Auf einer Baustelle in einem Neubaugebiet in Bramford wird die Leiche eines Mannes ausgegraben. Niemand weiß, wer er ist, und die Bewohner der umliegenden Gehöfte sind Alan gegenüber ungewöhnlich schweigsam. Gut, dass Meredith, die das Haus von Alans Schwester während deren Urlaub hütet, gerade zur Stelle ist.
Vorweg gesagt: Wenn es heißt, bei der Renovierung eines Hauses habe die "Hitze" eine Menge Geld verschlungen, kann man getrost über die Qualität der Übersetzung spekulieren ohne das Original gelesen zu haben, zumal auch Satzbau und Grammatik zu wünschen übrig lassen.
Die Krimihandlung ist einfach gestrickt ohne Nebenhandlungen oder Verwicklungen. Ein Mord, dem ein zweiter folgt, Zeugen, die mauern, und eine Handvoll mögliche Täter. Keine großen Überraschungen, keine unerwarteten Wendungen, keine Entwicklung bei den Figuren. Was auch für das Protagonistenpaar gilt. Die Autorin hält einen merkwürdigen Status quo zwischen Alan und Meredith am Köcheln. Natürlich ist eine halbgare Beziehung zum Auffüllen weiterer Bücher wesentlich ergiebiger als eine Liebe, die happy endet. Doch prickelnder dürfte es schon sein. Der Gipfel der Erotik ist Alans keusches Küsschen auf Merediths Lippen (immerhin!), für das er sich auch noch entschuldigt.
Das beste, was man über dieses Buch sagen kann: Es ist recht nett (für einen Kriminalroman ein zweifelhaftes Kompliment). Herzrasen und Blutdruckerhöhung drohen nicht, auch nicht bei der obligatorischen Meredith-in-Gefahr-Passage.
Übrigens: Es ist nicht, wie im Klappentext angegeben und oben kopiert, Meredith, die den Toten entdeckt. Sie taucht sogar erst einige Tage später am Ort des Geschehens auf. Klappentextschreiber sollten eigentlich das Buch, das sie zusammenfassen, gelesen haben. Oder habe ich hier überzogene Forderungen?