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Warum Liebe weh tut: Eine soziologische Erklärung
 
 
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Warum Liebe weh tut: Eine soziologische Erklärung [Gebundene Ausgabe]

Eva Illouz , Michael Adrian
4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (13 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

Leseprobe Jetzt reinlesen [PDF]
  • Gebundene Ausgabe: 467 Seiten
  • Verlag: Suhrkamp Verlag; Auflage: 4 (12. Oktober 2011)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3518585673
  • ISBN-13: 978-3518585672
  • Größe und/oder Gewicht: 20 x 12,8 x 3,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (13 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 4.660 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Mehr über den Autor

Eva Illouz
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

»Über Liebe wird man nicht mehr diskutieren können, ohne sich auf dieses Buch zu beziehen.«

(Susanne Mayer ZEIT LITERATUR, )

»Warum Liebe weh tut ist spannend wie ein Krimi, mit dem Unterschied, dass der Leser Seite für Seite darüber aufgeklärt wird, warum er selbst, im wirklichen Leben, Täter, Opfer oder beides zugleich ist.«

(Tobias Haberl Süddeutsche Zeitung Magazin )

»Im Ineinander vom Konsumismus, Psychologisierung und Rationalisierung wurden die kulturellen Ressourcen aufgebraucht. Illouz erhellt die nicht bloß individuellen Gründe dafür. Die neuen Modelle der Liebe aber, auf die sie hofft, etwa die ›Modelle emotionaler Männlichkeit‹, werden einzelne erproben müssen. Wenn ihre Analyse zutrifft — und sie klingt sehr überzeugend — dann muss das moderne Ich seine eigene Matrix überschreiben, um eine neue Balance zwischen Autonomie und Anerkennung zu finden. Ein sehr romantischen Buch.«

(Jens Bisky Süddeutsche Zeitung )

»Illouz behält die marxistisch-feministische Perspektive bei. Sie kritisiert die Postmoderne und die damit einhergehende Individualisierung. Und sie legt den Finger in die Wunde, wenn sie in Beziehungsdingen ein neu erwachsenes Patriarchat entlarvt, dessen Macht darauf gründet, dass Frauen sich binden wollen, während Männer mit der Zahl ihrer Intimpartnerinnen prahlen. ...Eva Illouz beschreibt die gesellschaftlichen Umstände, die unser Liebesleben aus ihrer Sicht determinieren. Eine Bewertung spart die Soziologin dabei konsequent aus; ihre Haltung vermittelt sie mit dem spezifischen wissenschaftlichen Blick auf das Thema.«

(Jan Georg Plavec Stuttgarter Zeitung )

»Wie schon in ihrem letzten Buch Die Errettung der modernen Seele stellt Illouz die Psychologisierung und die damit verbundene Essentialisierung des Selbst ins Zentrum ihrer furiosen Analyse. Die damit einhergehende manische Selbstbesessenheit verbaut nicht nur den Weg zu einem gemeinsamen Erleben von Liebe und Welt, sondern macht zugleich das moderne Subjekt für sein Scheitern verantwortlich. Doch diese Selbstbezichtigung verdeckt auf perfide Weise die sozialen und kulturellen Grundlagen des modernen Liebesleides. Dass Männer mit diesen Grundlagen besser zurechtzukommen scheinen als Frauen, gehört zu den eindrücklichsten Pointen dieses meisterhaften Buches.«

(Ariadne von Schirach Deutschlandradio Kultur )

»Die verstehende Soziologie, auch wenn sie mit gletscherhafter Kühle die Phänomene beschreibt, ist niemals exterritorial. Doch wenn es gutgeht, bringt sie einen auf neue Gedanken. Das ist in Illouz' neuem Buch der Fall... Illouz' Buch ist ein Beispiel dafür, was die verstehende Soziologie leisten kann: den Anzug wenden, in dem wir durch die Welt laufen. Das Innere von außen sehen und das Privategesellschaftlich. So dass wir vielleicht die spröde Gnade erfahren, unser Schicksal auch als ein soziales und historisches zu sehen.«

