Jetzt eintauschen
und EUR 0,10 Gutschein erhalten
Eintausch
Möchten Sie verkaufen? Hier verkaufen
Der Artikel ist in folgender Variante leider nicht verfügbar
Keine Abbildung vorhanden für
Farbe:
Keine Abbildung vorhanden

 
Den Verlag informieren!
Ich möchte dieses Buch auf dem Kindle lesen.

Sie haben keinen Kindle? Hier kaufen oder eine gratis Kindle Lese-App herunterladen.

Warum Elefanten große Ohren haben. Dem genialen Bauplan der Tiere auf der Spur. [Gebundene Ausgabe]

Chris Lavers , Andrea Kamphuis
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)

Erhältlich bei diesen Anbietern.



Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 304 Seiten
  • Verlag: Lübbe, Berg.-Gladb. (2001)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3785720475
  • ISBN-13: 978-3785720479
  • Größe und/oder Gewicht: 22,1 x 14,6 x 3,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 703.921 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Mehr über den Autor

Entdecken Sie Bücher, lesen Sie über Autoren und mehr

Produktbeschreibungen

Amazon.de

"Warum hat der Elefant einen so langen Rüssel?", fragen Kinder im Zoo. "Weil er sonst keine Chance hätte, mit dem Kopf den Boden zu erreichen", antwortet der britische Ökologe und Hochschuldozent Chris Lavers durchaus kindgerecht. Aber dieses Buch mit dem Titel Warum Elefanten so große Ohren haben ist ganz bestimmt kein Kinderbuch. Denn hinter der schlichten Antwort steckt eine lange Kette von Ursachen und Wirkungen, von komplexen Zusammenhängen, die Zehnährige sicherlich überfordern.

Am Beispiel des Elefanten erläutert Chris Lavers eines der wichtigsten Prinzipien des irdischen Lebens. Es besagt, dass der Energiebedarf eines Tieres seine Lebensweise, seine Größe und seine Körperform wesentlich mitbestimmen. Diese Formulierung lässt zunächst eine eher technische Lektüre vermuten. Aber keine Sorge: Das Buch ist derart spannend, dass es einen biologisch interessierten Leser von der ersten bis zur letzten Zeile fesselt.

So erklärt Lavers beispielsweise, warum es in Afrika so viele große Säugetiere wie Elefanten, Giraffen oder Löwen, aber so wenig große Reptilien gibt. Er geht der Frage nach, ob die Dinosaurier Warmblüter oder wechselwarm waren. Und er begründet, warum Säugetiere mindestens zwei Gramm schwer sein müssen -- ganz anders als viele Reptilien oder gar Insekten, die viel weniger auf die Waage bringen.

Chris Lavers möchte ein schwieriges Thema Laien schmackhaft machen. Und das gelingt ihm auf unwiderstehliche, ja sagenhafte Weise. Er erklärt komplizierte Zusammenhänge, die durchaus gehobene Ansprüche an den Leser stellen, klar verständlich und sehr anschaulich anhand zahlloser Beispiele. Und nicht zuletzt, weil sich Lavers sehr gewandt, unterhaltsam und witzig auszudrücken versteht, ist das Buch ein echter Lesegenuss. --Ute Maatz

