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Warum?: Von der Obszönität des Fragens
 
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Warum?: Von der Obszönität des Fragens [Taschenbuch]

Aron R. Bodenheimer
2.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 325 Seiten
  • Verlag: Reclam, Philipp, jun. GmbH, Verlag (15. Februar 2011)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3150202175
  • ISBN-13: 978-3150202173
  • Größe und/oder Gewicht: 18,8 x 12 x 2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 2.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 118.772 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)
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Mehr über den Autor

Aron Ronald Bodenheimer
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Was tut eigentlich ein Fragender? Und was geschieht dabei mit dem Gefragten? Welche Fragen Bodenheimer in seiner klugen Untersuchung auch immer heranzieht - von so alltäglichen wie "Wie geht es Dir?" über "Liebst Du mich?" bis zu so grundlegenden wie "Existiert Gott?" - das Ergebnis bestätigt immer wieder die Grundthese des Bandes: Fragen stellt den Befragten bloß, ist letztlich obszön. Für diese Neuauflage wurde der gesamte Text des 1984 erschienenen Klassikers komplett durchgesehen und der Band um das Kapitel "Wie konnte das geschehen? Wie konnte das 'nur' geschehen?" und den Abschnitt "Wer wann wie wen fragt" ergänzt.

Über den Autor

Aron R. Bodenheimer, geboren 1923, unterrichtete zuletzt an der Graduate- und Postgraduate-Abteilung der Psychiatrie am H. Sheba-Krankenhaus der Universität Tel-Aviv.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von studikus
Format:Taschenbuch
Schmunzelnd habe ich die negativen Kritiken gelesen. Bodenheimer polarisiert und das wahrscheinlich bewusst. Ich habe das Buch im Rahmen meiner Coaching-Ausbildung zu bekommen und habe mich wochenlang durchbeissen müssen.

Ich fand Bodenheimers Erklärungen oft anstrengend zu lesen, aber er belohnt die Mühe mit einer völlig anderen Sichtweise auf die Kommunikation: Wenn ich nichts von mir preisgeben möchte, stelle ich einfach eine Frage. Wenn ich Menschen manipulieren möchte, stelle ich eine Frage. Ja, auch wenn ich mich als kommunikativer Mensch tarne und eigentlich keine Lust zum Reden habe, ja dann stelle ich eben eine Frage.

Fragen stelle ich trotzdem noch sehr viele, aber ich mache es bewusster. Danke Prof. Bodenheimer.
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18 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Fragen sind harmlos! 5. April 2006
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
B's These lautet: Alles Fragen ist obszön, gleichgültig um welchen Fragetyp es geht, um die Erkundigunsfrage oder die rhetorische Frage, um die Begründungsfrage oder die Rückfrage, allesamt sind sie obszön, weil sie Herschaffstausübung des Fragenden über den Befragten sind.
„obszön", so finden wir es im Duden-Wörterbuch erklärt, heißt entweder "in das Schamgefühl verletzender Weise auf den Sexual-, Fäkalbereich bezogen" (das kann B. ja wohl nicht meinen) oder „moralisch-sittliche Entrüstung hervorrufend" (Das muß er meinen!)
B. ist also über das Fragen sittlich-moralisch entrüstet und nimmt sich nicht weniger als 300 Seiten um dieser Entrüstung Ausdruck zu verleihen.
Also: mich hat seine Entrüstung nicht angesteckt. Ich kann sie auch nur schwer nachvollziehen. Ich schätze, daß ca. 30 % aller unserer sprachlichen Handlungen Fragen oder frageähnliche Äußerungen sind. Sollen wir denn ständig, vielmals täglich Dinge tun, die zur moralischen Entrüstung Anlaß geben? Ich mag das einfach nicht glauben. Auch die Annahme einer Position der Dominanz des Fragenden ist keine für alle Fragen charakteristische Eigenschaft. Ganz im Gegenteil. Durch eine Frage gibt der Fragende in den meisten Fällen zu erkennen, daß er die Antwort nicht weiß. Er gibt also seine Unwissenheit zu, eine Position der Schwäche und nicht der Dominanz.
Fragen ist ein an sich völlig harmloser und wertneutraler Sprechakt, wie viele andere auch, nicht schlechter und besser als das Behaupten, Danken, Bitten, Loben, Mitteilen, Warnen oder Vorwerfen. Fragen können natürlich von fiesen Sprechern hinterhältig und perfide eingesetzt werden; das ist dann aber den Sprechern anzulasten, nicht dem sprachlichen Handlungstyp als solchem.
B. entwickelt seine Thesen durchaus in einem lockeren leicht lesbaren Stil. Etwas zu locker, denn er glaubt auf sämtliche Fachliteratur zum Thema Frage bei seinen Ausführungen verzichten zu können, ob das Chuzpe ist, oder Naivität sei dahingestellt. Das Problem der Fragen wurde in der Wissenschaft mit einigem Erfolg in folgenden Disziplinen erörtert, der Logik, der Sprechakttheorie, der Linguistik und der soziologischen Konversationsanalyse. Wer sich für Fragen interessiert, sei auf diese Beiträge verwiesen. Wissenschaftlich ist das Buch von B. belanglos und stellt nur eine laienhafte, wenig reflektierte Ausbreitung einer Abneigung gegen das Fragen dar, das B. als Psychiater vielleicht selbst zu lange betrieben hat.
Als neuere linguistische Untersuchung zu Fragen sei z.B. hingewiesen auf: Yang, Y. (2003): Aspekte des Fragens - Frageäußerung, Fragesequenzen, Frageverben. Niemeyer. Tübingen.
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14 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von F. Metz
Format:Taschenbuch
Diese Frage sei - bei aller Obszönität - erlaubt.
Ich fand den Titel recht spannend, außerdem scheint es ein Klassiker
zu sein - RECLAM - die werden es doch gelesen und dieser
Bezeichnung für würdig befunden haben.
Es ist tatsächlich ein beachtliches Kompendium aller möglicher
sprachlicher Unanständigkeit, das hier ausgebreitet wird. Aber
zuletzt fragt man sich: Fragen sind also prätentiös? Ja bitteschön
was denn sonst, wenn doch eine reine Aussage genauso prätentiös,
beschämend oder sonstwas sein kann. Das liegt doch an Charakter
und Absicht des Fragestellers, da kann doch die Sprache nichts
dafür. Nach meiner Ansicht besteht dieses Buch zu 90% aus seltsam
überspannter Hypochondrie und inspiriert nicht wirklich dazu, dem
tatsächlichen Wesen des Fragens auf die Spur zu kommen.

Denn Fragen kann sehr wohl unprätentiös sein, und das kann man
sehr wohl von Kindern lernen, Künstlern oder Wissenschaftlern.

Dieses Buch hingegen stiftet mehr viel mehr Verwirrung und Suspektion
als es zu Aufklärung und Befähigung beiträgt.
Es kann lange dauern, um sich von diesem Buch wieder zu erholen.
Ich kann einfach nicht empfehlen.

Es gibt nichts schöneres auf der Welt, als eine wirklich gute Frage.
Bitte - obszön oder nicht - Hören Sie nie auf zu Fragen!

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