Aus der Amazon.de-Redaktion
Einer der Gründe ist Buffetts einfache Kaufen-und-Halten-Strategie. Er investierte in große Firmen, die, gemessen an ihrem Potential, unterbewertet waren. In Von bleibendem Wert bietet der Autor Andrew Kilpatrick einen übersichtlichen Band über die Geschichte Buffetts, der den Leser von Warrens bescheidenen Anfängen aus Omaha, Nebraska, zu den immer höheren Investitionen in Amerikas bekanntesten Unternehmen in den 90ern führt. Obwohl Von bleibendem Wert Buffett nicht ganz so in den Vordergrund rückt wie Roger Lowenstein seinen Liebling in The Making of an American Capitalist, ist dieses Buch doch wesentlich verständlicher. Ein Großteil des Buches beschreibt jede Investition, die Buffett im Laufe seiner Karriere getätigt hat; jedes Unternehmen wird hierbei getrennt in einem Kapitel beschrieben.
Kapitel 34, "Buffett Writes Some Coke Puts", bietet ein detailliertes Beispiel. In den fünf Paragraphen des Kapitels analysiert der Autor Buffetts Entscheidung, seine Coca-Cola-Aktien nach dem berüchtigten 2. April 1993, der besser als "Marlboro-Freitag" bekannt ist, mit Verkaufsoptionen zu versehen. Philip Morris' Entscheidung, die Preise für Zigaretten zu senken, um verlorene Marktanteile wiederzugewinnen, machten die Aktien fast aller Unternehmen, die abgepackte Markenware verkaufen, kaputt. Zu einer Zeit, als die Aktien von Unternehmen wie dem Gattungshersteller von Cola, Cott Corp., Höhenflüge machten, implizierte dieses Zeichen von Philip Morris, daß es eine Verschiebung der Konsumentenpräferenzen von Markenprodukten zu Gattungsprodukten geben könnte. Buffetts Reaktion war sehr direkt. So schreibt Kilpatrick: "Trotz seiner generellen Abneigung gegenüber Optionen im Jahr 1993, schrieb er eine am-Geld-Verkaufsoption über $1,50 pro Aktie aus, um drei Millionen Coca-Cola-Aktien zu kaufen. Das heißt, Buffett verkaufte anderen Investoren das Recht, ihm Coca-Cola-Aktien zu $35 zu verkaufen, als die Aktien höher gehandelt wurden, d.h. er war bereit, mehr Aktien zu kaufen, wenn sie so weit fallen würden. Man kann wohl darüber diskutieren, ob dieser Schritt Buffetts Charakter entspricht oder nicht, die direkte Analyse dieses Details jedoch sowie tausend anderer interessanter Details, die der Autor aus den Jahresberichten von Berkshire Hathaway und verschiedenen Gesprächsrunden zusammengetragen hat, garantieren auf jeden Fall einen Lesegenuß. Dieses Buch ist ein Muß für jeden Buffett-Fan. --Randy Befumo