Wer die beiden Vorgängerbücher (Die Sau ruft und Kein Bock auf Ziegen) kennt, ist mit der Schwarzen Witwe und ihrer Hausamazone Nina schon richtig vertraut geworden daher gleich zu Anfang ein Schock für die Leserinnen: Nina ist tot ! Dahingerafft von einem tragischen Unfall wurde die treue Liebe und die Schwarze Witwe muss ihre Trauer bewältigen. Dies tut sie nahe ihren Wurzeln auf der Insel Kreta urtümlich und dörflich kümmert sie sich um ihre wunde Seele; an ihrer Seite ist Frida, die das Meer als ihre neue Heimat erkennt. Von diesem Ausgangspunkt kommt der Schwarzen eine Liason mit der Sängerin Stacy aus Kanada gerade recht und im Zuge der Aufklärung zweier Morde, eines Großbrandes und den geschäftlichen Mauscheleien um die Entstehung eines Ferienclubs kommt sie dahinter, dass auch ihre Seele einer Großsanierung bedarf. Dies tut sie mit dem Geist ihrer toten Mutter und der Frauenkraft aus minoischer Zeit, die im alten Kreta steckt.
Da diese Geschichte einen etwas autobiografischen Touch hat ist sie jetzt nicht so witzig wie die Vorläufer, da die Themen ernster und ehrlicher sind und somit geben sie Einblick in eine verwundete Frauenseele und Beispiele, wie eine Heilung begonnen werden kann.
Obwohl hier nun nicht die männerzensierende Leichtigkeit im Vordergrund steht, möchte die ich die Lektüre dieses Buches nicht missen, denn die Aufarbeitung von Trauer und die Findung eines selbstbestimmten Befreiungsweg sind Themen, die uns Frauen doch alle bewegen (sollten).