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Warten auf Godot. Endspiel. Glückliche Tage: Drei Stücke (suhrkamp taschenbuch) [Taschenbuch]

Samuel Beckett , Elmar Tophoven , Erika Tophoven
3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
Preis: EUR 8,00 kostenlose Lieferung. Siehe Details.
  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 211 Seiten
  • Verlag: Suhrkamp Verlag; Auflage: 4 (27. Februar 2006)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3518457519
  • ISBN-13: 978-3518457511
  • Größe und/oder Gewicht: 17,2 x 10,8 x 1,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 9.536 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Über den Autor

1906 13. April: Samuel Beckett wird als zweiter Sohn des Ehepaars May und William Beckett geboren.
1911 Beckett wird eingeschult und fällt seinen Lehrern vor allem durch herausragende sportliche Leistungen auf.
1923 Nach dem Abitur Beginn eines Romanistikstudiums am Dubliner Trinity College. — Bekanntschaft mit dem unorthodoxen Professor Thomas B. Rudmose-Brown. — Verliebt sich in den Schwarm aller Studenten: Ethna MacCarthy. Die Liebe bleibt unerwidert.
1926 Becketts erster Besuch seiner späteren Wahlheimat Frankreich: Fahrradtour entlang der Loire.
1927 Bildungsreise nach Venedig und Florenz. Abschluss des Studiums als Jahrgangsbester. — Beginn einer Liebesgeschichte mit seiner Cousine Peggy Sinclair (Tochter von Cissie und William (Boss) Sinclair, einem liberalen Kunsthändlerehepaar, das in Kassel lebt).
1928 Zwei Semester als Lehrer an einem Gymnasium in Belfast. — Ab Herbst: Zwei Jahre lang Englischlektor an der Ecole Normale Supérieure in Paris. — Bekanntschaft mit James Joyce und Entdeckung des Pariser Künstlerlebens. Lange nächtliche Barbesuche. Unterrichtet seinen einzigen Schüler daher erst nachmittags.
1929-1930 Erste Publikationen: eine Kurzgeschichte, ein Aufsatz über Joyce sowie Übersetzungen in der englischsprachigen Zeitschrift transition. — Gewinnt mit Whoroscope (1930) einen Lyrikwettbewerb. — Beginnt eine Monographie über Marcel Proust. — Rückkehr nach Dublin ans Trinity College. Arbeit als Assistent von Thomas B. Rudmose-Brown. Schwierigkeiten mit der Umstellung auf das Leben in Dublin. — Ein Lichtblick: die Bekanntschaft mit dem Maler Jack B. Yeats.
1931 Psychosomatische Erkrankungen (Herzrasen, Niedergeschlagenheit, Mattigkeit). Entschließt sich, die akademische Laufbahn aufzugeben. — Veröffentlichung seiner Proust-Studie. —  Besucht über Weihnachten seine Verwandtschaft in Kassel. Die Liebe zu Peggy ist abgeflaut.
1932 Kündigt von Deutschland aus seine Stelle am Trinity College. — Reist nach Paris und schreibt seinen ersten Roman Traum von mehr bis minder schönen Frauen (1992). — Rückkehr nach Dublin.
1933 Tod Peggy Sinclairs und kurz darauf seines Vaters. — Die gesundheitlichen Beschwerden treten verstärkt auf, und Beckett beginnt eine zweijährige Psychotherapie bei Wilfred Bion in London. — Abschluss der Erzählungen für den Sammelband Mehr Prügel als Flügel (1934).
1935 Beginnt seinen zweiten Roman, Murphy. — Rückkehr nach Dublin.
1936 Fertigstellung von Murphy (1938). — Sechsmonatige Deutschlandreise (bis April 1937). Beckett besucht Museen, Galerien und nimmt Kontakt zu zeitgenössischen Künstlern und Kunstwissenschaftlern auf Er beobachtet die Veränderungen durch das nationalsozialistische Regime und kommentiert diese scharf
1937 Umzug nach Paris. — Bekanntschaft mit den Malern Bram und Geer van Velde sowie mit Peggy Guggenheim.
1938 Er wird durch einen Messerstich schwer verletzt. — Erneuerung der Freundschaft zu seiner späteren Lebensgefährtin, der Pianistin Suzanne Deschevaux-Dumesnil.
1939 Nach der Kriegserklärung Deutschlands bricht Beckett einen Familienbesuch in Irland ab und kehrt nach Frankreich zurück.
1940 Während der Besatzung von Paris arbeiten er und Suzanne für eine Widerstandsgruppe der Résistance.
