Die hilfreichsten Kundenrezensionen
20 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Flickwerk, 17. Mai 2008
FBI-Mensch Jason Statham verfolgt den Killer Rogue, der drei Jahre zuvor seinen Partner und dessen Familie ausgelöscht hat. Rogue hat schon einige Male durch diverse Gesichtsoperationen sein Aussehen verändert, so dass er jetzt wie Jet Li aussieht. Dieser Jet Li mischt aber gerade die Yakusas und Triaden auf und spielt sie gegeneinander aus. Letzteres erinnert übrigens schwer an Akira Kurosawas "Yojimbo", das mindestens schon zweimal erfolgreich abgekupfert wurde, so bei "Für eine Handvoll Dollar" mit Clint Eastwood und "Last Man Standing" mit Bruce Willis. Allerdings ist Jet Lis Intention hier eine andere. Jet Li und Jason Statham, zwei Ikonen des Martial Arts Films, da müsste doch der Kracher dieses Genres herauskommen. Es geht auch ganz gut los, aber irgendwann scheint der Regisseur die schauspielerischen Fähigkeiten beider Protagonisten zu überschätzen und so dümpelt das öfter ohne große Höhepunkte dahin (Um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen, ich mag Filme von beiden, zur richtigen Zeit, zur richtigen Stimmung, die von Jet Li sogar noch mehr). Bei aller Liebe, weder Statham noch Li sind Schauspieler im besten Sinn des Wortes und so sollte man sich eigenlich auf die Action freuen, aber genau die kommt nicht, jedenfalls nicht so, wie man es bei diesen beiden Darstellern erwarten könnte. Absoluter Totschläger ist der Schluss, bei dem sich beide nach einem Storytwist gegenüber stehen. Hier hat man das Gefühl, dass dem Drehbuchschreiber oder dem Regisseur die Ideen oder die Kohle ausgegangen sind, denn das ist Flickwerk. Trotzdem ist der Film an sich nicht so schlecht, er hat nur zu viele Fehler, die eine bessere Bewertung möglich machen könnten. Zumindest ist er reine Unterhaltung.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja
Nein
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Statham und Li - Ein Duo, das Erwartungen weckt, 3. Januar 2011
Mit einem flotten Feuergefecht zu Beginn, wird der Action-Fan hier schonmal gelungen auf den Film eingestimmt. Wer der Auffassung ist, Jet Li wäre in "Lethal Weapon 4" richtig böse gewesen, hat "War" noch nicht gesehen, denn hier legt er diesbezüglich nochmal eine kräftige Schippe drauf. Wer bei "War" aber einen Film erwartet, bei dem eine Actionszene die nächste jagt, weil eben Statham und Li dabei sind, könnte enttäuscht werden. "War" kommt mehr wie ein typischer Cop-Thriller rüber. Jason Statham als gewohnt hitzköpfiger Cop arbeitet mit unorthodoxen Methoden und harten Bandagen, um Li mit aller Macht zur Strecke zu bringen. Im direkten darstellerischen Vergleich punktet Statham mehr, weil sein Charakter in mehr Szenen zu sehen ist und er dynamischer agiert. Li hält sich deutlich mehr zurück, was aber der Spannung förderlich ist bei der Frage, was sein Charakter bezweckt. Diese Zurückhaltung gilt auch für die nächste große Schießerei im Film, bei der Li nicht mit von der Partie ist, aber dafür liefert er sich mit Statham danach ein rasantes Autoverfolgungsrennen. Wer in diesem Film auf Li-typische akrobatische Kampfeinlagen wartet, wartet vergebens. Zwar greift er in einer spannenden Sequenz, in der es auch einen gelungenen Storytwist gibt, zum Schwert, aber Szenen in Punkto Martial-Arts gibt es nicht, auch nicht im finalen Duell. Statham und Li in einem Action-Film ist ein Duo, dass Erwartungen weckt, aber man sollte diese nicht zuuuuuu hoch schrauben. Der Film unterhält sehr gut und am Ende gibt Lis Zurückhaltung durch den Storytwist Sinn, aber man sollte nicht mit der Erwartung an diesen Film gehen, dass es viele harte Zweikämpfe zwischen Li und Statham gibt, denn dass ist nicht der Fall. Wenn man einfach mit der Erwartung einen tollen, unterhaltsamen Action-Film zu sehen an diesen Film heran geht, kann man aber nichts falsch machen.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja
Nein
9 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen
Aufeinanderprallen der Gladiatoren, 5. Juli 2009
FBI-Agent Campbell (Jason Statham) hat seinen besten Freund durch den Auftragsmörder Rogue (Jet Li) verloren. Jahre später spielt Rogue die Schlüsselfigur in einem Krieg zwischen den Yakuza und den Triaden. Campbell setzt alles daran, seinen Rachefeldzug zu Ende zu bringen. Wenn Hollywoods britisch importierter Prügel-Star Jason Statham auf Asiens Kampfkunst-Ikone Jet Li trifft, dann denkt der Zuschauer zu wissen, was ihn erwartet: Action, Action, Action. Ironischerweise verbindet beide Darsteller noch eine zweite Eigenschaft: Beide sind keine Schauspieler und liefern ihre besten Szenen im stoischen Schweigen und beinharten Schlachten ab. Dieses Gefühl der fehlenden Präsenz durchzieht den Film von vorn bis hinten, als würde man darauf warten, dass der wahre Star das Parkett betritt. Der auf das Parkett aufgezogene Plot des Bandenkrieges ist insofern weder neu noch auch nur ansatzweise innovativ, wird aber immerhin konsequent durchgezogen und hat sogar einige überraschende Wendungen in petto. Ansonsten gibt es zwar viele kleinere Gefechte, die aber weder echte Blockbuster-Qualitäten bieten können, noch den Film zu tragen imstande sind. Unter'm Strich fehlt die Action, ironischerweise. Statt die Korken knallen und die Fäuste fliegen zu lassen, begeht der Regisseur den fatalen Fehler, primär auf die Geschichte zu setzen, ohne diese auch nur ansatzweise mit Ideen oder darstellerischen Leistungen ausfüllen zu können. Letztendlich führen zu viele Plotlöcher und gänzlich unnötige Absurditäten sowohl zu einem Abflachen des Spannungsbogens als auch einem verwirrten Kopfschütteln des Zuschauers. Im Wettbewerb USA/GB vs. Asien gehen sämtliche Runden glasklar an Jet Li, der immer wieder die tödliche Kampfmaschine entfesselt, ohne auch nur mit einem Gesichtsmuskel zu zucken. Jason Statham wurden zwar erfreulicherweise keine allzu ausgefeilten Dialoge an die Hand gegeben, dafür wurde seine Figur zu einem gewalttätigen faden Über-Macho hochstilisiert, der auf so dicke Hose macht, dass das Platzen dieses Kleidungsstücks nur eine Frage der Zeit sein kann. 2,5 Sterne für Unterhaltungspopcorn mit viel zu wenig Action, einigen guten Szenen und einem noch besseren wenn auch zutiefst ausbaufähigem Finale, das seinen Titel nur ganz leicht Lügen straft und bei dem man wieder einmal exzellent beobachten kann, wie ambitioniert höhere Weihen gegen den nächstbesten Eisberg gesetzt werden.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja
Nein
|