Lisa Randall hat ein durchaus interessantes Buch ueber zusaetzliche Dimensionen und ihre Rolle in aktuellen Theorien der Partikelphysik geschrieben.
Das Buch ist gut durchstrukturiert. Jedes Kapitel hat eine kurze Einfuehrung und eine Zusammenfassung, was das schnelle Wiederholen erleichert. Sie faengt notwendigerweise an einigen der Grundbegriffe (starke und schwache Kraft, Relativitaet, usw.) an und arbeitet sich dann langsam in die Tiefe. Sie ist anspruchsvoll und teilweise schwerer zu verstehen als Greene ("Elegantes Universum",...), der uebrigens interessanterweise ihr Klassenkamerad war.
Allerdings kann man an dem Buch auch begreifen, dass es sehr schwierig ist, eine auf fortgeschrittene Mathematik beruehende Theorie ganz ohne sie zu erklaeren. Es heisst, jede mathematische Formel in einem populaerwissenschaftlichen Buch saenke die Auflage. Allerdings hatte ich das Gefuehl, dass das Fehlen von mathematischen Erklaerungen auch das Verstaendnis vermindert. Es ist nicht der Autorin anzulasten, wenn es so an die Grenzen stoesst. Viel von der gegenwaertigen physikalischen Theorie kann und sollte nicht bildhaft verstanden werden, aber ohne die dazugehørige Mathematik kann man es nur so erklaeren. Das hat Lisa Randall redlich versucht.
Eher langweilig sind mehr oder weniger amuesante Geschichten am Anfang jeden Kapitels, die wohl auf das Thema einstimmen kønnen, aber problemlos weggelassen werden kønnten.
Drei Sterne bekommt dieses Buch von mir nicht, weil es voellig schlecht war. Ich habe dieses Buch mit Gewinn gelesen, gerade weil es auch anspruchsvoll war. Aber ich habe inzwischen einige andere Buecher in diesem Gebiet gelesen, was es fuer mich leichter machte. Ich wuerde das Buch zum Beispiel nach der Lektuere von Greenes Buecher empfehlen. Vielleicht aber nicht vorher.