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Warren Buffett - Das Leben ist wie ein Schneeball
 
 
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Warren Buffett - Das Leben ist wie ein Schneeball [Taschenbuch]

Alice Schroeder
4.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (27 Kundenrezensionen)
Originalausgabe: EUR 34,90
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 1184 Seiten
  • Verlag: FinanzBuch Verlag (16. August 2010)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3898796027
  • ISBN-13: 978-3898796026
  • Größe und/oder Gewicht: 21,8 x 14 x 4,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (27 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 13.902 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Warren Buffett! Ein Name, der in der Finanzwelt auf dem gesamten Erdball seit Jahrzehnten Staunen, Achtung, Verwunderung, Neid, Ungläubigkeit und bewunderndes Kopfschütteln hervorruft. Hinter diesem Namen steht ein US-amerikanischer Selfmademan und Multimilliardär wie er im Buche steht! Ein Mann, der mit den Reichen und Mächtigen der Welt verkehrt und dessen mehrdimensionaler Charakter nun in einer detailreichen Biographie ausgeleuchtet wird durchgreifende Veränderungen. Immer neue staatliche Maßnahmen trachten danach, den privaten Reichtum in einem Ausmaß abzuschöpfen, das den langfristigen Vermögenserhalt erheblich erschwert.

Über den Autor

Alice Schroeder ist eine viel beachtete Analystin in der Versicherungsindustrie und Geschäftsführerin bei Morgan Stanley. Das erste Mal traf sie Warren Buffett, als sie eine Recherche über Berkshire Hathaway veröffentlichte. Ihr Gespür für das Wesentliche faszinierte Buffett so sehr, dass er ihr bereitwillig Zugang zu seinen Unterlagen und in seine Gedankenwelt gewährte. Ihre Freundschaft und ihr gegenseitiger Respekt waren die ideale Basis, um dieses Buch zu schreiben. Heute lebt Alice Schroeder mit ihrem Mann in Connecticut.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
63 von 68 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Dr. R. Manthey #1 HALL OF FAME REZENSENT TOP 10 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Wenn man den Medien glaubt, dann ist Warren Buffett ein etwas schrulliger, aber immer freundlicher alter Herr, der Anzüge trägt, denen man ansieht, dass sie nicht für ihn gemacht sind und der sich eigentlich nur von Hamburgern und Cola ernährt. Doch hinter dieser von den Medien aufgebauten Fassade steckt ein ungewöhnlicher Mensch, der völlig abseits von allem liegt, was der gewöhnliche Mitbürger als normal empfinden würde. Buffett ist nicht nur der reichste Mann der Welt, er hat sich diesen Reichtum auch tatsächlich völlig allein erschaffen.

Es ist jedoch nicht sein unvorstellbarer Reichtum, dem man Bewunderung zollen sollte, sondern es sind vielmehr seine Methode und vor allem seine geradlinige und geniale Art ihrer Umsetzung. Buffetts Methodik ist kein Geheimnis. Sie kann man kopieren, Buffett und seine Ergebnisse aber offenbar nicht.

Warum das so ist, wird einem klar, wenn man seine Geschichte liest. Es sind kleine, aber bedeutende Eigenarten in seiner Persönlichkeit, die in der Summe einen gewaltigen Unterschied zu anderen ausmachen. Fast alle, die mit ihm irgendwann zu tun hatten, erschöpfte er schnell, weil er sich des enormen intellektuellen Abstands zwischen ihnen und sich selbst nie wirklich bewusst war. Dazu ist er immer viel zu fokussiert auf die Dinge, die ihn gerade interessieren.

Bereits der junge Buffett war eine Ausnahmeerscheinung. Mit seinem enormen Geschäftssinn, seiner Hartnäckigkeit, seiner ungewöhnlichen kreativen Energie und einem Verstand, der mit Zahlen hervorragend umgehen konnte, hatte er es bereits mit 15 Jahren völlig alleine zu einem damals beachtlichen Reichtum von mehreren tausend Dollar gebracht.

Immer neue Geschäftsideen ließen sein Vermögen weiter ansteigen. Nachdem man ihn an Harvard University abgelehnt hatte, weil er nicht in das Bild passte, das man dort über zukünftige Manager hatte, bewarb er sich recht unkonventionell an der Columbia University in New York und wurde angenommen. Dort lehrten Graham und Dodd, die jeder an der so genannten Fundamentalanalyse von Unternehmen Interessierte als die Urväter dieser Herangehensweise kennt. Buffett wurde ihr Meisterschüler.

