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War Hitler krank?: Ein abschließender Befund
 
 
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War Hitler krank?: Ein abschließender Befund [Gebundene Ausgabe]

Henrik Eberle , Hans-Joachim Neumann
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 336 Seiten
  • Verlag: Bastei Lübbe (Lübbe Hardcover); Auflage: 1 (9. Oktober 2009)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3785723865
  • ISBN-13: 978-3785723869
  • Größe und/oder Gewicht: 22 x 14,4 x 3 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 483.591 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Die Krankheiten des "Führers" - erstmals fachlich analysiert und bewertet Das Bild eines hinfälligen und medikamentenabhängigen Psychopathen im Bunker der Reichskanzlei gehört zu den langlebigsten Hitler-Mythen. Entstanden unmittelbar nach Kriegsende, als den Deutschen das Ausmaß der Verbrechen bewusst wurde. Beglaubigt von Albert Speer, ausgemalt von Joachim Fest, wieder aufgegriffen im oscarnominierten Film Der Untergang. Widerlegt ist die These vom "kranken Hitler" bis heute nicht. Auch Hans-Joachim Neumann und Henrik Eberle bestreiten nicht, dass Hitler unter zahlreichen Erkrankungen litt. Anhand der Aufzeichnungen seines Leibarztes und anderer Quellen gehen sie jedoch den Fragen nach: War Hitler wirklich krank? Wurde die Wehrmacht von einem Drogenabhängigen geführt? War die Ermordung von Millionen Menschen das Ergebnis eines Wahns?

Klappentext

Vier Monate nach Kriegsende erklärte Hitlers Leibarzt Theo Morell seinem Mithäftling Karl Brandt: "Eigentlich ist Hitler nie krank gewesen." Brandt, als Beauftragter für die "Euthanasie"-Mordaktion tief in die Verbrechen des NS-Regimes verstrickt, bezweifelte dies jedoch. Der Leibarzt habe den "Führer" völlig "kaputtgespritzt" und fange nun an, sich zu rechtfertigen, notierte er. Allein Morell trage die Verantwortung dafür, dass Hitler am Ende ein körperliches Wrack gewesen sei. Das Bild eines hinfälligen und medikamentenabhängigen Psychopathen im Bunker der Reichskanzlei gehört zu den langlebigsten Hitler-Mythen. Die Erklärung scheint einfach: Wer Millionen Menschen umbringen lässt, muss krank sein. Hans-Joachim Neumann und Henrik Eberle gehen dieser Frage nach und suchen Antworten u. a. in dem vollständigen Nachlass von Hitlers Leibarzt Morell, medizinischen Gutachten, pharmakologischen Analysen und Gesprächen mit Zeitzeugen. Sie kommen zu einem ebenso eindeutigen wie abschließenden Befund.


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10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Das Ende der Spekulationen?, 11. Dezember 2009
Rezension bezieht sich auf: War Hitler krank?: Ein abschließender Befund (Gebundene Ausgabe)
Mit Spannung habe ich dieses Buch erwartet, in der Hoffnung, dass es nun endlich ein Ende mit den wilden, absurden Spekulationen hat, die Hitlers "Zustand" betreffen, und ich wurde nicht enttäuscht.

Die Autoren befassen sich im ersten Teil des Buches mit gängigen "Theorien", die selbst der ein oder andere Historiker noch heute vertritt. Das beginnt beim Judenhass, den der "versagende" Hausarzt der Mutter verursacht haben soll und endet bei etwaigen fehlenden Körperteilen. Dabei werden klare Linien gezogen und sämtliche Quellen kritisch beurteilt, Legenden zerfallen und all das wird zum Großteil mit schlagkräftigen Argumenten untermauert.

Auch der gut recherchierte Abschnitt über sämtliche Ärzte, von denen ich die Hälfte bis jetzt bestimmt nicht kannte, ist sehr informativ, wobei der Schwerpunkt eindeutig auf Hitlers Leibarzt Morell liegt, der ebenfalls durch die Autoren und ihren Nachforschungen von einigen sinnfreien Urteilen befreit wird.

Hat man sich durch die gigantische Liste der Medikamente geschlagen, die alle mehr oder weniger kurz charakterisiert werden und von Schlafmitteln bis Hormonpräperaten reichen, dann bekommt man zuerst den Eindruck, was Hitler doch für ein "Kranker" gewesen sein muss. Aber auch dieses Urteil verblasst äußerst schnell, denn wenn man nämlich weiter liest, und das lohnt sich ab dieser Stelle alle Mal, dann bekommt man bis ins kleinste Detail aufgezeigt, welche Krankheiten und Leiden er tatsächlich hatte, und das äußerst wissenschaftlich aber gut verständlich aufbereitet.

Was bleibt also, wenn man das Buch am Ende zuschlägt?

