist zwar Priester, aber auf eine moderne Art und Weise. Er spielt Gitarre, lacht gern und oft, und wird ihm schnell zum Freund.

Daher folgt er ihm gerne auf seine Einladung in ein Feriencamp. Es wird die beste Zeit seines Lebens, und er kommt in den folgenden Jahren natürlich gern wieder. Doch als er Opfer von Kindesmißbrauch durch den sonst so freundlichen Pater Pierre wird, ändert sich sein Leben für immer...

In letzter Zeit war das Thema "Mißbrauch durch Gottesdiener" in den Medien präsent wie nie zuvor. Doch schon 2006 hat Olivier Ka diesen Comic verfaßt, und wurde 2008 beim Comicsalon in Erlangen dafür mit dem "Max und Moritz"-Preis 2008 als bester Szenarist geehrt. Beim Lesen war mir zunächst nicht bewußt, daß der Comic autobiographisch ist, was natürlich bei der Feststellung umso schockierender war. Die Verzweiflung des kleinen Jungen, der nicht weiß, wie er auf die pädophilen Attacken des Gottesmannes reagieren soll, ist deutlich zu spüren, genau wie die unterbewußten Gefühle, die das ganze noch nach Jahren in ihm auslöst.

Ein starker Comic, ausgezeichnet illustriert von Alfred, der mit den cartoonigen Zeichnungen und besonders den Farben die Emotionen des Protagonisten erlebbar macht. So soll eine Graphic Novel sein!
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5.0 von 5 Sternen Ganz große Literatur, ganz große Kunst!, 14. Dezember 2011
Rezension bezieht sich auf: Warum ich Pater Pierre getötet habe (Gebundene Ausgabe)
Vom Regen in die nahe Bibliothek gescheucht, blätterte ich eher zufällig in dieser Graphic Novel und war nach wenigen Seiten fasziniert. Da erzählt einer seine Geschichte, ein Drama, das er selbst erlebt hat, und das ganz ohne Melodrama. Ein Junge wächst mit anti-autoritären Eltern und streng katholischen Großeltern auf. Die einen praktizieren freie Liebe und denken dabei vielleicht zu sehr an sich selbst, die anderen besuchen die Kirche und erzeugen bei dem kleinen Jungen Angst vor der Hölle. Der kumpelhafte Pater Pierre ist da anders. Freundlich, ohne Missionierungseifer, hilfsbereit. Auf dem Land zieht er ein Kinderferienlager hoch, in dem auch der kleine Olivier künftig seine Sommerferien verbringt. Als er 12 Jahre ist, kommt es im Nachtlager zu dem, was früher eine "unsittliche Berührung" war und heute Kindesmissbrauch. Der Junge steht mit diesem verstörenden nächtlichen Erlebnis allein da, zumal er dem Pater versprach zu schweigen. Die Nacht wirft einen langen Schatten auf sein weiteres Leben, bis sich Olivier entschließt, alles aufzuschreiben.

Den beiden Autoren, Olivier Ka und sein Zeichner Alfred, gelingt etwas ganz unglaubliches: Sie erzählen die Geschichte ohne anklagenden Fingerzeug und Selbstmitleid. Die Bilder übersetzen gekonnt das Geschehen und auch das Ungesagte wird hörbar. Auch wird das genutzt, was Comics dem klasssichen Roman oder Bilderbuch voraus haben: Synästhesie, die Vermischung von Sinneseindrücken. Die Farben transportieren Stimmungen ebenso wie die Landschaftsbilder mit sparsamem Text. Die Missbrauchsszene selbst ist in schattenhafter Unschärfe dargestellt, so wie das Ereignis vermutlich in der kindlichen Erinnerung vorhanden ist. Eine Szene ist sogar mit Fotos illustriert, eine andere mit flächig übermalten Fotographien.

Mein Fazit: Ganz große Kunst! Mehr davon! Fünf Sterne.
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