Buffetts Leben bestätigt eine ganz einfache Wahrheit: Je mehr Zeit und Energie ein talentierter Mensch in sein Interessensgebiet steckt, umso erfolgreicher wird er. Buffett ist hier ein extremes Beispiel. Er interessiert sich praktisch für nichts anderes als das Auffinden profitabler Investitionen, ist in ausgeprägter Weise nonkonformistisch, geistig völlig unabhängig und in praktischen Lebensfragen leicht überfordert. Buffett scheut Konflikte. Das ändert sich aber sofort, wenn er merkt, dass man ihn lenken oder gar hintergehen will.

Nachdem er ab 1957 als Vermögensverwalter enorme Erfolge erzielte, wuchs das ihm zur Verfügung gestellte Kapital von anfangs etwas über 100.000 Dollar in Dimensionen, die ihm auch die Beherrschung von Gesellschaften ermöglichte. Auf diese Weise kam er zu Berkshire Hathaway, einer Textilfirma, die er nur deshalb übernahm, weil sich ihr ehemaliger Chef nicht an eine Abmachung mit ihm hielt. Dies war eine seiner seltenen emotionalen Entscheidungen und erwies sich zunächst prompt als Fehler. Nachdem er alle zur Vermögensverwaltung gegründeten Personengesellschaften 1969/70 aufgelöst hatte, diente ihm BH als Mantel für seine weiteren Anlagen.

Buffett diversifizierte wie alle Großen in diesem Geschäft seine Investitionen nie. Wenn er etwas tat, dann war er davon überzeugt. Wahrscheinlich hätten ihm alle kopfschüttelnd davon abgeraten als er anfangs 40% seines Kapitals in nur ein Unternehmen investierte. Doch er behielt dies für sich, und der Erfolg gab ihm Recht. Buffett ließ immer nur Geld in Unternehmen fließen, deren Geschäftsmodell und Marktsituation er vollständig verstand. Dass seine Anlagen heute diversifiziert erscheinen, ist allein eine Konsequenz der Größe seines Vermögens.

In den 1980-er Jahren traten plötzlich hochgepriesene Akademiker (Samuelson, Fama, Jensen, Sharpe) in die Öffentlichkeit und behaupteten, die Finanzmärkte seien effizient. Es sei deshalb unmöglich, einen Index zu schlagen. Buffett war diesen Leuten ein Dorn im Auge, weil er das personifizierte Gegenbeispiel zu diesem akademischen Unsinn darstellte, der merkwürdigerweise bis heute an Universitäten gelehrt wird. Nobelpreisträger Samuelson verstieg sich sogar zu der anmaßenden Behauptung, Buffett hätte genau wie ein Affe, der mit Dartpfeilen auf Aktien-Notierungen im Wall Street Journal warf, nur Glück. Buffett konterte mit der einer Veröffentlichung der über zwanzigjährigen Erfolgsgeschichte vieler anderer Schüler von Graham und Dodd, die die Theorie von den effizienten Finanzmärkten ad absurdum führt. Das dieser Theorie zugrunde liegende Capital Asset Pricing Model hielt er für "Quatsch mit Soße".

Als im selben Jahrzehnt die Schrottanleihen (Junk Bonds) durch Michael Milken hoffähig wurden, blieb Buffett stur und machte die Finanzierung von Übernahmen durch diese gefährlichen Konstruktionen nicht mit. Milken vertrat die Theorie, dass eine Schrottanleihe zwar gefährlich ist, aber viele zusammen nicht, weil sie das Risiko diversifizieren. Dass das Risiko nicht plötzlich verschwindet, wenn man sich den Blick auf die Wirklichkeit mit Schönwetter-Modellen verstellt, sehen wir heute. Diversifikation schmälert das theoretische (!) Risiko nur in normalen Zeiten und führt zu einem trügerischen Gefühl der Sicherheit, das bei den meisten Marktteilnehmern das Risikobewusstsein offenbar erheblich schmälert. Buffett ließ sich vom damaligen allgemeinen Übernahmefieber nicht infizieren. Feindliche Übernahmen lehnte er grundsätzlich ab.

Als Buffett zu Beginn der 1990-er Jahre die US-Bank Salomon Brothers vor dem Ruin retten musste, offenbarte sich seine ganze Charakterstärke. Die Autorin nennt in diesem Zusammenhang "Rechtschaffenheit, den Drang zu Predigen, seine Liebe für klare, einfache Verhaltensregeln" sowie "Offenheit, Integrität und faires Geschäftsgebaren".