1942 Zahlreiche Mitglieder ihrer Gruppe werden verhaftet. Beckett und Suzanne entkommen nach Roussillon ins unbesetzte Südfrankreich. — Bekanntschaft mit dem Maler Henri Hayden.
1943-1944 Landarbeit und Arbeit am Roman Watt (1953).
1945 Rückkehr nach Paris. — Nach einem Familienbesuch in Dublin arbeitet Beckett als Dolmetscher und Lagerverwalter für ein Zivil-Lazarett des Irischen Roten Kreuzes in der Normandie.
1946 Rückkehr nach Paris. Beginnt konsequent auf Französisch zu schreiben. — Freundschaft mit dem Verleger und Kunstpublizisten Georges Duthuit. — Schreibt den Roman Mercier und Camier (1970) sowie vier Novellen und Kunstkritiken.
1947 Schreibt das Theaterstück Eleuthéria (1995), beginnt mit dem Roman Molloy (1951).
1948/49 Beendet Molloy und schreibt die Romane Malone stirbt (1951) und Der Namenlose (1953) sowie das Theaterstück Warten auf Godot (1952, Uraufführung 1953).
1950 Kurze Prosastücke Texte um Nichts (1955). — Tod der Mutter.
1954 Tod des Bruders.
1955 Beginnt das Theaterstück Endspiel (1957).
1956 Beendet Endspiel. — Schreibt sein erstes Hörspiel Alle die da fallen (gesendet 1957) und die Pantomime Acte sans Paroles I.
1958 Schreibt das Theaterstück Das letzte Band.
1959 Schreibt das Hörspiel Aschenglut (1959, Prix Italia) sowie das kurze Prosastück Das Bild. Beginnt mit Acte sans Paroles II (1960). — Erhält die Ehrendoktorwürde des Trinity College Dublin.
1960 Schreibt den Roman Wie es ist (1961).
1961 Internationaler Verleger-Preis (zusammen mit Jorge Luis Borges). — Beendet das Theaterstück Glückliche Tage. — Heirat mit Suzanne Descheveaux-Dumesnil.
1962 Schreibt das Hörspiel Words and Music sowie das Stück Spiel (1963).
1963 Das Hörspiel Cascando entsteht. — Beginnt das Drehbuch zu seinem Film (1964).
1964 Beendet Film und assistiert in New York bei den Dreharbeiten.
1965 Schreibt das Theaterstück Come and Go (1966). — Uraufführung von Film in Venedig (in der Folge zahlreiche Preise). — Beginn der Arbeit am Fernsehspiel He, Joe. — Berät den Regisseur Deryk Mendel bei dessen Regie von Warten auf Godot an der Werkstatt des Berliner Schiller Theaters.
1966 Produktion von He, Joe beim Süddeutschen Rundfunk (SDR) in Stuttgart, Beckett führt Regie. — Schreibt das Prosastück Der Verwaiser (1970).
1967 Inszeniert Endspiel an der Werkstart des Berliner Schiller Theaters.
1969 Erhält den Nobelpreis für Literatur.
1970 Erste Augenoperation am grauen Star. — Beendet den Prosatext Der Verwaiser.
1971 Zweite Augenoperation am grauen Star. — Inszeniert Glückliche Tage in Berlin.
1972 Schreibt das Theaterstück Nicht Ich.
1975 Nicht Ich wird als Fernsehversion konzipiert (gesendet 1977). Beckett schreibt das Fernsehstück Geistertrio.
1976 Schreibt das Fernsehstück ... nur noch Gewölk ...‚ das er 1977 zusammen mit Geistertrio beim SDR inszeniert.
1977 Bei John Calder in London erscheint der Band Collected Poems in English and French.
1980 Schreibt den Prosatext Schlecht gesehen schlecht gesagt (1981) und das Theaterstück Rockaby (1982).
1981 Entstehung des Fernsehstücks Quadrat I and II, das Beckett im selben Jahr beim SDR inszeniert. — Schreibt das Theaterstück Ohio Impromptu. — Beginn der Arbeit am Prosatext Aufs Schlimmste zu (1983).
1982 Anlässlich einer Solidaritätsveranstaltung für den inhaftierten Schriftsteller Václav Havel schreibt Beckett das Stück Katastrophe. — Entstehung des Fernsehfilms Nacht und Träume.
1983 Uraufführung von Nacht und Träume beim SDR. —Schreibt das Theaterstück Was wo.
1986 Inszeniert die Fernsehversion von Was wo beim SDR und schreibt seinen letzten Prosatext Immer noch nicht mehr (1984-1988).
1988 Becketts letztes Gedicht Comment dire (Wie soll man sagen; 1989) entsteht.
1989 Übersetzt die englische Fassung von Immer noch nicht mehr ins Französische. — Überträgt das Gedicht Comment dire als What is the Word ins Englische. — Juli: Becketts Frau Suzanne stirbt. — Beckett stirbt am 22. Dezember.


