Die Menschheit befindet sich in einem aussichtslosen Krieg, den diese nicht wollten. Dr. Sweetscent ist der Leibarzt des irdischen Diktators und kommt in Kontakt mit einer Droge die Zeitreisen, beziehungsweise die Reise in Parallelwelten erlaubt.
Dies ist der Ausgangspunkt für einen typischen Philip K. Dick Roman, die Suche nach Wahrheit und Realität in einem chaotischen, undurchschaubarem Universum. Die Handlung ist komplex angelegt und für manche Leser eventuell etwas verwirrend, aber es macht Freude die labyrinthhafte Geschichte zu lesen. Wie immer bei Dick sind die Charaktere, hier vor allem Eric Sweetcent, sehr gut geschildert und machen die Lektüre so reizvoll. Lebendige Menschen, zerrissen und widersprüchlich, prägen auch diesen Roman. Keine perfekten Helden, sondern gewöhnliche Menschen, in denen man sich selbst wieder erkennen kann. Und der Schluss ist von einer Menschlichkeit geprägt, die trotz des stellenweise depremierenden und traurigen Romaninhalts, Hoffnung verbreitet. Warte auf das letzte Jahr ist vielleicht nicht der beste und interessanteste Roman von Philip K. Dick, aber von allen seinen Romanen ist er für mich persönlich der schönste und befriedigenste. Unbedingt lesen.