Die Storys
Jede der drei Geschichten ist für sich genommen spannend und gut geschrieben. Die erste Geschichte, "Der Tag des Drachen" beginnt allerdings mit politischen Schilderungen, für die man sich Vorbildung oder zumindest eine Karte und ein Personenregister wünscht. Damit verliert das Gesamtwerk "für Einsteiger" etwas Bodenhaftung.
Die inhaltliche Umsetzung
Da es sich hier um eine Compilation handelt, könnte man erwarten, dass der Verlag Mängel der Originalausgaben beseitigt. Statt dessen strotz die erste Geschichte vor Rechtschreib- und anderen Fehlern. Zu Beginn der zweiten Geschichte wird wiederholt der Name des Antagonisten (Blackmoore) mit einem anderen Namen (Blackthorne) vertauscht. In der dritten Geschichte wird im späteren Verlauf auf eine Vision falsch Bezug genommen. Wer die Fehler erkennt erhält trotzdem Lesevergnügen.
Die Aufmachung
Die Farbbilder in der Buchmitte sind vermutlich Artwork zum Spiel "World of Warcraft". Sie sind schön anzusehen, aber mir wäre eine Weltkarte auf Grund der vielfachen geografischen Bezüge lieber gewesen. Der Papier-Schutzumschlag ist ebenfalls knallbunt mit Artwork versehen - darunter verbirgt sich ein sehr edel wirkendes Hardcover-Buch in Schwarz mit goldener Prägung: Was für das Bücherregal
Bezug zu den Spielen
Die ersten beiden Geschichten spielen nach dem Rückschlag der Horde durch die Allianz. "Der Tag des Drachen" spielt noch während des Krieges (Warcraft II?), "Der Lord der Clans" etwas später (Warcraft III).
"Der letzte Wächter" als dritte Geschichte scheint dagegen zu Beginn der Invasion durch die Orcs zu spielen.
Historische Hintergründe stimmen im Wesentlichen mit den Spielhintergründen überein, z.B. die Geschichte über den Brunnen der Macht und des Zerstörung habe ich aber auch schon anders gelesen.
Fazit
Für Fantasy-Freunde bedingt empfehlenswert.
Für Spieler bedingt empfehlenswert.
Für Sammler bedingt empfehlenswert.