Mit einem flotten Feuergefecht zu Beginn, wird der Action-Fan hier schonmal gelungen auf den Film eingestimmt.
Wer der Auffassung ist, Jet Li wäre in "Lethal Weapon 4" richtig böse gewesen, hat "War" noch nicht gesehen, denn hier legt er diesbezüglich nochmal eine kräftige Schippe drauf.
Wer bei "War" aber einen Film erwartet, bei dem eine Actionszene die nächste jagt, weil eben Statham und Li dabei sind, könnte enttäuscht werden. "War" kommt mehr wie ein typischer Cop-Thriller rüber. Jason Statham als gewohnt hitzköpfiger Cop arbeitet mit unorthodoxen Methoden und harten Bandagen, um Li mit aller Macht zur Strecke zu bringen.
Im direkten darstellerischen Vergleich punktet Statham mehr, weil sein Charakter in mehr Szenen zu sehen ist und er dynamischer agiert. Li hält sich deutlich mehr zurück, was aber der Spannung förderlich ist bei der Frage, was sein Charakter bezweckt.
Diese Zurückhaltung gilt auch für die nächste große Schießerei im Film, bei der Li nicht mit von der Partie ist, aber dafür liefert er sich mit Statham danach ein rasantes Autoverfolgungsrennen.
Wer in diesem Film auf Li-typische akrobatische Kampfeinlagen wartet, wartet vergebens. Zwar greift er in einer spannenden Sequenz, in der es auch einen gelungenen Storytwist gibt, zum Schwert, aber Szenen in Punkto Martial-Arts gibt es nicht, auch nicht im finalen Duell.
Statham und Li in einem Action-Film ist ein Duo, dass Erwartungen weckt, aber man sollte diese nicht zuuuuuu hoch schrauben. Der Film unterhält sehr gut und am Ende gibt Lis Zurückhaltung durch den Storytwist Sinn, aber man sollte nicht mit der Erwartung an diesen Film gehen, dass es viele harte Zweikämpfe zwischen Li und Statham gibt, denn dass ist nicht der Fall. Wenn man einfach mit der Erwartung einen tollen, unterhaltsamen Action-Film zu sehen an diesen Film heran geht, kann man aber nichts falsch machen.