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'Die Quelle der Ewigkeit' erzählt als erster Band einer Trilogie die Geschichte des ersten Eintreffens der Brennenden Legion, die zwar einen Grundstein der (noch jungen) WarCraft Welt bildet, jedoch in den Spielen nie genauer betrachtet wird. Der von den Dragonlance Romanen bekannte Autor schickt dabei seine Helden aus dem ersten WarCraft Buch tausende Jahre in die Vergangenheit, um den aus den Spielen bekannten Charakteren Tyrande Whisperwind, Illidan und Malfurion Stormrage unter die Arme zu greifen. Die bekannten Charaktere sind gut dargestellt, und verhalten sich auch so, wie man es von den Spielen kennt bzw. von ihnen erwartet, die 'frischen' Helden allerdings sind doch recht klischeehaft charakterisiert, was der Stimmung im Buch allerdings nicht im geringsten schadet. Das Buch entpuppt sich nämlich nach dem ersten zwecktragenden Kapitel zu einem richtigen Seitenwechsler. Die bekannte Welt und der dichte Storyverlauf sorgen für eine Spannung, die zwar vorhersehbar endet, dennoch gut unterhält. Besonders gut gelungen ist dabei die Gestaltung der Nachtelfenkultur, die ein ziemlicher Gegensatz zu der ist, die Spieler der Serie kennen. Sehr interessant werden dabei die Ansätze des Wandel zur naturverbundenden Gesellschaft geschildert, die noch in den Anfängen stecken.
Wirklich überraschende Wendungen gibt es im Buch allerdings nicht -- das ganze ist einfach gutes Entertainment, auch wenn man es in dieser Form vielleicht schon einmal gesehen haben könnte.
Warum der Roman trotz der Lobhudelei 'nur' 3 von 5 Sternen verdient (was immer noch als _gutes_ Buch gilt), liegt vor allem an zwei Dingen: Richard Knaaks Drachenfable, der in jeder Seite im Buch zu spüren ist. Während einige Konversationen der Drachen zwar gut gelungen sind, nerven andere Passagen doch ziemlich, da sie einfach nicht ins Universum passen.
Ein weiterer, viel größerer Kritikpunkt allerdings ist die absolut grottenschlechte Übersetzung. Zahlreiche Grammatik-, Rechtschreib-, und Tippfehler zieren das Buch -- einfach erstaunlich, in wie vielen Arten man 'Mannoroth' schreiben kann.
Wer allerdings darüber hinwegsehen kann, und entweder als literaturvernarrter WarCraft Fan oder als lesestoffarmer Fantasyfreund gilt, kann getrost zugreifen und eine gute Geschichte in einem Fantasyuniversum lesen, dass endlich an Form und Eigenständigkeit gewinnt.
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