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Kundenrezensionen

3.8 von 5 Sternen
3.8 von 5 Sternen
Die hilfreichsten Kundenrezensionen
16 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Perfide Absurdität 19. November 2009
Von Spaddl TOP 500 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Taschenbuch
Wieder wurde mir ein Buch von amazon.de empfohlen, dass ich mir anschließend gekauft habe. In diesem Fall "Warten auf Godot". Ein Theaterstück über zwei Männer, die sich unter einem großen Baum treffen und auf Godot warten. Dabei philosophieren sie über Gott und die Welt und das Dasein. Hinzu gesellen sich im Laufe der Handlung zwei Männer, der eine heißt Lucky und der andere Pozzo, die das ohnehin absurde Stück noch mehr ad adsurdum treiben.
Das Theaterstück ist in zwei Akte aufgeteilt und erstreckt sich auf ca. 100 Seiten, war also schnell und zügig zu lesen, was natürlich an der hervorragenden schrifstellerischen Leistung von Samuel Beckett gelegen haben mag.

"Warten auf Godot" bietet unzählige Möglichkeiten der Interpretation.
Wer oder was ist Godot? Warum kommt er nicht? Warum warten die beiden Männer überhaupt auf ihn? Was sollen Pozzo und Lucky innerhalb des Handlungsfadens? Ich könnte den Fragenkatalog noch unendlich fortsetzen.
Was aber nach dem Lesen des Stücks klar wird, ist, dass unsere Existenz sinnlos ist (jedenfalls nach Beckett). Wir dümpeln im See des Daseins umher und ertrinken förmlich in nutzlosen Wiederholungen, was in dem häufig vorkommenden Dialogfetzen
"Komm wir gehen.
Wir können nicht.
Warum nicht?
Wir warten auf Godot.
Ach ja."
zu sehen ist. Diese Aufforderung zum Gehen und die anschließende Verneinung kommen ca. zehn bis fünfzehnmal vor.
Ein absolut tolles Theaterstück, dass auf der Bühne dargestellt sicherlich eine noch größere Wucht haben würde, als auf Papier.

In dieser Ausgabe des Suhrkamp-Verlages befinden sich aber noch zwei weitere Stücke Becketts. Und zwar "Endspiel" und "Glückliche Tage", zwei ebenso abstruse wie perfide Stücke. "Endspiel" handelt von vier Personen, der eine blind, der andere kann nicht richtig sitzen, die zwei anderen haben keine Beine mehr und leben in jeweils einer Mülltonne (!!!). Das Geschehen spielt, wie man aus dem Titel schon erahnen könnte, in einer toten Umwelt. Es scheint als seien die vier von einer großen (vielleicht nuklearähnlichen) Katastrophe verschont geblieben.
Auch dieses Stück handelt von der Sinnlosigkeit des Lebens und der Abhängigkeit von physisch oder psychisch überlegenen Personen. Auch hier ist die Fülle von Interpretationsansätzen ungemein groß. Nicht ohne Grund hat T.W. Adorno nur über das "Endspiel" von Beckett ein Buch geschrieben.

