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Warum das Leben schneller vergeht, wenn man älter wird: Von den Rätseln unserer Erinnerung
 
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Warum das Leben schneller vergeht, wenn man älter wird: Von den Rätseln unserer Erinnerung [Gebundene Ausgabe]

Douwe Draaisma , Verena Kiefer
4.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 335 Seiten
  • Verlag: Eichborn; Auflage: 1., Aufl. (20. August 2004)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3821807229
  • ISBN-13: 978-3821807225
  • Originaltitel: Waarom het leven sneller gaat als je ouder wordt.
  • Größe und/oder Gewicht: 22 x 15 x 3,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 411.639 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Douwe Draaisma
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Von Dej -vus, absolutem Gedächtnis, inneren Blitzlichtern und Gedächtnislücken - Douwe Draaismas faszinierendes Meisterwerk über Erinnern und Vergessen.Kaum ein Phänomen ist faszinierender als das menschliche Gedächtnis - grandios, was wir uns merken können, staunenswert, was wir alles erinnern; erschütternd aber auch, was wir vergessen. Aber vergessen wir es wirklich? Manchmal werden angeblich längst vergessene Ereignisse wieder nach oben gespült - irgendwo waren sie im Verborgenen gespeichert ... Gedächtnis und Erinnerung sind rätselhafte Phänomene und längst sind noch nicht alle Geheimnisse um sie gelöst. Warum etwa erinnert man sich so gut an Demütigungen und Niederlagen? Warum haben manche Menschen das absolute Gedächtnis? Wie funktioniert das Gedächtnis und wie kann man es trainieren? Warum ist die Grenze zwischen Erinnerung und Erfindung oft so unklar? Und: wie sieht es mit so geheimnisvollen Erlebnissen wie Deja-Vus und dem berühmten Zug der Erinnerungs-Bilder kurz vorm Tod au s?Der niederländische Arzt und Psychologe Douwe Draaisma nimmt in seinem glänzend geschriebenen Buch den staunenden Leser bei der Hand und führt ihn - kundig, anregend und bewusstseinserweiternd - durch die dunklen Wälder der Erinnerung.

Über den Autor

Douwe Draaisma, Jg. 1953, ist Professor für Psychologiegeschichte an der Universität Groningen. Für seine Leistungen auf dem Gebiet der Gedächtnisforschung erhielt er 1999 den Heymanspreis.


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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
17 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von isy3 TOP 500 REZENSENT
Format:Taschenbuch
Der Autor hat in diesem Buch den Stand der wissenschaftlichen Erkenntniss über unser Gedächtnis zusammengefaßt. Dabei geht er im Großen und Ganzen chronologisch vor: Beginnend bei unseren ersten Erinnerungen und dem Phänomen der frühkindlichen Amnesie über die Lebensspanne um das Zwanzigste Lebensjahr, an die wir die meisten Erinnerungen haben, zu den nachlassenden Gedächtnisleistungen im Alter bis hin zu Nahtoderfahrungen mit universellem Lebensrückblick, führt der Autor uns durch die spannende Welt unseres Gehirns. Das Taschenbuch bringt dem Leser die vielen Aspekte unseres Gedächtnisses ganz besonders anschaulich nahe. Dies liegt an der poetischen Begabung des Autors, der auch Beispiele aus der Literatur und Malerei nutzt und manchmal seine persönlichen Erinnerungen einbezieht. Die Kombination von wissenschaftlicher Fundiertheit und brillantem Schreibstil verleihen dem Buch echte Querdenkerqualitäten.

Zwischendurch werden Kapitel über die bizarren und erschreckenden Entgleisungen unseres Gedächtnisses eingefügt, die das Thema zusätzlich bereichern und vollenden. Am Ende jedes Kapitels findet sich weiterführende Literatur und am Schluß des Buches, wie es sich gehört, ein Namensregister. Die vielen textbegleitenden Schwarzweiß-Abbildungen sind hilfreich, hätten aber ruhig etwas größer sein können, manche der beschriebenen Details sind schwer zu erkennen.

