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War Karl der Kahle wirklich kahl?: Historische Beinamen und was dahinter steckt
 
 
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War Karl der Kahle wirklich kahl?: Historische Beinamen und was dahinter steckt [Taschenbuch]

Reinhard Lebe
4.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (9 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 160 Seiten
  • Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag (1. März 2003)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3423308761
  • ISBN-13: 978-3423308762
  • Größe und/oder Gewicht: 19,7 x 12,4 x 1,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (9 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 304.693 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Reinhard Lebe
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

Ein historisches und sehr lebendiges Panorama aus einem ungewöhnlichen Blickwinkel erzählt Reinhard Lebe einfach gut. Aus seinen kleinen Porträts werden historische Miniaturen, die viel über die Zeit aussagen. Die Geschichten der Geschichte interessieren ihn und so entwickelt sich ein kurzweiliges Lesebuch, das auch ein wenig lehrreich ist.

»Mit den Beinamen durchweg gekrönter Häupter und der drängenden Frage »War Karl der Kahle wirklich kahl?« befasst sich Reinhard Lebe. Er tut das zwar mit dem gebotenen Ernst – hinter Beinamen öffnen sich oft genug ungeahnte Geschichtspanoramen; aber er gibt zum Glück auch der Versuchung nach, den historischen Exkurs, wo nur eben möglich, vergnüglich-anekdotisch und damit lesefreundlich zu gestalten. Sehr anregend seine Überlegung, Politikern unserer Tage Beinamen zu verpassen... Informativ und amüsant, und im übrigen: Karl der Kahle war wirklich kahl!«
Westfälischer Anzeiger

Kurzbeschreibung

Spott, Häme, Charaktereigenschaften oder biographische Fakten (etwa der »Gebissene«). Reinhard Lebe hat dies alles höchst vergnüglich erzählt und ausgeleuchtet.

Karl der Kahle war wohl wirklich kahl. Auch im neunten Jahrhundert galt das nicht als Vorzug. Deshalb sah sich dieser Westfrankenkaiser genötigt, ein entsprechendes Gedicht in Auftrag zu geben, in dem Kahlheit als besondere Auszeichnung des Schicksals gepriesen wurde. Diese Werbeschrift ist uns erhalten und ein Beleg dafür, dass man sich auch in einem so zeugnisarmen Jahrhundert wie dem besagten neunten auf Werbung immer verlassen kann.

Das Mittelalter liebte diese herrscherlichen Beinamen. Sie dienten zur besseren Unterscheidung – wer kam schon klar mit all den nummerierten Heinrichs usw.? – und konnten Respekt ausdrücken oder auch Spott, Häme, Charaktereigenschaften oder biographische Fakten (etwa der »Gebissene«). Reinhard Lebe hat dies alles höchst vergnüglich erzählt und ausgeleuchtet.


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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von timediver® HALL OF FAME REZENSENT TOP 100 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
"Wart nur, König Richard kommt....."

Diesen Satz benutzten moslemische Mütter in Palästina noch viele Jahre nach dem dritten Kreuzzug, um ihren unartigen Kindern zu drohen. Mit dem royalen Kinderschreck war niemand anderes gemeint, als der heutzutage heldenhaft und edel genannte Richard I. von England, mit dem Beinamen "Löwenherz". Dieses Attribut hatten ihm die Bewohner der süditalienischen Stadt Messina verliehen, die er in löwenherziger, sprich erbarmungsloser Weise auf seinem Weg ins Heilige Land unterworfen hatte. Diesen Ruf bestätigte er durch sein herz- und gnadenloses Verhalten bei der Eroberung Akkons, bei der er trotz des in der Kapitulation vereinbarten "Freien Abzuges", die gesamte Zivilbevölkerung, einschließlich der Frauen, Kinder und Greise niedermetzeln ließ. Kreuzfahrer und Troubadoure verdrehten diesen Namen jedoch genau ins Gegenteil, so dass "Löwenherz" schließlich zum verklärten Ehrentitel eines mutigen Monarchen wurde, als der er auch in vielen Filmen dargestellt wird......

Dies Beispiel zum Einstieg in die Materie des kleinen Büchleins, dass wie in seiner Einleitung angekündigt, "Etikettierten Fürsten" zum Inhalt hat. Drei duzend Kapitel enthalten neben Geschichte, Entwicklung und Philologie der Beinamen, auch etliche "Histörchen" (Impedus anectodicus) die sie märchenhaft und legendär umranken. Das Prädikat ist manchmal echt, offensichtlich oder auslegbar und kann ein anderes Mal vordergründig, trügerisch oder gar gegenteilig gemeint (gewesen) sein. Angefangen bei den Wikingern über Karolinger, Piasten, Staufer, Welfen, Askanier und anderen bis zu den Habsburgern nimmt Reinhard Lebe so ziemlich alle populären Beinamensträger unter die Lupe....

