Gotrek und Felix sind nach ihrer strapaziösen Reisen wieder in Altdorf angekommen. Ihre schweren Wunden verheilen nur langsam und so bleibt dem mürrischen Slayer viel Zeit, sich sinnlos zu betrinken und Trübsal zu blasen. Als Felix einige Tage später ein Bote besucht, der ihn auffordert, seinen Vater zu besuchen, ändert sich die Lage dramatisch. Felix' Vater, der im sterben liegt, bittet seinen Sohn, einen Piraten namens Euler in Marienburg aufzusuchen und ein Schriftstück an sich zu bringen, das die Familie Jaegar in den Ruin treiben könnte. In diesem Brief sind alle illegalen Aktivitäten der Jaegars aufgezeichnet.
Felix willigt ein und kann Gotrek nur schwer davon überzeugen, mit ihm zu kommen, da sie die Reise auf einem Schiff bewältigen müssen.
Vor der Abfahrt treffen die Beiden wie durch Zufall auf ihren alten Bekannten Max Schreiber und dessen hübsche Begleiterin Claudia, die das gleiche Reiseziel ansteuern.
In Marienburg angekommen, versucht Felix Kontakt zu Euler aufzunehmen und erhält prompt eine Einladung in dessen Anwesen. Das Treffen verläuft anfangs friedlich, doch als Felix den Halunken bittet, ihm den Brief auszuhändigen, werden er und Gotrek in einen heftigen Kampf verwickelt. Eulers Gehilfen und Leibwächter werden vom Slayer niedergemäht, während sich Euler, der ein ausgezeichneter Fechter ist, dem jungen Jaegar widmet.
Der Kampf ist schon fast gewonnen, doch als die Stadtgarde eintrifft, bleibt den beiden Gefährten nur die Flucht.
Sich einen neuen Plan zurechtlegend, besucht Felix- Gotrek im Schlepptau- eine Gaststätte, in der die Beiden kurz darauf von Unbekannten mit Armbrüsten attackiert werden. Sie nehmen natürlich die Verfolgung auf und verwickeln auch die Stadtgarde in ihr Scharmützel, was diese wiederum nicht lustig finden und den Zwerg samt seines menschlichen Begleiters in Haft nehmen wollen. Gotrek und Felix können der Garde nur knapp entwischen und treffen wiederum auf Max, der sie bittet, ihn zur Nordküste zu begleiten.
Gotrek weigert sich, die Menschen zu begleiten, bis ihm Claudia offenbart, sein Verhängnis in Form von Dunkelelfen und einem Dämon gesehen zu haben.
Die Reise beginnt und hat noch viele Überraschungen für die vier Gefährten bereit...
Der mittlerweile dritte Roman von Nathan Long, der von Gotrek und Felix erzählt, ist auch mit Abstand der beste. Klar, das Blut fließt wie immer literweise und viele Gliedmaßen werden brutal abgetrennt- doch diesmal kommt es fast so weit, dass sich die Beiden Gefährten, die unterschiedlicher nicht sein könnten, trennen. Zuerst zweifelt Felix, ob er dem Zwerg sein restliches Leben opfern soll, danach will Gotrek den Menschen aus seinem Eid entbinden und alleine sein Verhängnis suchen.
Zum Glück bleiben die Beiden aber zusammen und erleben wieder ein Abenteuer, in dem viele neue Gegner auftauchen, aber auch einige Altbekannte.
Ich muss sagen, endlich wieder ein Buch, bei dem die fiesen Skaven zum Zug kommen- allem voran der dunkle Prophet Thanquol, der nicht totzukriegen ist.
Die Geschichte bleibt spannend bis zur letzten Seite- und man glaubt es kaum- Gotrek akzeptiert sogar einen Elfen als Begleiter!
Dies sind viele positive Aspekte des Buches, aber es gibt auch negative: Zum einen wird erwähnt, dass Gotrek und Felix im Vergleich zu ihren Bekannten und Freunden nicht altern- der Grund dafür wird aber nicht genannt. Es wird gemutmaßt, ob es vielleicht von ihren magischen Waffen kommen könnte- der Ansatz verläuft aber im Sand.
Zum anderen die schon fast lächerliche Unbesiegbarkeit des Zwergenslayers, den keine zehn Dunkelelfenkämpfer samt Zauberinnen und dazupassendem Dämonen ernsthafte Verletzungen zufügen oder sogar töten könnten. Doch vielleicht macht gerade dies die Bücher so interessant, da Felix ja eigentlich der Schwachpunkt des Bündnisses ist und auf die ständige Hilfe seines "kleinen" Freundes angewiesen ist.
Ich bin gespannt, wie es weitergeht und empfehle dieses Buch ausnahmslos jedem, der die Vorgeschichte der beiden ungleichen Gefährten ein wenig kennt oder sich in blutige Gefechte begeben will.