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Wann lebten die Pharaonen?: Archäologische und technologische Grundlagen für eine Neuschreibung der Geschichte Ägyptens und der übrigen Welt
 
 
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Wann lebten die Pharaonen?: Archäologische und technologische Grundlagen für eine Neuschreibung der Geschichte Ägyptens und der übrigen Welt [Sondereinband]

Gunnar Heinsohn , Heribert Illig
2.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Sondereinband: 503 Seiten
  • Verlag: Mantis Verlag; Auflage: 5., Aufl. (September 1997)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3928852167
  • ISBN-13: 978-3928852166
  • Größe und/oder Gewicht: 20,8 x 14,6 x 2,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 2.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 2.379.018 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Gunnar Heinsohn
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Aus der Amazon.de-Redaktion

Die überlegene ägyptische Kultur in Wirklichkeit nur eine Schimäre? Eine Zivilisation, die Jahrhunderte ohne Landwirtschaft auskommt und an den Ufern eines Stromes lebt, ohne die Schiffahrt zu beherrschen? Künstler, denen nichts besseres einfällt, als jahrtausendealte Stile zu perpetuieren? Immer wieder Rückfälle in den architektonischen Dilettantismus? Geheimnisvolle Techniken zur Granitbearbeitung lange vor der Eisenzeit? Um Äonen zeitversetzte kulturelle Parallelen bei Nachbarvölkern? Gunnar Heinsohn und Heribert Illig greifen in ihrem hochinteressanten Buch Wann lebten die Pharaonen? die großen Rätsel auf, vor die sich die Forschung immer wieder gestellt sieht. Durchaus nachvollziehbar ihre unausgesprochene Vermutung wissenschaftlicher Borniertheit als eigentliche Ursache dafür, "daß die Historiker die Völker des Altertums immer wieder mit Unglaubwürdigkeiten und Zwielichtigkeiten belasten müssen, weil ihnen nicht einfällt, daß ihre eigene Chronologie mit Merkwürdigkeiten belastet sein könnte, die auf sie selbst und nicht die Menschen der Antike zurückzufallen hat".

In atemberaubender Fülle legen sie Indizien für eine längst überfällige Neuschreibung der Geschichte Ägyptens und der übrigen Welt vor. Sie räumen auf mit mysteriösen Dark Ages, die Hochkulturen in die Steinzeit zurückkatapultierten und zeichnen eine drastisch gestraffte, ins erste vorchristliche Jahrtausend datierte Geschichte der altägyptischen Reiche. Und mit einem Mal entsteht das Bild eines vitalen Volkes, das binnen weniger Jahrhunderte eine große Kultur hervorgebracht und eine äußerst wechselvolle Geschichte durchlebt hat.

Zugleich mutieren freilich mindestens 2000 Jahre Historie zum reinen Hirngespinst. Für Ägyptologen eindeutig zu viel, um sich ohne wissenschaftlichen Offenbarungseid aus der Affäre ziehen zu können. Für den interessierten Laien erscheint die Beweislast erdrückend. Von den ägyptologischen Instituten des deutschen Sprachraums reagierte nur ein einziges auf die grundstürzenden Thesen von Heinsohn und Illig. Es schickte das Buch an den Verlag zurück.-- Roland Detsch

Kurzbeschreibung

Immer wird an der ägyptischen Kultur ihre unendliche Dauer, ihre Konstanz und ihre Höhe gerühmt. Warum aber enthalten diese drei Jahrtausende der Pharaonen so viele Leeräume, Ungereimtheiten und Widersprüche?
Wir können betrachten, was wir wollen - Pyramidenbau, Gewölbe, Goldgranulation, Elfenbeinschnitzerei, Bestattungsbräuche, Hartsteinbearbeitung, Erzgießerei, Musikinstrumente, Glas in all seinen Variationen, Eisengebrauch, Landwirtschaft oder Schiffbau - überall klaffen riesige Lücken, nirgends lassen sich stimmige Entwicklungslinien rekonstruieren. Und im Boden finden sich Schichten nur für Jahrhunderte.
Die Autoren durchschlagen diesen gordischen Knoten, indem sie aus zahllosen 'Puzzleteilen' eine neue Chronologie, eine neue Geschichte der Pharaonen und damit der Alten Welt entwerfen. Sie verjüngen in dramatischer Weise das alte Ägypten und lassen seine kulturelle Entwicklung erkennen.

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35 von 42 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen Seröse, langatmige Neuinterpretation ägyptischer Geschichte, 26. Oktober 2001
Rezension bezieht sich auf: Wann lebten die Pharaonen?: Archäologische und technologische Grundlagen für eine Neuschreibung der Geschichte Ägyptens und der übrigen Welt (Sondereinband)
Dieses Buch stellt die offizielle Geschichtsschreibung des alten Ägypten vollkommen auf den Kopf. Es tut dies in einer positiven Art und Weise, indem es - durchaus seriös, unter Anwendung wissenschaftlicher Methodik und unter Berücksichtigung der unterschiedlichsten Aspekte ägyptischer Entwicklung - Unstimmigkeiten und Widersprüche schonungslos aufdeckt.

Die Autoren spannen den Bogen von unlogischen Chronologien der Pharaonenfolge über unstimmige
Aufeinanderfolgen in der Entwicklung der Bautechnik oder der Glasherstellung bis zu offenbaren Mißgriffen in der Darstellung der kulturellen Entwicklung. Illig und Heinsohn liefern in den unterschiedlichsten Disziplinen unzählige Indizien, die die gängigen Lehrmeinungen überzeugend in Frage stellen und die das Potential haben, irgendwann die derzeit vorherrschenden Theorien zu ersetzen.

