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Produktinformation
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Aus dem Genre der Fantasy-Literatur gehören die Warcraft-Romane normalerweise zum gehobeneren Standard. Die in sich abgeschlossenen Abenteuer der verschiedensten Protagonisten sind meist gut durchdacht, weisen stets einen klaren und leicht nachvollziehbaren roten Faden auf und werden doch vom jeweiligen Autor meist so geschickt formuliert, dass beim Lesen nie Langeweile aufkommt. All das trifft auch auf den vorliegenden Roman von Jeff Grubb zu. Der Genre-Veteran, der es dank seiner Rollenspiel-Romane gewohnt ist, klare Linien gekonnt zu verklausulieren und so interessanter zu machen, hat mit
Es gibt kaum einen Roman aus der Warcraft-Reihe, der sich nicht für einen Einstieg eignen würde. Der letzte Wächter ist dafür ebenso gut, wenn nicht gar besser als seine Vorgänger geeignet. Jeff Grubb hat hier einen hervorragenden Fantasy-Roman abgeliefert, an dem Freunde des Genres sehr viel Freude haben werden.
Die Wächter von Tirisfal eine legendäre Bruderschaft von mächtigen Kriegern mit gottgleichen Kräften führen schon seit jeher einen einsamen Kampf im Verborgenen gegen die Brennende Legion. Medivh war von Geburt an zum Größten und Mächtigsten dieses edlen Ordens auserwählt. Doch von Anfang an lag ein dunkler Schatten auf seiner Seele, der ihn dazu verführte, seine Kräfte in den Dienst des Bösen zu stellen. Medivhs Kampf gegen sein dunkles Selbst sollte das Schicksal von ganz Azeroth bestimmen und es für immer verändern.
DER LETZTE WÄCHTER
Ein fesselnder Roman um Magie, Krieg und Heldentum basierend auf dem preisgekrönten Videogame-Bestseller von Blizzard Entertainment. -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.
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Khadgar, ein Akolyth aus der Magierstadt Kirin Tor soll bei dem bekanntesten Zauberer der Welt als Lehrling anfangen: Medivh. Dieser etwas launische und aufbrausende Magier nimmt Khadgar dann auch als Schüler auf, nachdem dieser sich nach einigen Prüfungen beweisen konnte. Doch mit der Zeit kommen Khadgar Zweifel an der Loyalität seines Meisters der Allianz der Menschen gegenüber und mit jedem Stück das Khadgar aus der Vergangenheit erfährt, kommen ihm mehr Zweifel an der edlen Gesinnung seines Meisters. Inwieweit passen die Morde an Magiern in ganz Azeroth ins Bild, wieso tauchen immer mehr Dämonen auf, warum beginnen die Orks wieder mit Angriffen gegen die Städte der Menschen? Als dann eine Gesandte der Orks im Turm Medivhs ankommt, scheint Khadgars Vermutung aufzugehen: sein Meister arbeitet mit den Orks zusammen. Aber die Wahrheit ist noch weitreichender als es sich Khadgar jemals vorgestellt hat...
Leider sind die Romane nicht in chronologischer Reihenfolge und so erzählt der Roman eine Zeit zwischen dem ersten und zweiten Teil der PC-Spiel-Reihe. Das tut der Spannung aber keinen Abbruch. Jeff Grubb (der auch den ersten Starcraft Roman geschrieben hat) schafft es, Khadgar auf eine interessante Suche nach Bruchstücken der Wahrheit zu schicken. Das Ende und die Auflösung sind zwar wiederum für die Fans der PC-Spiele nicht überraschend gelöst, jeder andere sollte aber dadurch entsprechend angesprochen werden. Leider leistet sich Grubb einen ganz dicken Logikschnitzer mit der orkischen Gesandten. Garona Halforcen (wiedereinmal sind alle Eigennamen im Original geblieben) ist, wie der Name schon sagt, eine Halborkin oder eine Halbork wie es das Buch durchgängig schreibt. Sie erzählt selber wie sie von der Heimatwelt der Orks auf die Welt der Menschen kam und wie verwirrend und anders dort alles sei. Nun, wenn sie schon geboren war als die Orks zum ersten Mal auf Menschen stießen, wie kommt es dann, das sie halb Ork und halb Mensch ist? Dicker Schnitzer.
Ansonsten bleibt wieder das übliche an Kritik an den Spieleromen von Dino. Viel zu teuer und verschwenderisches Layout. Der Roman wurde wie die anderen Warcraft-Romane auch, von Claudia Kern übersetzt. Auch gut, wie ich meine, aber für den „Twisted Nether"
hätte man sich doch vielleicht eine deutsche Übersetzung einfallen lassen sollen.
Was man unter dem Strich hat, ist ein guter Fantsyroman und -Krimi in einer sehr schönen Welt. Wäre der Roman billiger, gäbe es eine höhere Wertung, so muss man aber wieder Abzüge in der B-Note hinnehmen. Wer die Ausgabe nicht scheut, wird aber sicher gut unterhalten werden.
Die Story ist mal wieder richtig was für Fantasy-Freunde, die Orks, Trolle, Greifen und reichlich Magie zu schätzen wissen. Der Autor Jeff Grubb hat die Story schön fließend und leicht nachvollziehbar geschrieben. Khadgar, der Held und Hauptfigur dieser Geschichte, wächst einem schnell ans Herz und man fiebert jeder seiner Abenteuer mit. Der Autor verzichtet dabei gänzlich auf personenbezogene Sprünge. Der Zauberer Khadgar ist der Mittelpunkt der Story, was das Lesen wiederrum um einiges vereinfacht. Trotzdem kommt hier absolut keine Langeweile auf, denn unser Held ist immer in Action und immer auf der Suche nach der Wahrheit, die sich wie ein gewaltiges Puzzle vor ihm ausbreitet und Stück für Stück zusammengesetzt wird, bis es zum großen Showdown kommt.
So, das ist alles wirklich gut gelungen. Es gibt aber auch Sachen anzumerken, die ich nicht so positiv fand. Zum einen ist das Ende des Buches sehr zügig über einen hereingebrochen. Das hätte man noch ohne Probleme ein wenig ausweiten können, ohne damit der Spannung einen Abbruch zu tun. Zum anderen gefällt mir an der deutschen Übersetzung nicht, das einige Wörter im englischen einfach übernommen wurden. Da hätten wir z.B. alle Namen der Ork-Clans wie "Twilight's Hammer" oder "Bleeding Hollow", sowie den Orten "Hellfire-Insel" oder "Redridge Berge". Die deutschen Namen zu verwenden, hätte mir persönlich besser gefallen. >Alles in allem aber ein sehr gelungenes Fantasy-Werk, das man nur weiterempfehlen kann.
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