Die Erkenntnis, dass der Nationalsozialismus nicht die Ausgeburt eines gestörten Psychopathen ist, obwohl man das vielleicht vorher schon gewusst hat, und die Tatsache, dass Hitler eben kein drogenabhängiger Spinner war, sondern an "herkömmlichen" Krankheiten litt, die sicherlich nicht die Ursache für Weltkrieg und Holocaust sein können.

Ich glaube zwar nicht, dass die Spekulationen um Homosexualität usw. endlich ein verdientes Ende finden mit diesem Buch, aber es trägt zumindest sehr stark dazu bei, den Mythos um Hitlers "Zustand" zu lichten. Im Übrigen sind auch die Fußnoten sehr lesenswert. Empfehlen kann man das Buch definitiv allen, die sich irgendwie für das Dritte Reich und im speziellen die Person Adolf Hitlers interessieren.
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12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Voll schuldfähig !, 10. November 2009
Rezension bezieht sich auf: War Hitler krank?: Ein abschließender Befund (Gebundene Ausgabe)
Neumann und Eberle, Arzt und Historiker, kommen in ihrem Buch wirklich zu abschliessenden Befunden.

1. Hitler hatte diverse Störungen mit Krankheitswert, die aber keinen wirklichen Einfluss auf seine Entschlüsse und Entscheidungen hatten.

Ein forensisches Gutachten würde zwangsläufig zu der Formel "voll schuldfähig" gelangen.

2. Ob krank oder gesund, Deutschland musste diesen Krieg verlieren. Nicht zuletzt deshalb, weil weder die militärischen, noch die ökonomischen Ressourcen für einen langen Mehrfrontenkrieg ausreichten.

3. Rassenwahn hat keinen Krankheitswert und kann somit keinerlei Alibifunktion erfüllen. Er ist, wie auch immer begründet, Bestandteil verbrecherischer Ideologien und damit straf- und völkerrechtlich fassbar.

4. Der Nationalsozialismus war beileibe keine im Kern gute Weltanschauung, die durch einen kranken Führer entartete.

Ein gutes Stück Aufklärung für alle zeitgeschichtlich Interessierten.
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5.0 von 5 Sternen Krank oder nicht krank ... ???, 16. Januar 2012
Von 
Heidi Zengerling "Bücherfreak" (Heyerode) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: War Hitler krank?: Ein abschließender Befund (Gebundene Ausgabe)
Inhalt und Gliederung:

================

Hitler ' medikamentenabhängig und psychisch ein Wrack '. Ein hinfälliger Hitler ' ist dies ein Mythos oder Wahrheit und belegbar ???

Vieles wurde darüber geschrieben und spekuliert '

Schon nach Kriegsende wurde davon geredet. Ab da, als man bemerkte, welches Ausmaß die schrecklichen Verbrechen während des Krieges hatten.

Bis heute kann man nicht genau sagen und erst recht nichts beweisen. Es ist wohl belegt, dass Hitler nicht gesund war, also an einigen Krankheiten litt. Theo Morell war Hitlers Leibarzt, und er behauptete, dass Hitler nie krank gewesen sei, andere wieder behaupten, das Morell Hitler 'kaputtgespritzt' habe.

Dieses Buch zieht den Nachlass von Morell zu Rate, aber auch medizinische Gutachten und pharmakologische Analysen. Zeitzeugen wurde befragt und so kommen die beiden Autoren zu einem Abschluss, den sie im Buch nach eingehender Recherche und vielen detaillierten Ausarbeitungen zusammenfassen.

Wahn, Konstruktion und Wirklichkeit: Wozu eine medizinische Hitler-Biografie?

Der kranke Hitler: Ein Projekt der Geschichtsschreibung

Irrwege der Psychohistorie: Judenhass als 'Wahn'

Der Rationale Kern von Hitlers Judenhass: Zweckmäßigkeit

'..

Hitlers Ärzte: Leibarzt Morell und andere

Ärztliche Behandlungen bis 1934

'

Ein Blick in Hitlers Apotheke

Die Medikamente und ihre Auswirkungen

'

Der medizinische Befund

Akute Erkrankungen

'

Chronische Krankheiten

Erkrankungen Hitlers und der Krieg

Hitlers Gesundheitszustand und die Entscheidungen des Jahres 1941

Abschließender Befund

Man sieht, an diesem Inhaltsausschnitt, dass wirklich absolut detailliert und perfekt und sachlich umfassend berichtet wird.

Sachlich geschrieben und doch spannend schildern die beiden Autoren akribisch alles, was mit Hitlers Gesundheit und möglicher Krankheiten zu tun hat. Sie nehmen sogar den 'Arzneischrank' bildhaft gesehen auseinander.

So genau würde ich sagen, hat man diese Thematik bisher noch nicht behandelt und ich denke, dass einige Mythen beiseite geräumt werden können, wenn man das Buch gelesen hat.

