Im zweiten Roman aus der Reihe Warhammer 40k geht es vor allem um die Space Marines, die schlagkräftigen Sternenkrieger. Es wird die Ausbildung geschildert. Welche Operationen sie über sich ergehen lasse müssen, wie sie die imperialen Doktrinen in sich aufsaugen, wie sie kämpfen und wie sie leben.
Es wird viel über die Traditionen der Kaisergrenadiere erzählt, wie die Marines aus den Handknochen ihrer gefallenen Kameraden Reliquien durch feine Schnitzereinen herstellen.
Die Regeln, die vermittelt werden sind einfach. Gehorsam, Mut, Ehre, Treue und die Bereitschaft zur Opferung für den Imperator sind die Richtlinien, welche den Rahmen bilden, die für die Marines bindend sind. Bis zu sechzig Jahre Dienstzeit versuchen die Marines zu absolvieren, im stetigem Kampf gegen die Verwerfung des Raumes und das Chaos. Es ist unwahrscheinlich, dass sie ihre Heimat wieder sehen werden.
Dies alles versucht der Roman zu vermitteln und scheitert - leider - kläglich.
Vieles ist sehr kurz abgehandelt, vermittelt keinen Tiefgang. Die Protagonisten entsprechen Stereotypen, die vereint in einer Einheit agieren müssen. Die Geschichte ist nicht spannend, es wird nicht einmal ansatzweise versucht Spannung aufzubauen.
Die Sätze sind stellenweise zusammenhangslos aneinander gereiht, die Sprache wechselt von guten plastischen Beschreibungen für Umgebung und Ausrüstung und vulgärer Ausdrucksweise in der direkten Sprache. Gewürzt wird das noch durch ein Einstreuen von lateinischen Sätzen, die stellenweise auch ins Deutsch übersetzt werden.
Die Übersetzung hakt auch an mehren Stellen, zum Beispiel werden aus den „Imperial Fists“ die Kaisergrenadiere. Die Übersetzung stammt wie die des ersten Romans von Walter Brumm. Das Buch wird nicht mehr verlegt, darum sind gebrauchte Exemplare sehr teuer.
Ein Buch, das sicher nur Fans von Warhammer 40k begeistern könnte. Für Science Fiction-Fans empfehle ich das nicht.