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Warum Lesen glücklich macht
 
 
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Warum Lesen glücklich macht [Gebundene Ausgabe]

Stefan Bollmann
4.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (8 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 152 Seiten
  • Verlag: Sandmann, München; Auflage: 1. Auflage. (September 2007)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3938045256
  • ISBN-13: 978-3938045251
  • Größe und/oder Gewicht: 23,2 x 16,6 x 1,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (8 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 426.186 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Stefan Bollmann
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Es gibt keine bessere, individuellere und vom jeweiligen Ort unabhängigere Unterhaltung als die des Lesens. Doch obwohl das Lesen so ohne Zweifel klug, selbstbewusst und glücklich macht, ist der Leser (vor allem der männliche) in seiner Art bedroht. Und dies, obwohl doch gerade der Mann als Erster in der Hoffnung auf Beute Spuren las. Den Zusammenhang zwischen dem Fährten lesenden Jäger und dem ebenfalls eine Spur verfolgenden Leser macht uns Stefan Bollmann ebenso klar, wie er uns die Bedeutung des Lesens für Wohlbefinden und Glück vor Augen führt.
Entstanden ist vom Bestsellerautor der gefährlichen, lesenden und schreibenden Frauen ein tiefsinniges und unterhaltsames Buch über die Herkunft des Lesens, die Veränderung unserer Lesebedürfnisse, das Leseverhalten der Frauen
und Männer, das Vorlesen und nicht zuletzt das Zuhören. "Warum Lesen glücklich macht"ist ein intelligentes Buch für alle bekennenden Leser und Leserinnen!

Über den Autor

Stefan Bollmann, geb. 1958, studierte Germanistik, Theaterwissenschaften, Geschichte und Philosophie. Er promovierte mit einer Arbeit über Thomas Mann. Er arbeitet als Lektor, Autor und Herausgeber zahlreicher Bücher in München.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Auch wenn die eigentliche Frage nicht wirklich beantwortet wird, bekommt der Leser einen interessanten Aufsatz über das Lesen serviert, der zudem noch mit hübschen Bildern garniert wurde - und die wussten ja schon bei den anderen Büchern von Stefan Bollmann zu gefallen. Da dieses Buch nicht das Format eines Bildbandes hat, fallen die Abbildungen natürlich kleiner aus, büßen aber nichts von ihrer Schönheit ein. Zudem wurden auch reichlich doppelseitige Bilder in das Buch eingestreut.
Ein kleines Schmankerl für die Freunde der bisherigen Bücher dürfte zudem sein, dass man hier auch mal Bilder von lesenden Männern zu sehen bekommt.

Wer sich also von dem anspruchsvollen Ton zu Beginn und der offenkundigen Liebe zur guten" Literatur nicht schrecken lässt - diese vielleicht sogar teilt, sollte diesem Buch eine Chance geben. Man findet interessante Anmerkungen und Ideen, verpackt zwischen lauter hübschen Bildern.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Eine Praline in Buchform 26. August 2010
Von T. Jannusch VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Gebundene Ausgabe|Von Amazon bestätigter Kauf
Dieses Buch verdient gleich auf mehreren Ebenen die Höchstpunktzahl: einmal für seine Gestaltung, und einmal für seinen Inhalt. Und beides miteinander kombiniert, macht diese kleine bibliophile Kostbarkeit zu einem wahren Schmuckstück im Bücherregal, und wohl auch zu einem wunderbaren Geschenk für Bücherwürmer!

Nur kurz zum Äußeren. Schon der erste Eindruck hat mich umgehauen! ein sehr robuster, abwischbarer Hardcover-Einband, ein deutlich größeres Format als das übliche Taschenbuch, eher wie eine Kladde oder Schulheft; dazu das glänzende und beschichtete papier, wie in einem Kunst- oder bildband (was es ja teilweise auch ist); die liebevoll und zahlreich ausgesuchten Illustrationen; und der breite und lesefreundliche Rand, gepaart mit einem wirklich erfreulichen Schriftsatz. Das Ganze kann nur als Kunstwerk bezeichnet werden, man nimmt es schon allein als Gegenstand gerne in die Hand. es ist ideal zum Blättern, Stöbern, Schmökern, und Lustvoll-Zeit-vergehen-Lassen!