(Elke Schmitter Spiegel )

»Warum Liebe weh tut schlägt viele Schneisen durch das Dickicht moderner Liebe und gibt überzeugende Erklärungen für die Verunsicherung und Orientierungslosigkeit der hochreflektierten und autonomen Individuen spätmoderner Prägung. … bei Eva Illouz [entpuppt] sich das Liebesdrama unter dem scharfsinnigen Blick der Soziologen als Muster und Mechanismus sozialer Strukturen. Das ist natürlich eine Kränkung, aber im Vergleich mit dem ambivalenten und verwirrenden Krängungspotential spätmodernen Liebeskummers, ist es eine aufschlussreiche und erkenntnisreiche Kränkung. Und sie ist sogar preiswerter als eine Psychoanalyse.«

(Cordula Bachmann Jungle World )

»Die gängige ›Venus-und-Mars-Theorie‹ wiederum bausche Unterschiede zwischen den Geschlechtern unzulässig auf und erkläre sie ohne jeden Beweis für ›natürlich‹. Die Soziologin hält mehr davon, das Leiden beider Geschlechter an der Liebe zu lindern, indem seine gesellschaftlichen Grundlagen verständlich werden. Es dürfe kein Tabu sein, den neoliberalen Freiheitskult zu diskutieren, der nicht allein in der Wirtschaft herrsche, sondern auch im ›persönlichen, emotionalen und sexuellen Bereich‹.«

(Adelheid Müller-Lissner Der Tagesspiegel )

»Warum Liebe weh tut ist ein hervorragendes Buch über die Grenzen der Autonomie und das Verlangen nach Liebe.«

(Jenny Friedrich-Freska NZZ am Sonntag, Bücher am Sonntag )

»Mit der Präzision einer Chirurgin seziert die renommierte Soziologin unser Herzeleid und zeigt, wie stark die jeweilige Zeit es beeinflusst. Definitiv kein Wohlfühlbuch, dafür eine gelungene Beschreibung unserer Gefühlslage, gepaart mit einer Gesellschaftsanalyse.«

(Focus )

»Wen die Gipfeltreffen der EU anöden, der sollte in den klapprigen Kleinlaster steigen, mit dem Pawel und Wladek die Basare und Märkte Südosteuropas abklappern. Er landet in einer Union des Verfalls, in der sich selbst der Plunder der Wochenmärkte unter den Händen in Müll verwandelt. Andrzej Stasiuks Hinter der Blechwand  treibt die Liebe zum Hässlichen, Randständigen und zur Peripherie. Eine süchtig machende Road-Novel, eine Reise in das Wasteland der Globalisierung, eine Hommage an die Welt jenseits von Brüssel.«

(zeit.de )

Kurzbeschreibung

Warum tut Liebe weh, jedenfalls gelegentlich? Was fasziniert uns noch heute an Figuren wie Emma Bovary oder Heathcliff und Catherine, den unglücklich Liebenden aus Emily Brontës »Sturmhöhe«? Und vor allem: Was unterscheidet uns von ihnen? Gibt es einen Unterschied zwischen dem Liebeskummer zu Zeiten Jane Austens und der Art und Weise, wie wir ihn heute erfahren und damit umgehen? »Ja«, sagt Eva Illouz, die Meisterin der soziologischen Analyse der Gefühlswelt moderner Menschen, und widmet sich in ihrem neuen Buch der Schattenseite der Liebe. Sie zeigt, inwiefern der Liebesschmerz wesentlich von den gesellschaftlichen Bedingungen der jeweiligen Zeit geprägt wird und keineswegs ein rein individuelles Problem ist, wie uns etwa Beziehungsratgeber weismachen wollen. Das Leiden an der Liebe ist ein soziologisches Phänomen, das Illouz untersucht wie einst Marx die Ware im Kapitalismus: in Begriffen des Tauschs zwischen ungleichen Marktteilnehmern. In sechs Kapiteln entfaltet sie die Ursachen zeitgenössischen Liebesleidens sowie die Spezifika des heutigen Umgangs mit Beziehungskrisen. Die digitalen Heiratsmärkte spielen dabei ebenso eine Rolle wie die neuen Mechanismen der Partnerwahl und der strategische Umgang mit der romantischen Vorstellungskraft. Nach den großen Erfolgen von »Der Konsum der Romantik«, »Gefühle in Zeiten des Kapitalismus« und »Die Errettung der modernen Seele« schreibt Eva Illouz ihre faszinierende Soziologie des modernen Menschen fort, die immer auch kritische Bestandsaufnahme der Zeit ist, in der wir leben.