Rezension

Warum sind eigentlich fast alle großen Tiere Säugetiere? Warum gibt es so wenige Laufvögel? Was macht Australien zu einem Reptilien-Paradies? Und warum haben Elefanten so große Ohren? Diese Fragen beschäftigten Chris Lavers schon als Kind. Doch weder in der Leihbücherei seiner Heimatstadt noch später in den Universitätsbibliotheken fand er befriedigende Antworten. Inzwischen befasst er sich beruflich mit Elefantenohren: Er forscht an der Universität Nottingham über Evolution, Ökologie und Stoffwechsel von Wirbeltieren. Lavers beklagt, dass sich die Biologie oft in Details verliert. Sie betrachtet das Verhalten einer bestimmten Art, den Stoffwechselapparat einer Tierklasse, vielleicht noch die Beziehungen der Organismen in einem isolierten Lebensraum. Antworten aber auf nahe liegende, grundsätzliche Fragen gibt sie nur selten. Nicht, dass das leicht wäre. Man muss oft weit ausholen und viele Einzelinformationen intelligent kombinieren. So trug Lavers für das vorliegende Buch 25 Jahre lang Befunde aus zahlreichen Wissenschaftsdisziplinen zusammen: aus Ökologie, Morphologie, Paläontologie, Paläogeologie, Tierphysiologie, Biophysik, Genetik, Populationsökologie, Biogeografie, Paläoklimatologie, Evolutionsbiologie, Isotopen-Geochemie. Der Titel des Buchs lässt nette Geschichten über Elefanten erwarten. Die erzählt Lavers auch, aber Vorsicht: Er steigt bald in die Entwicklungsgeschichte der Arten ein. Nur auf dem Umweg über Knochenkämme in fossilen Schädeln, prähistorische Räuber-Beute-Beziehungen und das Massenverhältnis von Sauerstoff-Isotopen in Versteinerungen lässt sich erklären, warum und wie sich die heutige Fauna entwickelt hat. Konzipiert ist das Buch für Laien. Doch auch Biologen oder Ökologen ohne spezielle paläontologische Kenntnisse werden das Buch mit Gewinn lesen. Es gibt einen guten Überblick über das aktuelle Wissen zur Entstehung der Vierfüßer-Arten. Anekdoten aus dem Leben der Tiere illustrieren meist ein generelles Prinzip. Überhaupt schafft das Buch Ordnung im globalen Zoo. Lavers wichtigste Botschaft: Die Vielfalt der Erscheinungsformen im Tierreich, vom tonnenschweren Elefanten bis zur winzigen Spitzmaus, ist die Folge weniger grundlegender Anforderungen: optimale Nutzung von Energie, Regulierung des Wasser- und Wärmehaushalts sowie der Fähigkeit, Fressfeinden zu entgehen. Wer groß ist, kann sich nicht verstecken, argumentiert Lavers. Wer sich nicht verstecken kann, muss weglaufen oder kämpfen. Dazu ist man am besten warmblütig, da dann die Muskeln mehr leisten. Flugfähige Vögel können aus physikalischen Gründen nicht sehr groß werden. Und voilà, jetzt wissen wir, warum große Tiere meist Säugetiere sind. Im Buch gibt sich Lavers viel mehr Mühe mit der Erklärung. Er argumentiert nach guter Paläontologen-Manier mit mehreren parallelen Indizienketten und stützt seine Schlussfolgerungen auf zahllose Befunde. Warmblütigkeit, Größe von Tierklassen: Diese beiden zentralen Themen ziehen sich durch das gesamte Buch. In Lehrbüchern werden Warmblüter oft als die weiter entwickelten, überlegenen Arten betrachtet. Aber Tiere wie die Krokodile kommen gerade deswegen so gut in ihrem Lebensraum zurecht, weil sie keine Energie für das Heizen aufwenden. Dabei bringen sie es, nebenbei, auf beachtliche Größe, was mit den Besonderheiten des Ökosystems Fluss zu tun hat. Bei der Suche nach den Ursprüngen der Warmblütigkeit stößt Lavers auf eine der großen Streitfragen der Paläontologen: Wie haben sich die Dinosaurier entschieden, waren sie wechselwarm oder warmblütig? Lavers fährt zunächst eine Batterie von Argumenten für die Warmblüter-Hypothese auf. Wenn der Leser dann überzeugt ist, lässt er die Gegenseite die Argumente der Reihe nach entkräften. Auch wenn am Ende nicht geklärt werden kann, wer nun Recht hat: Lavers zeigt an diesem Fall sehr anschaulich, wie Paläontologen streiten. So verblüffend und überzeugend Lavers oft argumentiert: Manchmal weiß man als Leser nicht mehr, woher man kommt und wo der Autor mit einem hin will. Das liegt vor allem daran, dass Lavers sehr viele ausführliche Beispiele bringt, die den häu-fig seitenlangen Argumen-tationsstrang unterbrechen. Oft bringt er zu gerade aufgestellten Regeln unvermittelt die Ausnahmen an. An der einen oder anderen Stelle ist die Argumentation von Lavers nicht nachvollziehbar, weil er bestimmte Randbedingungen verschweigt oder zumindest nicht in Erinnerung ruft. Zu seiner Verteidigung sei gesagt: Er hat furchtbare Platznot, 304 Seiten für einige hundert Millionen Jahre. Leider ist das Buch nur spärlich mit Grafiken versehen, die zudem oft wenig aussagen. Offensichtlich um den Formel-Feinden entgegenzukommen, vermeidet Lavers jede Gleichung, beschreibt sogar den Zusammenhang zwischen Oberfläche und Volumen mit Worten - was die Sache stellenweise schwieriger macht. Sehr schön sind das ausführliche Inhaltsverzeichnis und die noch viel ausführlichere Bibliografie. Lavers hat sich die Arbeit gemacht, alle Quellen in drei Schwierigkeitsstufen einzuteilen: für das breite Publikum, für Laien und für Wissenschaftler. Das ist Service! Wer wissen will, was Vierfüßer den ganzen Tag treiben - und vor allem warum -, und wer sich dabei von ein paar didaktischen Schwächen nicht beirren lässt, der sollte Lavers’ Buch lesen. Rezensent: Hermann Englert


