... so hätte es lauten sollen und zwar für diesen besonderen Film, wenn auch nur für Nick Nolte, nominiert für die Beste männliche Nebenrolle. Zurecht, wie ich finde...
Die Story ist bekannt, wurde auch schon erzählt; zudem gibt es unzählige Boxer-, Karate-, Mui Tai- Filme und Dramen die solche Geschichten erzählen. Und jetzt kommt eben dieser eine, als Hintergrund die UFC- Thematik... Aber was macht diesen Film nun so besonders?
Warrior ist kraftvoll, er ist packend und mit seinen 140 Minuten nie langweilig. Er nimmt sich Zeit für seine Figuren, baut die Charaktere langsam auf und lässt uns mitleiden mit ihnen. Schnell war auch für mich ein Sympathieträger gefunden, der Lehrer und ich hatte starke Probleme die Figur des Tom Hardy zu mögen.
Die Vaterfigur, die Einbeziehung von Rückblenden, das langsame Tempo der ersten Filmstunde und eben das Erkunden der Figurenbeziehungen zueinandern verlangten mir viel Aufmerksamkeit, ohne zu langweilen.
Was dann in der 2. Filmhälfe gezeigt und abgefeuert wird, ist schier unglaublich. Das Tempo des Films verändert sich, die Musik wird emotinaler, treibender; und dann diese eine Szene, im Casino [Spoiler]: Nick Nolte fleht und bettelt um die Zuneigung seines einen Sohnes (durch Tom Hardy verkörpert). Was dann geschieht ist ein wirklich wahres Trauerspiel, indem Nolte seine ganze schauspielerische Lestung zeigt und es einem wirklich die Tränen in die Augen treibt und auch mir getrieben hat. Das zentrale Thema "Vergebung" ist in dieser Szene unglaublich stark und präsent. Und es ist vor allem eins: Ehrlich & Glaubhaft.
Kein "Million Dollar Baby", kein "The Fighter" oder "The Wrestler" haben mir so ein filmisches und tiefes Erlebnis beschert wie "Warrior"... Etwas nachdenklicheres, bewegenderes und unterhaltsameres habe ich in den letzten Jahren lange nicht mehr gesehen. Leider bekommen solche Filme nie die Aufmerksamkeit wie ein xter Teil eines "Transformers" Filmes, aber das ist auch irgendwie gut so. Denn wenn man bei solchen Filmen wie Warrior noch mitfiebern kann, mitleiden kann und nicht im Kino einschläft wie bei manch anderen Popcornkino- Perversionen, dann beweist man Geschmack und zeigt, dass das wirklich große Kino nicht tot ist.
"Warrior" & auch "Drive" haben mir gezeigt, dass es wieder aufwärts geht mit dem guten Kino, mit echten Geschichten, mit Leidenschaft, mit Schauspiel oberhalb des Intimbereiches und den Brüsten, nämlich dem Spiel von Mimik und Gestik, dann freu ich mich der Dinge die da kommen.
Von mir gibts klare 5 Sterne, für ein Meisterwerk, ein kraftvoller Ausnahmefilm, ein ehrliches Stück Kino.