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28 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von A. Zanker TOP 500 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Schon lange nicht mehr, habe ich soviel Zeit mit einem Buch verbracht, wie mit diesem. Die 50-jährige Wissenschaftlerin ist Professorin für Soziologie, stammt ursprünglich aus Marokko, lebt seit 10 Jahren mit ihrer Familie in Jerusalem, gibt europaweit Vorträge und Seminare, hat ursprünglich in Frankreich, den USA und Deutschland gelebt. Eva Illouz gehört zu den bekanntesten Soziologen unserer heutigen Zeit, die sogar zu den "zwölf Intellektuellen, die das Denken der Zukunft entscheidend verändern" gezählt wird. Die Tatsache, dass weithin heute Beziehungen, wir reden hier von der Romantischen und der Se*uellen, sich im Grunde chaotisch zeigen, eine Entwicklung, die die Autorin vor Fragen, aber auch eine gewisse Ratlosigkeit stellte, und sie zu Fragen führt wie: Warum ist unser Selbstwertgefühl so eng mit der Liebe verbunden? Litten die Menschen in der Vergangenheit die gleichen Liebesqualen wie die heutigen modernen Menschen? Wohin führen uns die Fragen auf den Einfluss unserer heutigen Kultur, oder auch unser eigener Ursprung, wo der Blick auf beschädigte Kindheiten geht, dem man auf den Grund gehen will. Welche Rolle spielt dabei der psychologische und sozialen Kontakt, in dem sich heute Männer und Frauen begegnen und kennen lernen.

Ehrlich gesagt, finde ich den Buchtitel nicht wirklich zutreffend und geht nur teilweise darauf ein. Ausserdem haben wir es hier mit einer anspruchsvollen, wissenschaftlichen Abhandlung zu tun, die einen soziologischen Ansatz vertritt. Vermutlich trifft der Titel das Leserbedürfnis mehr, als der eigentliche Inhalt, der nur langsam und Fremdwörterlexikon in der Nähe zu bewältigen ist. Eva Illouz, die schon vorausgehend Der Konsum der Romantik: Liebe und die kulturellen Widersprüche des Kapitalismus (Frankfurter Beiträge zur Soziologie und Sozialphilosophie) (2003), die auf viel Resonanz gestossen ist, dann Gefühle in Zeiten des Kapitalismus: Adorno-Vorlesungen 2004: Frankfurter Adorno-Vorlesungen 2004 (suhrkamp taschenbuch wissenschaft) (2006) und Die Errettung der modernen Seele: Therapien, Gefühle und die Kultur der Selbsthilfe (2009) veröffentlicht hat, beruft sich in ihrem neuen Buch, auf Interviews, einer Auswahl von Selbsthilfegruppen im Internet, zeitgenössischer Romane sowie jene des 19. Jahrhunderts, Ratgebern zur Liebesaffären, zu Partnersuche, zu Ehe und Scheidung, Internet-Kontaktbörsen, diversen Websites und Internetforen zum Austausch von Beziehungsthemen und Diskussionen, sowie einer Analyse, die sie unter dem Namen "Modern Love" in der New York Times durchgeführt hat.

