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Warte, bis es dunkel ist. Eine Liebeserklärung ans Kino.
 
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Warte, bis es dunkel ist. Eine Liebeserklärung ans Kino. [Taschenbuch]

Michael Althen
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 256 Seiten
  • Verlag: Karl Blessing Verlag (19. September 2002)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3896671944
  • ISBN-13: 978-3896671943
  • Größe und/oder Gewicht: 22,3 x 14,7 x 2,9 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 249.386 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Michael Althen
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

„Das Kino ist keine Wunschmaschine, sondern vor allem eine Folterbank. So lange man jung ist, lässt es uns von all jenen Wünschen träumen, die wir uns erfüllen können, wenn wir erst mal alt genug sind. Kaum ist man erwachsen, schürt es die Sehnsucht nach einer Jugend, die wir so leider nie erlebt haben. Im Kino ist man entweder zu alt oder zu jung, zu reich oder zu arm – oder zu deutsch, um etwa amerikanisch zu sein oder französisch.“ So schreibt der Autor, ein begeisterter Kinobesucher seit seiner frühesten Jugend, über den verwirrenden Einfluss des Films auf unser Leben.
Was stellen wir eigentlich mit all den Geschichten an, denen wir im Laufe des Lebens im Kino begegnen – und vor allem: Was stellen sie mit uns an? Wie intensiv schaut man sich Filme an, um dort praktische Anleitungen zu finden, wie man sich zu kleiden und zu frisieren hat, wie man sich bewegen soll. Immer gab es Augenblicke, die dem identifikationssüchtigen Zuschauer zeigten, dass er so sein wollte wie die da oben: dieselben Cowboystiefel wie Clint Eastwood, dieselbe Lederjacke wie Tom Cruise, dasselbe Auto wie James Bond, zumindest aber den Wodka Martini, geschüttelt, nicht gerührt. In Filmen haben wir die Frauen geliebt, denen wir nie begegnet sind, haben Drogen genommen, mit denen wir in Wirklichkeit nie in Berührung gekommen sind. Wir haben das Kino für unser Leben gehalten und aus dem Alltag einen Film gemacht. Der Autor zeigt, wie wunderbar das immer und immer wieder geschieht.


Über den Autor

Michael Althen, 1962 in München geboren, lange Jahre Filmkritiker der „Süddeutschen Zeitung“, dann Redakteur bei der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“. Bücher über Dean Martin, Robert Mitchum und Rock Hudson. Sein Filmessay „Das Kino bittet zu Tisch“ wurde mit einem Grimme-Preis ausgezeichnet. Ebenso seine erste Zusammenarbeit mit Dominik Graf: „Das Wispern im Berg der Dinge“. Gemeinsam drehten die beiden „München – Geheimnisse einer Stadt“, der für den Deutschen Fernsehpreis nominiert war. 2002 erschien bei Blessing "Warte, bis es dunkel wird - Eine Liebeserklärung ans Kino". 2008 feierte auf der Berlinale seine Dokumentation "Auge und Auge - Eine deutsche Filmgeschichte" Premiere. Michael Althen starb am 12. Mai 2011 in Berlin.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Peter-Thilo Hasler HALL OF FAME REZENSENT
Format:Taschenbuch
Es fing ganz unmerklich an. Aber auf einmal schlug man beim Lesen der Süddeutschen zuerst das Feuilleton auf, um dort süchtig nach den aktuellen Filmrezensionen zu suchen. Eine neue Generation von Kritikern war da beschäftigt, Kritiker, denen man heute vermutlich - wie so vielen anderen - ein "Die wilden" voranstellen würde. Sie beschränkten sich nicht länger darauf, lapidar die Handlung nachzuerzählen, sondern pickten sich eine einzelne Szene, ein einzelnes Bild heraus, das dann mit eigenen Erinnerungen umrankt wurde. Die Kritik bildet dann so etwas wie einen Resonanzboden des Kinos. Der bemerkenswerteste aus dieser Runde war Michael Althen. Althen sagt, man muss einen Film ansehen wie man ein Gedicht liest. In einer Welt, in der nur noch Fakten, Fakten, Fakten eine Rolle spielen, geht es Althen um das Erkennen der inneren Zusammenhänge, um das Verknüpfen mit eigenen Erinnerungen. Und so ist Althen immer Privatdetektiv und Gerichtsmediziner zugleich, detektivisch setzt er die Geschichten zu einem Ganzen zusammen und wie ein Pathologe nimmt er sie anschließend wieder auseinander. Müßig zu erwähnen, dass er das Kino für das bessere Leben hält, dass er nach "Die Unbestechlichen" Journalist und nach "Top Gun" Kampfpilot werden wollte und er nur deshalb den Beruf des Filmkritikers wählte, um leichter an schöne Frauen heranzukommen. Es kam wie es kommen musste, während eines Treffens mit Jaqueline Bisset, dem Traum seiner schlaflosen Nächte, übersteht er nur hyperventilierend und am Rande der Ohnmacht, an Schlaf war danach erst recht nicht mehr zu denken.

