Wahrscheinlich gibt es kaum einen ernsthaften Fantasyromanleser, der Richard Knaak nicht kennt. Seine Dragon-Lance Serie ist schlicht großartig und so konnte ich es mir nicht verkneifen, auch bei Warcraft zuzulangen. Wie bereits seine Romanumsetzung zu "Diablo" ist es Knaak auch im Falle "Warcraft" gelungen einen eigenständigen Roman vor der Kulisse des hinreichend bekannten PC-Spiels zu kreieren. Man merkt sofort, dass Knaak ein Vergötterer der Drachensagen ist und dieser Vorliebe geht er im Warcraft-Universum nach. Der Gamehintergrund um den mordlustigen Drachen Deathwing bietet dafür genug Ansatzpunkte. Trotzdem hat "Der Tag des Drachen" nur entfernt was mit dem eigentlichen Warcraft-Spiel zu tun. Vielmehr ist es eine gut gemachte Fantasystory, die wie gesagt auch völlig eigenständig gelesen werden kann. Der einfache, gefällige Stil gestattet es einem, das Buch locker an drei Nachmittagen durchzulesen. Zumindest ging es mir so... Einmal in der Hand konnte ich das Buch nicht mehr weglegen. Alle Freunde von Elfen, Drachen, Zauberern, Orks und guter Fantasykost, können hier getrost zugreifen. Der einzige Grund warum es keine 5 Sterne gibt, ist die Tatsache, das ich etwas mehr Game-Hintergrund schon erwartet hätte... Immerhin ist es ja ein Roman zum Spiel.