Das Buch ist ein wunderbarer Einstieg in die Neurobiologie - insbesondere für alle, die sonst nicht so gerne Sachbücher lesen. Es eignet sich als nettes und preiswertes Geschenk, wenn Sie schon gerne Daniel Shacters "Wir sind Erinnerung" gemocht haben.
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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Ja, aber auch so wäre man wohl mit "gesundem Menschenverstand" auf des Rätsels Lösung gekommen. Lohnt die Lektüre? - Ja und nein. Ja, wenn man an einer anekdotischen Schilderung der zahlreichen - zum Teil skurrilen - Fallstudien und psychologischen Versuche interessiert ist. Nein, wenn man sich davon sensationelle wissenschaftliche Erkenntnisse verspricht. Wird man sich also nach einigen Jahren an dieses Buch erinnern? - Unwahrscheinlich. Liegt es an dem Autor? - Nein, eher an dem naturgemäß unscharfen Thema und an der Struktur unseres Erinnerungs(un)vermögens; spannend und unterhaltsam geschrieben ist dieses Buch aber allemal.
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111 von 125 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Fuchs Werner Dr #1 HALL OF FAME REZENSENT TOP 50 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Die Gedächtnisleistung nimmt im Alter ab. Erinnerungsfetzen liegen lose herum, fügen sich nicht mehr zusammen, gehen schliesslich ganz verloren. Wir haben Déjà-vu-Erlebnisse, begradigen und beschönigen unsere Vergangenheit, wundern uns über temporäre geistige Aussetzer, zweifeln am Wahrheitsgehalt von Zeugenaussagen, hören von der rasanten Zunahme von Alzheimer-Patienten und haben irgendwie noch immer das Gefühl, unser Gedächtnis sei eine riesige Bibliothek. Bei diesem allgemeinen Wissensstand holt uns der Autor ab. Gleich auf den ersten Seiten macht er uns mit der Besonderheit seines Buches bekannt, indem er uns mit den Leben der beiden Forscher Galton und Ebbinghaus bekannt macht. Douwe Draaisma verpackt wissenschaftliches Forschen in Geschichten. Denn das ist sein Job als Dozent für Psychologiegeschichte an der Universität Grooningen, den er offenbar exzessiv betreibt. Schon bei seinem letzten Buch „Die Metaphern-Maschine" staunte ich über Materialfülle, die geschickte Auswahl und gekonnte Aufarbeitung. Im neuen Buch tritt er historisch etwas kürzer und setzt vor zwei Jahrhunderten ein, als es zu einer fatalen Weichenstellung kam. Weil Ebbinghaus' Resultate und Methoden dem naturwissenschaftlichen Denken besser entsprachen, kümmerte man sich bis in jüngste Zeit nur um die messbaren Aspekte des Gehirns. Fatal, weil man damit das wichtige biographische Gedächtnis weiterhin den Künstlern überliess.

Douwe Draaisma erzählt Wissenschaftsgeschichte auf höchstem Niveau und Spannungsfaktor. Die Storys von verrückten Wissenschaftlern, Zeugen, Verbrechern, Künstlern, Spinnern, behinderten und weniger behinderten Menschen sind der Teppich, auf dem uns der Autor die Botschaften der Neurologen und Psychologen serviert. Wer sich bislang noch nicht sehr weit in die faszinierende Welt unserer Erinnerungsspeicher wagte, wird sehr viel Neues erfahren. Alles hier aufzuzählen, würde die Spannung bei der Lektüre mindern. Weil der holländische Forscher ein Meister der Metaphern, Analogien und Bilder ist, kann ich das Buch uneingeschränkt alle interessierten Laien empfehlen. Douwe Draaisma nimmt seine Leser auf eine Expedition durch einen Dschungel mit, den die Wissenschaftler bis vor kurzem mit der falschen Ausrüstung erforschen wollten. Die Reisebeschreibungen sind klar, einfach und präzis. Für Neulinge auf dieser Route gibt es wohl nichts Besseres.

Wegerfahrenen ergeht es aber vielleicht wie mir. Ich hätte gerne mehr Zwischenhalte gehabt. Oder eine gut konstruierte Rahmenerzählung, die das Ganze zusammenhält. Wahrscheinlich, weil ich mich vom Zappen endgültig verabschiedete. Und da ich mich seit längeren Zeit für die Vorkommnisse in unseren Köpfen interessiere, war der Neuigkeitswert für mich geringer als für das Zielpublikum, das Autor und Verlag im Auge haben.

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