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Arne Hoffmann, Belfort-Bax-Preisträger für vorbildliche wissenschaftliche Autorschaft, geht den Grundprinzipien der Antisemitismusdebatten in Deutschland nach. Er analysiert, warum Jürgen Möllemann und Martin Hohmann keine Chance hatten, den einmal gegen sie erhobenen Vorwurf zu entkräften. Sein Verdienst liegt darin, das Ablaufschema typischer Antisemitismusdebatten herauszuschälen und etwa mit der Theorie öffentlicher Skandalisierung nach Hans Mathias Kepplinger wissenschaftlich zu objektivieren. Hoffmanns Buch ist gleichzeitig ein engagiertes Plädoyer für eine neue Medienethik. Es stellt Fragen wie: Kann Ausgrenzung durch Ausgrenzung bekämpft werden? Gibt es eine sich selbst erzeugende Gleichtaktung unserer Medien? Sind viele Vorwürfe wirklich so berechtigt, wie sie auf den ersten Blick scheinen? Mit welchen neuen Ansätzen könnte Judenfeindschaft in unserer Gesellschaft bekämpft werden, ohne dass es zu einem Abbau von Meinungsfreiheit und einem ritualisierten Austausch von Worthülsen kommt, der niemandem etwas nützt?
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
67 von 72 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Eines der wichtigsten politischen Bücher der letzten Jahre,
Von
Rezension bezieht sich auf: Warum Hohmann geht und Friedman bleibt (Broschiert)
Arne Hoffmann weist anhand zahlreicher Fälle aus der jungen und jüngsten Vergangenheit akribisch nach, wie sehr wir alle dem Meinungsterror einiger weniger ausgeliefert sind, ohne auch nur die Chance zu erhalten, richtig und vollständig informiert zu werden. Es ist tatsächlich kaum zu glauben, dass sich selbst so renommierte Medien wie "Spiegel" und "Die Zeit" dafür hergeben, Tatsachen zu verfälschen und Andersdenkende hysterisch niederzubrüllen. Ein faszinierendes und zugleich bedrückendes Buch, das zeigt, wie weit entfernt wir von echter Meinungsfreiheit sind. Mehr solcher Bücher sind dringend notwendig!
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46 von 51 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Meinungsmache und Meinungsfreiheit,
Rezension bezieht sich auf: Warum Hohmann geht und Friedman bleibt (Broschiert)
Thematisiert werden in diesem Buch die Möllemann- und die Hohmannaffären. Arne Hoffmann geht der Sache auf den Grund und wendet eine erstaunlich einfache Methode an: Er hält sich an die Fakten! Er zeigt auf, wie die Medien zum größten Teil reflexartig mit dem Vorwurf des Antisemitismus verfahren. Es ist manchmal geradezu beängstigend, dass dieses Verhalten in einer Demokratie möglich ist. Fast keine renommierte Tageszeitung und Polit-Talkshows berichten objektiv. Selbst die Institution Tagesschau lässt Zweifel an investigativen Journalismus aufkommen.Letztendlich ist es ein Buch, welches souverän und selbstbewusst für die Meinungsfreiheit eintritt, ohne den besonderen geschichtlichen Hintergrund aus den Augen zu verlieren. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
68 von 76 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Demokratie in Gefahr,
Von
Rezension bezieht sich auf: Warum Hohmann geht und Friedman bleibt (Broschiert)
Arne Hoffmann hat mit seiner auf hohem Niveau erfolgten Analyse der "Antisemitismusdebatten" dargestellt, welche Gefahren daraus für unsere Demokratie entstanden sind.Die Abqualifizierung eines "Juden", nur weil er "Jude" ist, kann von keinem ernsthaften Menschen akzeptiert werden. Im Gegenzug muß aber auch eine Kritik an einem Angehörigen oder einer Gruppe einer Religion, einer Religion selbst oder einer Religionsgemeinschaft möglich sein. Dies gilt besonders für einen Staat. Genau hier wird es interessant. Arne Hoffmann geht es in seinem hervorragenden Buch nicht primär um die Inhalte von Reden oder Einstellungen von stigmatisierten "Antisemiten". Vielmehr geht es um die Frage, wie sehr die Meinungsfreiheit eingeschränkt wird und wie die Mechanismen wirken, die Menschen zu "Antisemiten" machen, die es nachweislich in den genannten Fällen gar nicht sind. Es mutet schier unglaublich an, wie in regelmäßigen Abständen Menschen - sogar, wenn sie offenkundig das Gegenteil behauptet haben - von Medien, einigen wenigen, aber einflußreichen Politikern und Teilen einer religiösen Minderheit als "Antisemiten" öffentlich abgestempelt und im Regelfall politisch, gesellschaftlich und wirtschaftlich geschädigt werden können. Die Art und Weise dieser "Hinrichtungen" gibt zu Denken, da sie (fast) jeden treffen kann. Von Hohmann zu Möllemann und von Jenninger zu prominenten, kritischen Juden reicht die Palette. Dahinter steckt keinesfalls die berechtigte Abwehr des "Antisemitismus", sondern die poliitsche und kulturelle Hegemonie über ein Volk und die Gewährleistung der dauernden Unterstützung des Staates Israel. Diese Israel-Lobby nutzt ihre Möglichkeiten zum Schaden der Demokratie und zum Schaden des Judentums. Arne Hoffmann kritisiert somit nicht die "Juden" an sich, sondern einige exponierte Vertreter der Israel-Lobby, die sich nur anmaßen, für alle zu sprechen. Dies haben neben ihm schon viele, wie Prof. Finkelstein oder Journalisten wie Tobias Brendle (siehe sein Buch "Michel Friedman, Haim Saban und die deutsche Medien") erkannt. Das beste Mittel gegen Antisemitismus ist die Wahrheit. Gerade nach dem schrecklichen Schicksal der Juden im Zweiten Weltkrieg sollten die Menschenrechte und das Völkerrecht für alle gelten. Arne Hoffmann zeigt, welche Gefahren es für eine Demokratie mit sich bringen kann, wenn mit dem Mittel des "Antisemitismus" Politik für einen Staat gemacht wird, der sich einen Teufel um das internationale Recht und die Menschrechte schert. Völlig zu Recht werden von Hoffmann daher auch jüdische Stimmen gegen diese Anmaßung einer kleinen Minderheit zitiert, die zeigen, daß die Frontlinie quer über religiöse und sonstige Bekenntnisse hinweg verläuft. Antisemit ist, wer grundsätzlich etwas gegen Juden hat. Antisemit ist nicht, wer einzelne Juden oder den Staat Israel kritisiert. Alle Demokraten sollten nach der Lektüre dieses Buches kritischer gegenüber selbsternannten Lobbyisten mit dem Totschlagsargument "Antisemitismus" sein. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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