Erfrischend, verständlich. anwendbar ist dieses Heftchen (und Antrittsvorlesung) von Prof. C. Markschies über die nachträglich lesbare "Überlebensstrategie" des Christentum im Kontext der Antike.
Bewusst mit der heutigen Situation vor Augen verfasst liefert es zwar keine Beweise, so doch Indizien für die Kraft und Attraktivität der Jesusnachfolger der ersten Jahrhunderte.
Obwohl dieses Sachgebiet kontrovers gesehen wird, wagt sich Markschies doch anzudeuten, welche kausalen und nichtkausalen Gründe das Überleben ermöglicht hat. (nicht das Überrollen, wie ein Rez. vom Vorurteil geleitet meint - wie könnte die Versorgung der Armen, die Befreiung der Benachteiligten auch so pauschal in eine negative Ecke gedrängt werden.)
Wirklich empfehlenswerter Einstieg. Eine umfassende Betrachtung eines so vielschichtigen und komplexen Themas (das immerhin einige Jahrhunderte umfasst) auf 64 Seiten zu erwarten bzw. diese 64 Seiten daran zu messen, wäre unfair, verbietet sich eigentlich von selbst.