Dan Abnetts "Eisenhorn: Malleus" führt uns wieder in eines der genialsten - und meiner Meinung nach - vielseitigsten Science Fiction Universen die es gibt: Warhammer 40.000. Man muss das Tabletop nicht zwingend kennen um sich mit dem Universum auseinander setzen zu wollen, allein die Literatur die es hierzu gibt ist bereits ausreichend um Lust auf mehr zu machen. "Eisenhorn: Malleus" ist der zweite Band der Eisenhorn Trillogie von Dan Abnett (bereits bekannt durch Werke wie: Titanensturm, die Gaunts Geister Reihe, die Ravenor Trillogie u.v.m.) und dreht sich, wie der Name schon verrät, um den Inquisitor der heiligen Inquisition zu Terra: Gregor Eisenhorn.
Innerhalb dieser Rezension werde ich nicht auf die Geschichte des Buchs an sich eingehen, da ich die Lust am lesen dieses Buches nicht verbauen möchte und die vielen Wendungen ohnehin ein wichtiger Faktor für Spannung sind und nicht ohne weiteres zusammengefasst werden können. Der Klappentext verrät allerdings schon, dass Eisenhorn hier selbst zum Ziel der Inquisition wird. Wie dies geschieht, werde ich hier nicht thematisieren. Die Handlung an sich spielt allerdings etwa 100 Jahre nach "Eisenhorn: Xenos", greift Elemente der Handlung aber wieder auf und führt diese weiter. Wie die übrigen Romane aus Dan Abnetts Feder, strotzt auch "Eisenhorn: Malleus" wieder vor einem schieren Detailreichtum über das zivile Leben innerhalb des Imperiums, die Ekklisiarchie, die Inquisition und andere Behörden oder Einrichtungen des Imperiums. Wer bereits andere Romane des Autoren gelesen hat, etwa die Gaunts Geister Reihe, wird hier definitiv auf eine der bekannteren Warhammer 40.000 Personen aufmerksam und auch in diesem Band kann der geneigte und aufmerksame Leser diverse Verweise auf andere Bücher oder von Dan Abnett etablierte Ereignisse, Personen und Orte erkennen.
Alles in allem ist "Eisenhorn: Malleus" ein hervorragender Roman, der in der deutschen Übersetzung hier und da leider etwas schwach ausfällt (in diesem Fall einfach zum englischen Original greifen). Wer damit allerdings leben kann und bereits den ersten Band der Eisenhorn Trillogie gelesen hat, sollte nicht vor dem zweiten Band in deutscher Sprache zurückgreifen. Wer bisher noch nichts mit Warhammer 40.000 zu tun hatte, sollte zuerst
Warhammer 40,000 - Eisenhorn: Xenos lesen. Ich bin mir sicher, dass die Eisenhorn Trillogie einen hervorragenden Einstieg in das Franchise "Warhammer 40.000" bieten kann. Von mir gibt es für den zweiten, überaus spannenden und durchweg gut geschriebenen Roman eine definitive Kaufempfehlung.