Ihre Fragen drehen sich darum, wie sich die heutige Partnerwahl verändert hat und an welchen Werten sie sich heute orientiert. Diese versucht sie dann mit dem 19. und 18. Jhd. zu vergleichen, ob dabei die bspw. verwendeten Romane einer Jane Austen oder eines Gustav Flaubert (um nur einige zu nennen) genügend ausreichend sind, überlasse ich gerne dem Leser. Wir erfahren wie bspw. Mark Twain um seine damalige Frau, und damaligen Vorzeichen geworben hat.Eva Illouz geht auf Themen ein wie, Liebeswerben, die Bedeutung von Versprechen, die heutige verse*ualisierte Schönheit bei Frauen, der generellen Se*ualisierung des Körpers, die Bedeutung von Schönheit, Se*yness und soziale Schicht, der emotionalisierten Se*ualität, Se*yness als Bewertungsmodus, die heutigen Bedingungen die an den modernen Heiratsmarkt gestellt werden, Se*yness und Attraktivität, die po*nofizierte heutige Kultur, der heutige Paarbildungsprozess, die se*uelle Attraktivität als Statussymbol, ero*isches Kapital, se*uelle Kapitalisten, Se*uelle Attraktivität und Ero*ische Wertigkeit, der Architektur der romantischen Wahl, Freiheit als Markenzeichen der Moderne, der Bedeutungswandel in Ehe und Se*ualität, der Bindungsangst/Bindungsbereitschaft vor allem bei Männern, Archetypen der Moral, der Männlichkeit im 19. Jhd., der Se*ualität als Statussymbol, der Bedeutung von Schönheit und Jugendlichkeit bei Frauen contra Bewusstsein des Alterns, den heutigen Fallstricken der Ehe, die innere Architektur der Liebeswahl, Ausdruck von Moral in gegebenen Versprechen, Rendezvous ohne Liebe und Verbindlichkeit- die Liebe wird auf Eis gelegt, der Wert des Selbst im Kontext von Liebe und Beziehung, ob Liebe demütig macht, Attraktivität als das heutige Hauptkriterium für die heutige Partnersuche, die Erfahrung des Selbstwerts über die romantische Anerkennung, Austauschbarkeit der Partner im Internet, Bewertung + Vergleich mit anderen Pot. Partnern, bis hin zu fiktionalen Gefühlen, die von Tagträumereien und Vorstellungskraft durchdrungen ist. (Beziehungen die vielmehr in der Vorstellung gelebt werden).

Fazit: Aus meiner Sicht wirft diese Studie zwar ein neues Licht, auf den modernen Kontext von Paarbildung und Anspruchsdenken, was die Attraktivität bei der Partnerwahl anbelangt und erlaubt sicherlich auf eine neue Weise darüber nachzudenken. Jedoch, gibt aus meiner Sicht dieses Buch viel zu wenig Antwort, warum heute so viele Beziehungen vom Scheitern gezeichnet sind, oder chaotischen Verläufen unterworfen sind. Illouz zeigt jedoch überdeutlich, die Geschlechteridentitätenbildung im Kontext der modernen Paarbildungsprozess, wo körperliche Attraktivität zu einer Überbetonung mutiert, und Verbindlichkeit und Verantwortung tendenziell eher abnimmt. Wohin der Einfluss des Internets in Punkto Partnersuche und Partnerwahl führen wird, ist nur in den Ansätzen sichtbar aber nicht absehbar. Klar ist auch, dass der Zugang ins Netz vor der Paarbildung nicht halt macht, und sich mittlerweile auch herumgesprochens hat, dass es sich um ein lukratives Metier handelt, zu dem immer mehr Menschen Zugriff nehmen.