Auch der Inhalt ist nicht zu verachten. Auf vier Abschnitte verteilt, macht uns der Autor mit seinen durchaus ungewöhnlichen Thesen vertraut, die immer neu und erfrischend sind, aber immer auch nachvollziehbar erklärt und gut belegt. Der Autor verwendet prominente Beispiele aus der Literatur und Zeitgeschichte, und somit ergibt sich ein durchdachtes Gesamtbild.

die Abschnitte lauten: 1) Aufbruch in den Wald, 2) Der gefährliche Augenblick, 3) eine etwas andere Geschichte des lesens, und 4) Warum Lesen glücklich macht. somit leitet der Autor den Leser gekonnt zu seiner eigentlichen Kernthese im vierten Abschnitt hin. Und man lässt sich von ihm gerne an die hand nehmen!

Abschnitt 1) beleuchtet die Tatsache, inwieweit Lesen Rückzug bedeutet, sowohl aus individueller als auch gesellschaftlicher Hinsicht. Abschnitt 2) beschreibt, was es für einen Menschen überhaupt bedeutet, lesen zu lernen, wie er sich dabei fühlt, und welche auswirkungen dies auf ihn hat. Abschnitt 3) geht zunächst von der technischen Entwicklung aus, beschreibt, warum das Buch als medium immer noch eine Zukunft hat, und geht dann dazu über, eine sehr persönliche these des Autors darzustellen: wir lesen so gerne, weil das in uns an die längst verschütteten eigenschaften von Jägern und Sammlern appelliert!

in Abschnitt 4) schließlich kommen wir zur kernaussage des Buches. Der Autor betont hier, dass er weder patenrezepte bieten könne noch wolle. Dennoch beeindrucken seine bunt angeordneten einsichten und Aphorismen. Lesen macht glücklich, weil es sowohl aussteigern als auch Entwicklungswilligen viele Perspektiven eröffnet. Es macht glücklich, weil es uns zeigt, wie überhaupt ein glückendes Leben aussehen könnte - und wenn auch nur anhand abschreckender Beispiele aus der Literatur.

Insgesamt kann ich nur sagen, dass ich auf manche Gedankengänge allein nie gekommen wäre, und die Lektüre daher immer sehr erfrischend fand! Allein in Abschnitt 3) sind die Parallelen zu bereits bekannten Büchern auf diesem Feld doch sehr deutlich, nämlich einerseits zu Gabriel Zaid und zu Alberto manguel. Aber diese Quellen gibt der Autor auch ausdrücklich an, und immerhin entsteht in der Gesamtschau dann doch ein eigenes Werk.

Ich würde dieses Buch allen denen empfehlen, die sich über ihre eigene Lesesucht klarer werden wollen, oder die einen Buchsüchtigen in der Familie haben, den sie endlich verstehen möchten!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Redaktion Literaturtipp.com TOP 50 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Es ist ein selten gewordenes Bild, dennoch faszinieren uns lesende Menschen immer wieder. Ob in der U-Bahn, im Wartezimmer oder auf der Parkbank. Neugierig und auf magische Weise von diesem Menschen angezogen, versuchen wir uns so unauffällig wie möglich vorzubeugen, um zu sehen, in was für einen Schmöker sich dieser Mensch vertieft.

Viele Kritiker der modernen Medien behaupten, dass das Ende des Buches gekommen sei. Die alten wie neuen Schwarten würden bald vom Internet, Fernsehen, Computerspielen oder der Play Station verdrängt sein. Stefan Bollmann ist da jedoch anderer Meinung. In seinem Buch "Warum Lesen glücklich macht" versucht er zu erklären, warum wir Menschen gar nicht nicht lesen können und weshalb der Siegeszug des gedruckten Buches gerade erst begonnen hat.