Das mittlerweile in mehrfachen Neufauflagen erschienene Werk "War Karl der Kahle wirklich kahl" besticht auch heute noch mit einer messerscharf ironischen Sprache, die nicht nur zum Schmunzeln, sondern auch zum Nachdenken anregt. Ein kleines Namenbrevier und ein Register der besprochenen Personen runden das informative und unterhaltsame Buch ab. Mit diesem Klassiker, der in keiner Bibliothek fehlen dürfte und allen historisch interessierten Lesern empfohlen werden kann, macht Geschichte immer wieder Spaß und Appetit auf mehr. 5 Amazonsterne!
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von weiser111
Format:Gebundene Ausgabe
Die "Potentaten mit Apposition", wie Reinhard Lebe sie so schön nennt, werden hier mit viel Sachkenntnis und noch mehr gediegener Bosheit vorgestellt, samt der Historien und Histörchen, denen sie ihre oft skurrilen Beinamen zu verdanken haben: Karl der Einfältige, Boleslaw Schiefmund, Robert der Teufel, Otto der Faule... und viele, viele andere (meine Lieblinge allerdings sind, nebst den "plastischen Piasten", Albrecht der Unartige und Friedrich der Gebissene -- auch wenn die Hintergründe für ihre Namen nicht so erheiternd sind wie die Beinamen selbst).
Und natürlich findet man hier auch die üblichen Verdächtigen, Heinrich den Vogler, Richard Löwenherz und Barbarossa, den Kaiser Rotbart lobesam...

Bereits viele appetitanregende Kapitelüberschriften veranlassen einen, wie weiland Hamilkar Schaß "nur noch ein Kapitelchen" zu lesen, und dann vielleicht noch eins, und noch eins. Schließlich will man gar zu gern erfahren, wieso Philipp der Gute und Karl der Kühne unter der Überschrift "Ende einer Badesaison" vorgestellt werden, und "Die wandernde Leiche" verspricht auch einiges -- und hält es dann auch, das ist das Schöne an diesem Buch. Lebe schreibt unterhaltsam und gescheit, rekurriert auf Bekanntes und Unbekanntes, berichtet über Hintergründe und Zeitgenossen.

Wie gesagt, das Buch ist amüsant, aber dennoch nicht zynisch, was man vielleicht befürchten könnte: Iwan der Schreckliche etwa wird nicht im Plauderton verharmlost, genauso wenig die Wikinger aus der "Schwertzeit, Beilzeit". Am Ende bedauert man mit dem Autor, dass seit Mitte des 18. Jahrhunderts die Herrscher immer realistischer geschildert werden, sodass kein Platz mehr ist für aussagekräftige Beinamen. Der verbale Holzschnitt hat eben auch sein Gutes -- z.B. liefert er den Stoff für ein unterhaltsames Buch.
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Von timediver® HALL OF FAME REZENSENT TOP 100 REZENSENT
Format:Unbekannter Einband
"Wart nur, König Richard kommt....."

Diesen Satz benutzten moslemische Mütter in Palästina noch viele Jahre nach dem dritten Kreuzzug, um ihren unartigen Kindern zu drohen. Mit dem royalen Kinderschreck war niemand anderes gemeint, als der heutzutage heldenhaft und edel genannte Richard I. von England, mit dem Beinamen "Löwenherz". Dieses Attribut hatten ihm die Bewohner der süditalienischen Stadt Messina verliehen, die er in löwenherziger, sprich erbarmungsloser Weise auf seinem Weg ins Heilige Land unterworfen hatte. Diesen Ruf bestätigte er durch sein herz- und gnadenloses Verhalten bei der Eroberung Akkons, bei der er trotz des in der Kapitulation vereinbarten "Freien Abzuges", die gesamte Zivilbevölkerung, einschließlich der Frauen, Kinder und Greise niedermetzeln ließ. Kreuzfahrer und Troubadoure verdrehten diesen Namen jedoch genau ins Gegenteil, so dass "Löwenherz" schließlich zum verklärten Ehrentitel eines mutigen Monarchen wurde, als der er auch in vielen Filmen dargestellt wird......

Dies Beispiel zum Einstieg in die Materie des kleinen Büchleins, dass wie in seiner Einleitung angekündigt, "Etikettierten Fürsten" zum Inhalt hat. Drei duzend Kapitel enthalten neben Geschichte, Entwicklung und Philologie der Beinamen, auch etliche "Histörchen" (Impedus anectodicus) die sie märchenhaft und legendär umranken. Das Prädikat ist manchmal echt, offensichtlich oder auslegbar und kann ein anderes Mal vordergründig, trügerisch oder gar gegenteilig gemeint (gewesen) sein. Angefangen bei den Wikingern über Karolinger, Piasten, Staufer, Welfen, Askanier und anderen bis zu den Habsburgern nimmt Reinhard Lebe so ziemlich alle populären Beinamensträger unter die Lupe....

Das mittlerweile in mehrfachen Neufauflagen erschienene Werk "War Karl der Kahle wirklich kahl" besticht auch heute noch mit einer messerscharf ironischen Sprache, die nicht nur zum Schmunzeln, sondern auch zum Nachdenken anregt. Ein kleines Namenbrevier und ein Register der besprochenen Personen runden das informative und unterhaltsame Buch ab. Mit diesem Klassiker, der in keiner Bibliothek fehlen dürfte und allen historisch interessierten Lesern empfohlen werden kann, macht Geschichte immer wieder Spaß und Appetit auf mehr. 5 Amazonsterne!
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"Wart nur, König Richard kommt!"
Diesen Satz benutzten moslemische Mütter in Palästina noch viele Jahre nach dem dritten Kreuzzug, um ihren unartigen Kindern zu... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 28. September 2003 von timediver®
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