Vor allem Männern, schreibt die Autorin eine zunehmende Se*ualisierung zu, mit einer abnehmenden Bereitschaft sich in verbindliche Partnerschaften zu begeben. Aus der Sicht der Autorin sind Männer auf serielle Se*ualität ausgerichtet, dessen Hintergrund Autonomie und Unabhängigkeit sind, der weibliche Selbstwert im Gegenzug jedoch abhängiger ist. Das hier ein gewisses "Konsumdenken" sich abzeichnet, ist wohl nicht ganz zu verleugnen. Illouz versucht in ihrer Neuveröffentlichung, mehr Licht auf Beziehungen zu werfen, die zwar natürlich erscheinen, aber aus ihrer Sicht dann doch soziale Ursachen haben. Eine Liberalisierung der Liebesmärkte, hat zu mehr Austauschbarkeit und der damit verbundenen Verunsicherung geführt. Die Frage ist nur, wohin sich unsere Gesellschaft diesbezüglich entwickelt? "Männer können dem Gebot der Autonomie konsequenter und für einen längeren Teil ihres Lebens folgen und dadurch das weibliche Begehren nach Verbundenheit emotional einfordern" schreibt sie.

Auch wenn ich diese Studie mit Interesse gelesen habe, bleibt sie für mich rationalistisch, theoretisch, verkopft, intellektuell, irgendwo da oben in höheren Sphären. Leider bin ich nie den Gedanken los geworden, dass sich das hier veröffentlichte Gedankengut doch sehr am amerikanischen Denken und Verhalten orientiert. Wer jedoch sich einmal eine Buchlänge soziologischen Gedankenguts in Sachen Liebeswahl und Liebeskultur geben möchte, ist hier sicher gut beraten. Ob die Quellen, aus denen die Autorin schöpft, für solche Thesen und Gedankenansätze hierfür ausreichen, muss wohl der Leser selbst entscheiden, ich halte es jedoch für dürftig. Immerhin hat die Autorin, ihr Werk jenen Lesern gewidmet, denen sie ihre Liebe ausdrückt und das, so Illouz, Männern und Frauen mit und ohne Schmerz!
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36 von 43 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Die Qual der Freiheit 12. Oktober 2011
Von Falk Müller TOP 100 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Der Buchtitel klingt fast so, als wäre Liebe etwas Schmerzhaftes, was man eher meiden sollte. So ist es natürlich nicht gemeint. Sondern mehr so, dass es schmerzhaft sein kann, sich von sorgsam gehüteten Illusionen über das Thema Liebe zu trennen.

Eine Illusion, der die Autorin im Buch zu Leibe rückt, ist z.B. die Vorstellung, dass die Liebe zwischen zwei Menschen ein romatisches Refugium ist, eine Konstante, auf die die Aussenwelt keinen Einfluss hat. Frau Illouz These ist statt dessen, dass die Liebe, wie alle anderen Dinge auch, dem gesellschaftlichen Wandel unterliegt und von Kultur, techn. Fortschritt und dem Wirtschaftssystem beeinflusst wird.

Unser System ist ja auf Märkten aufgebaut, also dem Zusammenkommen von Angebot und Nachfrage. Und das gilt in immer stärkeren Maße auch für zwischenmenschliche Beziehungen. Zehn Millionen Singles leben in Deutschland. Fast zwei Drittel von Ihnen suchen ihr Glück mittlerweile auch im Internet.

In dieser Welt der unzähligen Möglichkeiten wird es immer schwerer, sich zu entscheiden, sich zu binden. Jeder glaubt, den perfekten Partner finden zu können, statt sich mit dem Zufälligen zufrieden zu geben. Warum jemanden akzeptieren, den man zufällig auf einer Party kennen gelernt hat, oder mit dem man zufällig in einen Kurs zusammengewürfelt wurde, wenn doch vielleicht schon im Internet nur wenige Mausklicks entfernt der ideale Partner wartet? Und so wird gesucht und verworfen, sich getroffen, sich geliebt - und dann wieder getrennt. Zurück bleiben oft enttäuschte, von den eigenen Erwartungen betrogene Menschen.

