...sind vermutlich zwei Dinge, von denen sich Robert Rankin bei -Warten auf Oho- hat inspirieren lassen. Die ziemlich krude Story um Ikarus Smith, der beim Friseurbesuch eine Aktentasche "relokalisiert" und in Folge dieses Diebstahls kurze Zeit später feststellen muss, dass Gott sich auf der Erde befindet, anscheinend großer Gefahr ausgesetzt ist und, dass Engel und "Wrong-Ones" damit zu tun haben, wird es dabei schwer haben, den Logic-Story-Crimi-Award einzuheimsen, wenn es ihn denn gäbe.
Parallel zu Ikarus Weg in Richtung Gott ermittelt der absolute Detektiv-Klischee-King Laszlo Woodbine...sie dürfen aber auch Laz zu ihm sagen. Woodbine ist die pure Essenz aus allen Raymond-Chandler-Ermittlern, nachdem sie gesiebt, gefiltert und gepresst wurden. Seine Ermittlungsmethoden sind dabei so altbacken wie erfolgreich. Aber ob das reicht, um Gott zu retten? Lassen sie sich überraschen...
Rankins Roman lebt voll und ganz von der Sprache. Die kommt auch in der Übersetzung verspielt, trickreich und extravagant rüber. Der Plot ist dabei alles andere als nachvollziehbar und spannend. Das hat Rankin, jedenfalls meiner Meinung nach, etwas vernachlässigt. Es kann aber auch sein, dass dieser Eindruck aufgrund der gekürzten Hörbuchfassung entstanden ist. In den Bann geschlagen hat mich diese Geschichte wirklich nicht.
Ganz anders dagegen die Stimme von Oliver Rohrbeck. Rick Moranis deutsche Synchronstimme kann sich bei -Warten auf Oho- so richtig auslassen. Und Rohrbeck tut das auch. Er grunzt, schreit, raunzt und gibt sich altklug, dass es eine wahre Freude ist. Wäre der Roman Rankins so facettenreich wie Rohrbecks Stimme, es wäre eine wahre Freude gewesen.