Lange haben wir von Althen nichts lesen können. Nach einem Film, einer Liebeserklärung an seine Heimatstadt, die, auch wenn er jetzt in Berlin leben mag, immer seine Heimatstadt bleiben wird, hat er nun endlich ein neues Buch veröffentlicht. Nach mehreren Biographien (u.a. über Robert Mitchum) ist dieses Buch nicht nur eine Liebeserklärung an das Kino, sondern auch eine Rückschau auf sein Leben. Der zeitliche Bogen reicht zurück bis ins Jahr 1962, einem Boomjahr für Lichtspielhäuser, und so nimmt Althen dieses Jahr als Ausgangspunkt, um daran akribisch das Münchener Kinosterben zu dokumentieren (und dabei glatt das Maxhof-Kino zu übersehen, das Kino meiner Jugend!). Und so führt Althen den Leser wieder zurück in seine Kindheit, in eine Welt ohne Bankautomaten und ohne Handys, in eine Zeit, in der Telefone noch Wählscheiben besaßen, und da die meisten Filme aus Hollywood stammten, wird auch die Jugend in den Erinnerungen der heute Erwachsenen amerikanisch verklärt und das Kino wird vollends zum Paralleluniversum. Schön, wenn nur das Leben es dem Film gleich tun würde!

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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Ich kann nicht für mich in Anspruch nehmen, Kino und Film so zu lieben, wie es Michael Althen tut. Nach dem Lesen dieses Buches denkt man, das es kaum jemanden geben dürfte, der ihm diesbezüglich das Wasser reichen kann. Aber auch ich bin ein süchtiger nach jenen Momenten, wie sie der Autor so überaus eloquent und unterhaltsam beschreibt, und der Klappentext erweckte in mir den Eindruck, hier auf die Gedanken eines Verwandten im Geiste zu treffen und beeinflusste mich, das Buch zu kaufen. Ging ich als Jugendlicher noch ein bis zweimal pro Woche ins Kino, schaffe ich heute nur noch alle ein bis zwei Monate. Das Kino hat sich verändert, die Filme, die Technik und natürlich auch alles andere. Die Welt hat sich weitergedreht. In einem Kapitel belegt der Autor dies mit einem Blick auf die Münchener Kinos von 1962. Nicht ein einziges der knapp 50 Lichtspielhäuser hat es in die heutige Zeit der Multiplexe und 3D Kinos geschafft.
Umso wertvoller das Buch, dem es gelingt den erlebten Gefühle an den ehemaligen Orten der Verheißung ein Denkmal zu setzen. Michael Althen geht dabei weder chronologisch noch bewertend vor. Zwar wird schnell klar, dass dem französischem Kino sein Herz gehört, aber egal ob er über die ersten Erfahrungen mit dem Fernsehen, Videos und DVD, die Poesie des Fleisches, James Ellroy oder die traurigen Mädchen in Hollywood schreibt, schafft er es den Leser in seine Welt mitzunehmen. Das ist immer unterhaltsam, sehr oft witzig und manchmal gerade zu brillant formuliert. In einer Lobeshymne über Michelle Pfeifer in die Mafioso-Braut schreibt er: Ein Film, in dem man schließlich rücklings über das Geländer der eigenen Zurückhaltungen kippt und sinnlos lächelnd aus dem Kino tappt. Ein toller Satz wie ich finde und ganz sicher nicht der einzige in diesem Buch. Ich habe viele Filme die Michael Althen beschreibt gesehen und kann die Empfindungen die er beschreibt teilen, aber noch mehr macht dieses Buch Lust darauf, jene Filme für sich zu entdecken, die man noch nicht kennt und die hier so faszinierend geschildert werden. Da Filme und Leben Althens eng miteinander verflochten sind, enthalten die Geschichten zum Teil auch autobiographische Komponenten.
Und warum auch nicht, der Mann hat schließlich vieles interessantes und unterhaltsames zu erzählen
Warte bis es dunkel ist schafft es oft, die Magie zu vermitteln, die das Kino für mich immer noch aus macht. Wer das Kino und Filme mag, wird auch dieses Buch mögen. Mir hat es so gut gefallen, das ich es irgendwann sicher noch mal aus dem Regal nehmen werde, um mich wieder auf die Suche nach weiteren Sätzen der Michelle Pfeiffer Kategorie zu begeben.
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Michael Althen schreibt seine "Liebeserklärung ans Kino", greift mit diesem Buch tief in die Schatzkiste der Erinnerungen an ein Leben als Filmliebhaber und/oder Filmfanatiker.
Was dabei herauskommt, ist für den Filmfreund wunderschön zu lesen, Geschichten und Gedanken aus fast 40 Jahren eines Lebens.
Dabei vermeidet er dröge Autobiographisches, sondern führt persönliche Erinnerungen nur als Ausgangspunkt oder Indiz für eine Betrachtung über das jeweilige Element des Medium Films und seines Betrachters.
Natürlich ist dieser Schmöker damit keine Bibel, aber er führt damit eindrucksvoll vor, wie wunderbar das Medium seine Fans verzaubern kann und bringt den Leser selbst auf Gedanken über Geschichten, Filmmusik, Kinokultur, Ängste, Schwärmereien etc.
Dabei greift der Leser unvermittelt in seine eigene Vergangenheit und vergleicht seine persönlichen Erfahrungen damit und findet sich bestätigt. Oder es eröffnet sich eine mögliche neue Sichtweise auf die Dinge, denn Kino wird allzuoft als rein konsumierbares Medium zur puren Unterhaltung (und dem anschließenden Vergessen) angesehen. Für Althen ist das Kino noch ein Ort zum Träumen, auch wenn die vielverehrte Nouvelle Vague des französischen Films von den jüngeren Lesern wohl kaum nachvollzogen werden kann.
Bisweilen hebt er inhaltlich und stilistisch etwas ab, wenn etwa der auf übergeordneten Ebenen sehende Filmkritiker durchbricht, aber seine kurz gefaßten Kapitel lassen sich wunderbar häppchenweise genießen. Insgesamt eine schöne Lektüre für einen Sommernachmittag, bei dem man nach jedem Kapitel mal wieder "Weißt du noch...?" sagen kann, um dann spontan die Kinoanzeigen durchzublättern.
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