Doch was folgt aus alledem? Die Autorin plädiert dafür, sich wieder mehr auf das eigene Gefühl, die eigene Intuition zu verlassen, und nicht auf Matchingspoints und wissenschaftliche Profilanalysen. Denn die Idee der Liebe ist deshalb so kostbar für uns, weil sie nicht eigennützig ist und nicht mathematisch berechnet werden kann. Sie ist absichtslos, und genau das macht die Schönheit der Liebe aus.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Blowup82
Format:Gebundene Ausgabe
Fundierte soziologische Bücher zum Thema 'persönliche Beziehungen' sind relativ selten. Eva Illouz macht hier eine Ausnahme. Sehr erhellend arbeitet sie die Unterschiede zwischen vormodernen und modernen Beziehungsformen heraus. Die spätmoderne Beziehung sieht sie durch eine Asymmetrie zwischen männlicher 'Beziehungsabneigung' und sexuellem Varianzinteresse und weiblicher Beziehungsorientierung geprägt. Das ist gut geschrieben und mit vielen Beispielen erläutert. Allerdings neigt Illouz zur Pauschalisierung, indem sie nur einen einzigen männlichen und einen weiblichen Typus kennt. Auch die empirische Fundierung ihres Buches bleibt etwas vage. Die Lektüre lohnt sich in jedem Fall, aber hin und wieder wird man ein Fragezeichen setzen müssen.
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Die neuesten Kundenrezensionen
Lieferung
super schnelle Lieferung, habe dass Buch auf Wunsch für meine Tochter bestellt und verschenkt,kann zu dem Buch nichts sagen, die Beurteilungen waren aber alle positiv.
Vor 5 Monaten von christel pelzner veröffentlicht
schwere Kost
Von diesem Buch kann man viel lernen! Man muß auch erstmal viele Begriffe nachschlagen um den Tesxt zu verstehen. Aber dann ist es durchaus ein Erkenntnisgewinn.
Vor 5 Monaten von Karl Laumann veröffentlicht
Nichts für einfach denkende Menschen
Obwohl dieses Buch die deutsche Sprache benutzt, möchte ich meinen, ist es in einer Sprache formuliert, die ich nicht verstehe. Lesen Sie weiter...
Vor 6 Monaten von Maffon veröffentlicht
Sehr gutes Buch einer Intellektuellen
Ich kann mich den guten und sehr guten Rezensionen nur anschließen und verzichte daher darauf, den Inhalt des Buches wiederzugeben. Lesen Sie weiter...
Vor 6 Monaten von Minx veröffentlicht
Selber schuld?
Die Vorstellung, das romantische Elend sei hausgemacht, begann ihren unheimlichen Siegeszug wohl nicht ganz zufällig dann, als die Psychologie das tröstende Versprechen... Lesen Sie weiter...
Vor 6 Monaten von Fuchs Werner Dr veröffentlicht
Was ist das: die Liebe? (ein bibliophiler Streifzug im Herbst 2011)
Vor etlichen Jahren hatte ich einmal gesagt, dass es die "Liebe" gar nicht gibt. Damals glaubte ich, dass man nur "lieben" kann. Aber "die Liebe"? Was sollte das sein? Lesen Sie weiter...
Vor 6 Monaten von Jedermann veröffentlicht
Das neue Buch von Eva Illouz
Das neue Buch von Eva Illouz, übertrifft alle Erwartungen. Anhand von hinlänglich bekannten Beispielen erklärt die bekannte Soziologin aus Israel, Beziehungsmythen... Lesen Sie weiter...
Vor 6 Monaten von C.A. veröffentlicht
..Auf den Punkt gebracht..
..hat die Autorin das Problem mit der Liebe in unserer modernen Gesellschaft. Ein wichtiges, augenöffnendes Buch über einen Tatbestand, der sich nur zu deutlich in der... Lesen Sie weiter...
Vor 7 Monaten von Cattilein veröffentlicht
Sehr sehr gut...
...ist dieses Buch. Hier kann jeder noch was lernen. Niemanden wird es kalt lassen. Alle sollten es lesen. Tolle Ideen hat diese Dame! Zudem kennt Sie sich sehr gut aus. Aus.
Vor 7 Monaten von Why not?! veröffentlicht
Radikal ...
... und innovativ. "Männer als Drohnen", siehe die Vorrezension, ist vollkommen überzogen, und aus dem Zusammenhang gerissen. Lesen Sie weiter...
Vor 7 Monaten von cheyenna veröffentlicht
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