Dabei will der Autor keinen Ratgeber zum Glücklichsein mit Hilfe des Lesens geben, wie der Titel vielleicht vermuten lässt. Ganz im Gegenteil: Sein Aufsatz soll uns die Macht des Lesens vor Augen führen, seine Wirkungsweise sowie den eigentlichen Kerngedanken. Manche Leser werden vielleicht enttäuscht sein, dass "Warum Lesen glücklich macht" keine eindeutige Antwort auf diese Frage parat hält. Jedoch macht dies gerade die Raffinesse des Buches aus. Es ist ein philosophischer, kulturhistorischer Exkurs zu den Wurzeln des Lesens. Es ist, um mit Stefan Bollmanns Worten zu sprechen, ein "Aufbruch in den Wald".

Unterhaltsam verdeutlicht der Autor was die Ursprünge des Lesens gewesen sein könnten und wie sich unser Leseverhalten in den letzten Jahrhunderten verändert hat. Ebenso beleuchtet er wie sich das Erlernen von Lesen und Schreiben unwiderbringlich auf unsere Wahrnehmung der Welt auswirkt, welche Gefahren aber auch Möglichkeiten diese neuen Fertigkeiten dem heranwachsenden Kind bieten. Es heißt zwar, ein Mensch liest das, was ihn interessiert, jedoch sitzt der Grund für dieses Interesse viel tiefer. Sogar bei Teenagern, oder besonders bei ihnen, hat die Auswahl der Lektüre entscheidende Auswirkungen auf ihr Selbstverständnis, ihre Wünsche und Hoffnungen. Lesen bedeutet demnach mehr als nur Studieren. Es ist eine Auseinandersetzung mit uns selbst, unserer Umwelt und unseren Erwartungen, die wir daran stellen.

Ob es nun ausgeschüttete Hormone, die unsere Konzentration fördern, sind, die das Glücklichsein durch das Lesen hervorrufen, oder ob es das Eintauchen in neue Welten ist, bleibt jedem selbst überlassen zu glauben. Sicher ist nur, dass wir diese Fähigkeit, aus Symbolen einen Sinn zu verknüpfen, wahrscheinlich von unseren frühen Verwandten haben, als sie noch als Jäger und Sammler die Wälder durchstreiften. Wer dort gut bewandert im Spurenlesen war, hatte gute Erfolgchancen bei der Nahrungssuche. Schon damals half das Lesen also, sich in der Welt zurecht zu finden.

Stefan Bollmanns Aufführungen werden durch die zahlreichen Abbildungen aufgelockert. Kleine wie oftmals doppelseitige Illustrationen zeigen Männer, Frauen und Kinder bei der schönsten Nebenbeschäftigung. Dabei sind Ölgemälde aus allen Kunstepochen ebenso zu finden wie kunstvolle schwarzweiße Fotografien oder Schnappschüsse von berühmten wie nicht berühmten Menschen.

Wie Stefan Bollmanns Aufsatz sind auch die Abbildungen ein Streifzug durch die Literatur. Der Leser erhält Einblicke in berühmte Bibliotheken, wie dem Rokokosaal der "Herzogin Anna Amalia Bibliothek", entdeckt auf einer anderen Seite Teile des Manuskripts von Prousts Reisetagebüchern. Olga Delanes "Stillleben mit Büchern" aus dem Jahr 2007 veranschaulicht die Allgegenwart des Buches und des Lesens ebenso fabelhaft wie die Fotografie "Leseglück und Sonnenschutz" von Basil Pao, die zwei indische Mädchen mit Büchern in der Hand einerseits lesend andererseits sich vor der Sonne schützend zeigt. Die Abbildungen runden das Buch von Stefan Bollmann gelungen ab und verleihen ihm sein ganz eigenes unwiderstehliches Charisma.

"Warum Lesen glücklich macht" ist ein intelligentes Buch, das den Leser auf die Spuren seiner Lieblingsbeschäftigung führt. So bleibt nur zu sagen: "Tolle et lege" - "Nimm und lies".
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