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Produktinformation
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Das Bedürfnis ist scheinbar groß nach Antworten und nach Auswegen aus dem "Beziehungslabyrinth". Der Erfolg dieser Art von Frauen-Männer-Büchern hat aber noch andere Gründe: komplizierte Sachverhalte werden hier simpel und vor allem unterhaltsam dargestellt. Beides geht aber so weit ins Karikaturhafte, dass man sich fragt, ob man es noch mit einem ernst gemeinten Ratgeber zu tun hat. "Es würde uns nicht überraschen, wenn Wissenschaftler entdecken würden, dass Männer ein Gen für schlechte Kleidung haben." Witzig, ja -- aber differenziertes Denken ist etwas anderes. Aber das erfolgreiche Autorenpaar hält sich grundsätzlich nicht mit individuellen Unterschieden auf, spricht nur von "den Männern" und "den Frauen".
Neben den uralten Klischees, die hier ausgeschlachtet werden, nerven auch die ständigen Wiederholungen. Unzählige Male findet sich z. B. in verschiedenen Variationen die These, männliche Gehirne könnten sich nur auf jeweils eine Sache konzentrieren ("Manche Männer, oft solche in höchsten Positionen, haben schon Schwierigkeiten, gleichzeitig zu gehen und Kaugummi zu kauen"). Auch der Feminismus ist spurlos am Ehepaar Pease vorübergegangen. Dass Geschlechtsunterschiede auch gesellschaftlich-kulturelle Ursachen haben könnten, wird hier nicht einmal in Erwägung gezogen. Es sind die Gene, es ist die Biologie -- wird hier gebetsmühlenartig wiederholt, ohne freilich wissenschaftliche Belege anzuführen. Die Argumentation bewegt sich allzu oft leider auf folgendem Niveau: "Dass Frauen Worte und Gefühle übertreiben, ist eine Binsenwahrheit."
Eine Binsenwahrheit wohl auch dies: Alle Einwände werden nicht verhindern, dass auch Warum Männer lügen und Frauen immer Schuhe kaufen zum Bestseller werden wird. --Christian Stahl -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.
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1.)
Die Beispiele sind oberflächlich und gehen von einem absoluten Extrem bei beiden Geschlechtern aus, das es in der Realität wohl kaum gibt.
2.)
Das Buch erhebt leider einen Anspruch auf Unfehlbarkeit, der die Glaubwürdigkeit der Authoren herab setzt.
3.)
Viele sogenannte Fakten sind schlichtweg falsch. Noch dazu leicht recherchierbar falsch.
Andere sind einfach nur unglaubwürdig für einen normalen Mitteleuropäer.
4.)
Der erste Teil des Buches ist sehr deutlich auf den amerikanischen Mann zugeschnitten - der Zweite auf die amerikanische Frau. Also Vorsicht - in Deutschland läuft es vielleicht anders!
5.)
Beschreibungen der Geschlechter sind verzerrt. Das liegt daran, dass alle schlechte Eigenschaften auf jeden Mann/jede Frau projeziert werden ohne zu erwähnen, dass dies eine Sammlung aller MÖGLICHEN Eigenschaften ist.
FAZIT:
Keine Kauf- oder Leseempfehlung.
Wer sich mit diesem Buch nicht in höchstem Masse kritisch auseinandersetzt, der hat sicher wenig Erfolg bei der Verbesserung seines Umgangs mit dem anderen Geschlecht.
Zu diesem Zweck empfehle ich 'Männer sind anders. Frauen auch.
Dort wird wenigstens gesagt, dass nicht alles auf jeden zutrifft uns sich jede/jeder das heraus suchen soll, was für sie/ihn zutrifft.
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