Eine digitale Version dieses Buchs im Kindle-Shop verkaufen

Wenn Sie ein Verleger oder Autor sind und die digitalen Rechte an einem Buch haben, können Sie die digitale Version des Buchs in unserem Kindle-Shop verkaufen. Weitere Informationen

Kundenrezensionen

4.0 von 5 Sternen
4.0 von 5 Sternen
Die hilfreichsten Kundenrezensionen
7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Super 3. September 2004
Von Ein Kunde
Format:Gebundene Ausgabe
Das Buch finde ich sehr erfreulich. Es wird haarklein erklärt, warum es Kalt-und Warmblüter gibt, und worin sie sich unterscheiden. Sehr angenehm ist, dass es nicht an bestimmten Zusammenhängen nur kratzt, sondern sie breit und ausführlich erklärt (ich hatte teilweise das Gefühl, in einer Vorlesung über Biologie zu sitzen ). Die Floskel "...das würde jetzt hier zu weit führen..." kennt das Buch einfach nicht. Gut so, denn damit ist man auf dem gleichen Kenntnisstand wie der Autor auch. Ich könnte jetzt noch sehr lange schreiben, aber ich empfehle jedem Interessierten am Tierreich, dieses Buch zu lesen. Er wird sich dadurch weiterbilden.
War diese Rezension für Sie hilfreich?
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Lulu TOP 100 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Chris Lavers verbindet in seinem ausgezeichneten Buch Evolutionsbiologie mit Ökologie, indem er darstellt, unter welchen Umweltbedingungen sich bestimmte Merkmale per Evolution ausbilden können und gewissermaßen auch müssen. Im Zentrum seiner Überlegungen steht der Energiehaushalt von Tieren. So heißt es etwa auf Seite 13:

"Zwar hat das Tierreich verblüffend viele verschiedene Lösungswege zum Erwerb und Einsparen der nötigen Energie hervorgebracht, aber die darwinistische Quintessenz bleibt stets dieselbe: Entweder dein Energiehaushalt ist wirklich gut oder du musst einem Besseren weichen."

Und auf Seite 35:

"Der Energiebedarf und -haushalt verschieden großer Tiere ist der Schlüssel zu vielen Aspekten des Lebens auf unserem Planeten."

Ausgesprochen zwingend sind seine Überlegungen zur unterschiedlichen Wachstumsdynamik von Radius, Oberfläche und Volumen (17): "Wenn sich der Radius eines (...) kugelförmigen Objektes verdoppelt, vervierfacht sich seine Oberfläche; Volumen sowie Gewicht verachtfachen sich."

Das hat bemerkenswerte Konsequenzen (30):

"Säugetiere und Vögel produzieren (...) eine Menge Wärme und sind gut isoliert, um deren Verlust in Grenzen zu halten. Wenn jede Körperzelle, sagen wir, 1000 Stoffwechseleinheiten pro Minute umsetzt, dann wird ein großes Tier - absolut gesehen - sehr viel mehr Wärme produzieren als ein kleines, einfach weil das große Tier viel mehr Zellen hat. Tiere verlieren ihre Wärme über die Haut an die Umgebung, und das Maßstabsgesetz besagt, dass das Volumen eines Tieres sehr viel schneller wächst als seine Oberfläche.
Lesen Sie weiter... ›
War diese Rezension für Sie hilfreich?
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Vielfalt der Tierwelt erklären 15. Februar 2010
Von karin1910 TOP 1000 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Wohl jeder hat sich wohl schon einmal gefragt, warum sich die Baupläne der Tiere so stark unterscheiden, woran es also beispielsweise liegt, dass manche Tierarten riesengroß werden, während andere geradezu winzig sind. Oder warum auf dem Festland (Elefanten) und im Meer (Wale) große Säugetiere existieren, während im Süßwasser Reptilien (Krokodile) vorherrschen.
Chris Lavers zeigt, dass man viele dieser Fragen auf einfache Prinzipien zurückführen kann und hilft so zu einem tieferen Verständnis für die Welt des Lebendigen.
Es handelt sich hierbei um ein sehr gutes, klar strukturiertes Buch, das fundierte Informationen verständlich aufbereitet.
Meiner Ansicht nach hätte dieses Werk mehr öffentliche Aufmerksamkeit verdient!
War diese Rezension für Sie hilfreich?

Kunden diskutieren

Das Forum zu diesem Produkt
Diskussion Antworten Jüngster Beitrag
Noch keine Diskussionen

Fragen stellen, Meinungen austauschen, Einblicke gewinnen
Neue Diskussion starten
Thema:
Erster Beitrag:
Eingabe des Log-ins
 

Kundendiskussionen durchsuchen
Alle Amazon-Diskussionen durchsuchen
   


Ähnliche Artikel finden


Ihr Kommentar