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Warum wir Hunde lieben, Schweine essen und Kühe anziehen: Karnismus - eine Einführung Broschiert – 15. Mai 2013

38 Kundenrezensionen

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Produktinformation

  • Broschiert: 230 Seiten
  • Verlag: compassion media; Auflage: 5 (15. Mai 2013)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3981462173
  • ISBN-13: 978-3981462173
  • Originaltitel: Why We Love Dogs, Eat Pigs, And Wear Cows
  • Größe und/oder Gewicht: 14,4 x 2 x 20,3 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (38 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 32.655 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Melanie Joy ist Professorin für Psychologie und Soziologie an der Universität von Massachusetts in Boston. Die promovierte Sozialpsychologin und Harvard-Absolventin engagiert sich seit 20 Jahren in der Tierrechtsbewegung und berät Aktivisten auf der ganzen Welt zu Themen wie effektive Interessenvertretung, gewaltfreie Kommunikation und Strategien für gesellschaftlichen Wandel.


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4.7 von 5 Sternen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen

12 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von D. Romanowsky am 17. August 2013
Format: Broschiert Verifizierter Kauf
Dieses Buch von Melanie Joy ist es absolut wert gelesen zu werden.

Als Neueinsteiger in dieses Themengebiet werden umfassend Informationen gegeben, die sämtliche Praktiken im Zusammenhang mit der Tier-Industrie aufdecken. Für Personen, die sich schon länger mit diesem Thema beschäftigen (Vegetarier und Veganer), werden natürlich einige schon bekannte Fakten genannt, das mich persönlich jedoch nicht gestört hat - im Gegenteil: Einiges war sogar neu für mich. Rundum bin ich mit dem Buch höchst zufrieden und das Geld war es allemal wert.

Jedoch muss ich für die deutsche Übersetzung und der damit verbundenen "Zensierung" einen Punkt abziehen. Sämtliche Zitate, die Parallelen zwischen der heutigen Form des Karnismus und dem Nationalsozialismus ziehen, wurden aus dem Buch entfernt, da sie "beim Lesen vor deutschen Kontext eine falsche Gewichtung bekommen und die eigentliche Aussage in Schieflage bringen.". Dies finde ich mehr als schade, da wir in einer Zeit leben, in der wir aus der Vergangenheit gelernt haben und uns auch kritisch mit dem Thema auseinander setzen sollten; gerade, wenn so etwas mit anderen Lebensformen tagtäglich passiert.

Nichts desto trotz: Empfehlung zum Kauf!
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141 von 151 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Susanne K. (Literaturschock.de / Leserunden.de) TOP 500 REZENSENT am 2. Juni 2013
Format: Broschiert
"Karnismus ist auch eine gewalttätige Ideologie, denn Fleisch kann nicht ohne Töten produziert werden. Da die meisten Menschen Gewalt ablehnen, haben wir eine Reihe psychologischer und emotionaler Verteidigungsmechanismen entwickelt. Karnismus lehrt einen, wie man nicht fühlt, indem Tiere in "essbar" und "nicht essbar" eingeteilt werden."

Interview mit Melanie Joy "Wir folgen unsichtbarem Glaubenssystem" bei derStandard.at)

Dieses Buch hat mich schlicht und einfach überwältigt. Im Gegensatz zu "Peace Food" ist es sogar fundiert, denn hier wird die psychologisch-wissenschaftliche Seite des Fleischessens beleuchtet - zu 100% esoterikfrei.

Eigentlich dachte ich, dass das für mich eine recht entspannte Lektüre wird, aber weit gefehlt: Mein Kopf rauchte und jede Seite gab mir Stoff zum Nachdenken.

Es teilt sich in folgende Kapitel auf:

1. Lieben oder essen?
2. Karnismus: "Es ist halt einfach so"
3. Wie es in Wirklichkeit ist
4. Kollateralschäden: Die anderen Opfer des Karnismus
5. Fleisch und seine Mythen: Rechtfertigungen des Karnismus
6. Hinter dem karnistischen Spiegel: Der verinnerlichte Karnismus
7. Zeugnis ablegen: Vom Karnismus zum Mitgefühl

"Wie es in Wirklichkeit ist" zeigt die Hintergründe der Tierproduktion. Vieles davon kannte ich bereits und alles davon geht mir sehr zu Herzen. Es sind die Schilderungen, die keiner von uns wissen möchte, vor denen wir immer wieder die Augen verschließen. Dinge, die wir als Tierschutzpropaganda abtun, von denen wir aber dennoch insgeheim wissen: Es ist nur logisch, dass diese geschilderten Szenen der Wahrheit entsprechen müssen. Anders wäre unser Hunger auf Tier nicht zu bewältigen.
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27 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Jim am 31. Mai 2013
Format: Broschiert
Melanie Joy hat einen zukünftigen Klassiker geschrieben! Dieses Buch ist ein Augenöffner wie ich es kaum vorher bei einem Buch erlebt habe. Ihre Analyse beschreibt nicht nur, wieso wir überhaupt Fleisch, Milch und Eier bestimmter Tiere essen - und damit durch sozialpsychologische Programmierung unbewusst in Kauf nehmen, dass bestimmten Tierarten Gewalt angetan wird, die wir anderen Tierspezies niemals antun würden - sondern auch, dass dieses Verhalten auf einem unsichtbaren sozialen Überzeugungssystem, einer dominanten und gewaltvollen Ideologie beruht. Bei der Lektüre werden einem die Parallelen zwischen Karnismus und anderen gewaltvollen Ideologien (Rassismus, Sexismus, Heterosexismus, u.s.w.) mehr als deutlich, auch wenn die Erfahrungen der jeweiligen Opfer natürlich immer für sich einzigartig sind.

Dieses Buch wird in die Geschichte eingehen.
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25 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von DK am 2. September 2013
Format: Broschiert Verifizierter Kauf
Was lernt man nicht alles im normalen Aufwachsen als Menschenkind: Das ist gut, das ist schlecht, jenes ist normal und dieses ungerecht. Die Metzgerin reichte einem als Knirps lieb dreinschauende Bärchenwurst über die Theke. Diese verspeist man mit einem liebevollen Blick hinaus in die Welt, schaut vergnügt den herumtollenden Tieren auf einer Wiese zu und im Auto auf dem Nebensitz wird der Familienhund gestreichelt. Seit der allerersten Kindheitserinnerung ist eingebettet in das liebevolle Familienleben Fleisch einfach immer schon da, natürlich stets als Essen, als Mahlzeit, nicht als totes Tier.

Was soll daran also bitteschön falsch sein? Ist doch normal wenn es alle essen.

Oder?

Fleisch ist einfach da. Abgepackt. Wo es herkommt und vor allem: wo all diese Massen herkommen, darüber hat man sich nie so richtig Gedanken gemacht. Und auch selten irgendwas gesehen, das einen dazu veranlassen könnte. Denn die Industrie schirmt uns und unsere potentiellen Gedanken des Mitgefühls von der grausamen Realtität, die für eine flächendeckende und hochprofitable Fleischversorgung nötig ist, einfach ab - getreu dem Motto: "Was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß!"

Die Autorin öffnet einem da aber sehr gründlich, fundiert und logisch leicht nachvollziehbar die Augen. Das ist weissgott kein Vergnügen, es waren für mich die schlimmsten Zeilen die ich je gelesen habe. Bei den großen Menschheitsverbrechen kommen einem normalerweise die großen Welt-Kriege und andere Epochen in denen Menschen anderen Menschen schlimmes angetan haben in den Sinn.
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