Es ist ausführlich geschrieben, auch für den Laien lesenswert und vor allem verständlich nicht nur für Ärzte, sondern auch für dich und mich, die wir medizinisch keine Fachleute sind. Einfache Erklärungen, die man verstehen, in Zusammenhang bringen kann und nachvollziehen kann werden gegeben.

Wenn lateinische Bezeichnungen genannt werden, dann sind sie auch erläutert. (z. B. Medikamente, die Hitler nahm) An bestimmten Stellen in den Texten sind hochgestellte Ziffern angebracht, hier kann man dann am unteren Ende der Seite klein gedruckt die Erklärungen lesen.

Kurze noch einige Notizen zu den beiden Autoren:

====================================

Hans-Joachim Neumann ist emeritierter Prof. der Medizin, Doktor der Medizin und Zahnmedizin und war viele Jahre Direktor der Klinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie der Berliner Charite und drei Jahre deren Ärztlicher Direktor.

Er ist weiterhin als Medizinhistoriker tätig. Auch über Martin Luther und einige Preußenkönige schrieb er die Pathographien.

Henrik Eberle lehrt an der Uni in Halle Zeitgeschichte. 2005 kam gemeinsam mit Matthias Uhl 'Das Buch Hitler' heraus und 2007 'Briefe an Hitler'

Fotomaterial und Illustrationen:

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Über das gesamte Buch verteilt sind erklärende und die Texte untermalende sehr interessante und aussagekräfte Fotos zum Thema beigefügt, auch Notizen aus Tagebucheinträgen und Kopien aus Handbüchern, Briefwechsel usw. Weiterhin sind 8 Glanz-Seiten mit Fotos in der Mitte des Buches eingefügt, die u.a. Röntgenaufnahmen zeigen und Abbildungen von Hitler selbst oder seinen Ärzten usw.

Kurze Leseprobe:

=============

Dieses Gutachten eines Amtsarztes bleibt bis 1932 die einzige Quelle zu Hitlers Gesundheitszustand. Dann aber sucht Hitler während einer Wahlkampfreise in Berlin 1932 den HNO-Facharzt Karl-Friedrich Dermietzel auf. Wie er mit Dermietzel in Kontakt kam, ist nicht rekonstruierbar und geht auch aus den Akten nicht hervor. Ursprünglich hatte Dermietzel seine Praxis in Berlin-Tempelhof; es ist also möglich, dass Hitler ihn wegen einer akuten Heiserkeit konsultierte, denn die Sportstätten und der so genannte Volkspark auf dem Tempelhofer Feld waren häufige Aufmarschplätze der SA. Hätte Hitler hier während einer Kundgbung ein Problem mit seiner Stimme gehabt, wäre Dermietzels Praxis die am nächsten gelegene gewesen.

Hierzu gibt es die Nummer 236, die folgend Erklärung gibt:

Am 4. april hielt Hitler Reden im Berliner Lustgarten, auf dem Luftschiffhafen Potsdam, im Sportpalast Berlin und auf dem Sportplatz im Berliner Friedrichshain. Vgl. Domarus, Max: Hitler, Reden und Proklamationen 1932-1945. Kommentiert von einem deutschen Zeitgenossen, München 1965, S. 102.

Zusammenfassend kann gesagt werden:

' dass dieses Buch ein detailliert kommentierendes Sachbuch mit spannenden aber auch fachlich, sachlichen Schilderungen ist. Es nimmt Hitlers Gesundheit bis ins letzte Detail unter die Lupe und bringt diese mit den Handlungen Hitlers in Zusammenhang. Es wird spekuliert, aber vor allem an Hand von topp recherchierten Materialien von hoher Brisanz auch bewiesen.

Es liest sich spannend, obwohl man beim Thema meinen könnte, dass es trockener Stoff ist, aber die Autoren haben die Fakten so aufbereitet, dass man das Buch nicht aus der Hand legen kann. Bezüglich der Verständlichkeit kann gesagt werden, dass die Autoren hier einen perfekten Spagat geschafft haben und das Buch gemacht ist für Laien, die einfach interessiert sind und Wissen erwerben möchten bzw. Fakten anlesen möchte, aber auch für solche Leser ist das Buch interessant, aufschlussreich und lehrreich, die sich schon mit dem Thema auskennen.

Es ist rundum ein gelungenes Buch mit den Illustrationen, die die verständlichen Texte nochmals bildhaft untermalen, die von hoher Brisanz und Besonderheit sind und überhaupt die gesamten Texte und Inhalte, die topp recherchiert sind, die dem Leser vermitteln, was man mit Hitler und möglichen Krankheiten in Verbindung bringen kann und muss.

Besonders schön und informativ sind die Zusammenhänge geschichtlicher und biografischer Natur, die die Autoren bezogen auf die herausgefundenen Befunde angestellt haben. Alles in allem wirklich ein lesenswertes Buch, welches Fragen aufwirft, und Antworten gibt.

100 von 100 Punkten !!!!
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