Das dritte Stück "Glückliche Tage" handelt über 40 Seiten hinweg von einer Frau um die fünfzig, die in einem Sandloch feststeckt und um ihren Mann, ca. sechzig, der sich nur noch kriechend fortbewegend, neben ihr befindet.
Im Prinzip besteht der Hauptteil des Textes aus einem einzigen, wirren Monolog der Frau. Ihr Mann streut insgesamt vielleicht vier, fünf Sätze ein, mehr aber auch nicht.

Samuell Beckett hat zurecht 1969 den Literaturnobelpreis erhalten und ist leider schon seit 20 Jahren tot. Ich werde mich demnächst an seinen bekanntesten Roman Murphy machen. Ich bin gespannt.
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12 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen die Liebe zum Absurden 20. Mai 2006
Von kpoac TOP 500 REZENSENT
Format:Taschenbuch|Von Amazon bestätigter Kauf
Ein Akt, dieses Leben. Man wartet auf Godot, auf glückliche Tage oder geht dem Ende zu. Manche versiegen in der Tonne oder sind einander austauschbar, weil der Individualismus des Einzelnen bereits in die Gemeinheit des Endes verschmolzen ist. Ham und Clow scheinen getrennt und doch eines. Beim Warten auf Godot ist der Trübsinn Programm und doch lebt das Stück vom Zeitvertreib, auch wenn die Frage des WANN? zur inneren Eskalation führt. Absurd, so absurd, dass "Ratten zu töten, nichts anderes bedeutet, als sie vor dem Tod zu bewahren." Beckett schrieb sein Stücke 1953 bis 1957, in dem Jahr 57, als Albert Camus mit „Der Fall" den Nobelpreis erhielt. Das Absurde war auf dem Höhepunkt und dieser impliziert immanent das Ende. Aussicht und Aufbruch sind Erinnerungen in Ruinen, wie der Blick aufs Meer im Endspiel zeigt, der Leuchtturm ist nicht mehr, so wie es keine Seefahrer mehr gibt, die als Symbol des feurigen maritimen Aufbruchs vor 500 Jahren galten. Das Ende ist ein letztes Spiel, in dem die Protagonisten als wartende Selbstvollender aufzutreten scheinen, um dahin zurück zu kehren, woher sie gekommen waren. „Denn das Leblose war früher als das Lebende." (S. Freud, Jenseits des Lustprinzips). Vita finalis, so auch pure Einfaltslosigkeit beim Warten auf Godot, der trotz der zwei Akte nicht kommt und letzten Endes im Überschwang des Beckettschen Doppelkonjunktives (Ich hoffte, wenn es Hoffnung gäbe.) die Protagonisten im Aufbruch per Regieanweisung zum Stillstand verdonnert und immer wieder Glückliche Tage in den Bereich der absurden Utopie verlagert sind.

Beckett ist ein Muss für Literaturliebhaber, ein Meilenstein der Literaturgeschichte, gerade nun zu seinem 100sten.
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Format:Taschenbuch|Von Amazon bestätigter Kauf
Sehr gut zu lesende Theaterstücke, die einmal mehr zeigen, dass Samuel Beckett zu den größten Stückeschreibern/Schriftstellern gehört. Obgleich es nicht immer ein Hinweis auf die Klasse des Preisträgers ist, so gehört Beckett zu den absolut würdigen Literaturnobelpreisträgern.
Sein Stil, die Verdichtung auf das Wesentliche, ist bereits in diesen Werken zu beobachten. Auch wenn ich nicht die Tatsache ignorieren will, dass Becketts Art zu schreiben/inszenieren, nicht jedermanns Sache ist, war er doch einer der prägenden Künstler seiner Zeit, der auch heute noch, 14 Jahre nach seinem Tod, aktuell ist. Ein Zeichen seiner Klasse.
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