Bewundernswert ist Buffetts Fähigkeit, immer rational zu bleiben. Die Autorin meint, dass bei geschäftlichen Dingen Eiswasser in seinen Adern fließt. Er hat es nie eilig und lässt sich nicht hetzen. Buffett ist ein ungewöhnlich intelligenter Mensch, der völlig auf seine Tätigkeit fokussiert ist und wegen seines unbeirrbaren gesunden Menschenverstandes nicht durch modischen Blödsinn aus der Bahn zu werfen ist, weder im Großen, noch im Kleinen.

Hätte man 1957 1000 Dollar bei Buffett angelegt, dann wäre man nach 30 Jahren Multimillionär gewesen. Hätte man das bei einer privaten Rentenversicherung getan, dann bekäme man im besten Fall vielleicht 10.000 Dollar wieder. Bei einer jährlichen Verzinsung von 4% könnte man mit etwas über 3.000 Dollar rechnen.

Fazit.
Man muss der Autorin dankbar sein, dass sie uns den Menschen Warren Buffett und sein Umfeld so nahe gebracht hat wie noch niemals vorher in einem Buch. Das wird auch nicht dadurch abgeschwächt, dass ihr überlanges Werk für meine Begriffe zu viele überflüssige Familiendetails enthält. Ich hätte mir eine deutlichere Schwerpunktsetzung auf Buffetts Methodik und ihre praktische Umsetzung gewünscht. Diese eher milde Kritik ändert aber überhaupt nichts am generellen Eindruck, dass hier ein wirklich bedeutendes und sehr erhellendes Werk über einen genialen Menschen geschaffen wurde.

Für Interessierte überaus empfehlenswert.
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18 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Toby
Format:Gebundene Ausgabe
Das ist wohl die richtige Bewertung dieses Buches. Frau Schroeder gibt einen (teilweise zu detaillierten) Einblick in das Leben des erfolgreichsten Investors aller Zeiten, spart auch unangenehme Episoden des Orakels von Omaha nicht aus und beschreibt den wachsenden Erfolg Buffetts mit der Metapher eines Schneballs, der durch ständiges Rollen im Schnee immer größer wird.

Doch sollte gewarnt werden, dass in diesem Buch keinerlei Einblick in die genaue Arbeitsweise Buffetts gegeben wird, ja sogar nur sehr oberflächlich auf seine Investments eingeganen wird. So werden bahnbrechende Beteiligungen Buffetts wie Nebensächlichkeiten erwähnt, um dann wieder seitenweise zu beschreiben, wie Buffetts Frau Susie Spendengalas oganisiert und ihre sechshundertsiebenundachtzig Freunde bemuttert.
Die nervige Detailverliebtheit der Autorin kommt schon im ersten Kapitel zum Vorschein, in dem sie über knapp zwanzig Seiten beschreibt wie toll und großartig die Freizeitaktivitäten auf einem Treffen für die wirtschaftliche Elite der USA doch sind, um dann den wirklich wichtigen Diskussionstehmen auf diesem Treffen nur wenig Beachtung zu schenken.

Ebenfalls nervtötend sind die Rechtschreibschwäche und die offensichtliche Ignoranz zu Wirtschaftsfragen der Übersetzer. Wann man "Sie" groß oder klein schreibt, sollte einem Grundschulkind bewusst sein, die Übersetzer wissen es offenbar nicht.
Und aus einem Fundamentalinvestor einen "fundamentalistischen Investor" zu machen, entbehrt nicht einer gewissen Komik.

Fazit: Durch die mehr als 1 100 Seiten quälen sich wohl nur echte Buffett-Fans. Für alle anderen: Finger weg!
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14 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Ein gutes Buch. ABER: Fast alles, was in diesem Buch geschrieben ist, wurde besser schon von Lowenstein in "Buffett - Die Geschichte eines amerikanischen Kapitalisten" gesagt, von der Beschreibung und Analyse von Buffetts Persönlichkeit bis hin zur Analyse seiner großen Deals. Zwar ist das Lowenstein-Buch mittlerweile über 10 Jahre alt, aber es bleibt in Summe das bessere Werk. Zudem gibt es ein aktuelles Nachwort, in dem die Entwicklung der letzten Jahre kurz reflektiert wird.

Alice Schroder ist eine kluge Frau und sie hat Zugang zu Buffett. Aber sie ist eine Finanzanalystin und keine professionelle Sachbuchautorin. Das Buch ertrinkt oft im Detail. Lowenstein versteht die Psyche und die Deals von Buffett genauso gut, aber er bringt es besser auf den Punkt.
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