Wie schon in Illigs Büchern "Das erfundene Mittelalter" und "Wer hat an der Uhr gedreht?", streichen die Autoren lange Perioden ihrer Meinung nach "geschichtsloser Zeit" ersatzlos. Was die Pharaonenzeit betrifft, besteht wohl eher die Möglichkeit, daß die neue Chronologie dereinst akzeptiert wird.

So positiv die Bewertung vom wissenschaftlichen Standpunkt auch ausfällt, so negativ ist leider auch die Bewertung vom Blickwinkel des interessierten Laien. Das Buch ist derart detailliert und langatmig geschrieben, daß der geneigte Leser schon bald das Interesse am Lesen dieses Werkes verliert, was insofern schade ist, als man diese Thematik mit etwas gutem Willen durchaus straffer und spannend darstellen könnte.

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14 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Schlüssig und nachvollziehbar, 17. April 2005
Von 
Die Annahmen der beiden Autoren sind schlüssig und werden im Normalfall etwa in der Kunstgeschichte auch durchaus angewendet.

Trotz aller Retro-Mode unterscheiden sich die Kleidungsstücke aus dem Jahr 2005, die auf 70er oder 80er Design geschneidert wurden durchaus erheblich von den alten Originalen. In einem zeitlich breiterem Blick könnte man außerdem die letzten 100 oder 150 Jahre modetechnisch wohl zu einer großen Epoche zusammenfassen, deren Feingliederung dann Experten vornehmen müssten. Niemand käme aber heute auf de Idee, den Kleidungsstil des 17., 15. oder 11. Jahrhunderts nachzuahmen oder in einer antiken Tunika herumzulaufen. Um aber wieder zur Historie zurückzukommen: Rückschritte gibt es durchaus in der Geschichte, was die Autoren auch nicht leugnen. Während der Völkerwanderungszeit etwa, also zwischen Antike und Mittelalter ging einiges an Wissen verloren. Danach bei der Neuentdeckung der Fähigkeiten erfolgt aber keine Wiederholung des alten Stils. In Ägypten jedoch sollen nach herrschender Lehre zwischen nahezu gleichen Stilrichtungen bis zu 2 Jahrtausenden liegen. Eine Auffälligkeit, die Heinsohn und Illig konsequent aufzeigen und Lösungsvorschläge unterbreiten.

Die Autoren bestreiten auch geographische Kulturgefälle durchaus nicht. Beim Blick in die sog. 3 Welt müsste man auch nicht die Industrieländer in die Steinzeit datieren, um eine Synchronisation zu erreichen. Schon ein Blick auf die Hochhäuser in den Millionenmetropolen in Afrika und Asien zeigt eindeutig die "Gleichzeitigkeit". Die Lebensverhältnisse mögen andere sein, aber das grundsätzliche Wissen verbreitet sich weltweit und kulturübergreifend. Nur in der Zeit des alten Ägypten soll sich Wissen nicht verbreitet haben?

Die Hartseinverarbeitung ist ohne Stahl kaum denkbar. Stahl ist nicht erst seit der Neuzeit deutlich härter als Bronze, sondern von Natur aus. Mit Bronze kann man Granit nicht einmal einritzen, geschweige denn ordentlich bearbeiten. Mit Steinwerkzeugen dagegen kann man weder große Mengen an Steinblöcken passgenau bearbeiten, noch feine Verzierungen gestalten können.

Die Arbeit von Heinsohn und Illig ist insgesamt gut nachvollziehbar, logisch und schlüssig, leider aber auch teilweise etwas langatmig geschrieben. Daher nur vier Punkte.

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32 von 47 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen Evolutionismus, Kultursynchonisation und Eisen, 17. März 2003
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Wann lebten die Pharaonen?: Archäologische und technologische Grundlagen für eine Neuschreibung der Geschichte Ägyptens und der übrigen Welt (Sondereinband)
Die Neuchronologisierung der beiden Autoren geht von einigen Grundvoraussetzungen aus, die keineswegs zwingend sind:
1. Evolutionismus und Fortschittsideologie. Die Autoren glauben ganz selbstverständlich, daß sich Kultur immer zwangsläufig in irgendeiner Form weiterentwickelt. Diese aus der Neuzeit stammende Fortschrittsgläubigkeit ist aber längst widerlegt. Vielmehr leben wir heutzutage in einer Zeit des bösen Erwachens, die immer mehr zeigt, wie trügerisch sog. Fortschritte sind. Es kann durchaus sein, daß sich Kulturen rückentwickeln oder alte Fertigkeiten vergessen werden. Gerade das Zeitalter der Retro-Mode zeigt anschaulich, wie alte Formen sehr wohl wiederholt werden. Niemand z.B. kommt auf die Idee, das Jahr 2002 ins Jahr 1970 zurückzudatieren, bloß weil die Mode der 70er wieder en Vogue ist.
2. Kultursynchronisation. Die Autoren gehen davon aus, daß es keine geografischen Kulturgefälle gegeben habe. Das würde für unsere Zeit bedeuten, daß das industrialisierte Europa und Amerika zurück ins Mittelalter datiert werden müßten, um mit den Ländern der sog. 3. Welt konform gehen zu können.
3. Eisenverwendung beim Pyramidenbau. Die Autoren scheinen die Grundlagen der Metallurgie nicht zu beherrschen. Bronze ist keineswegs weicher als der antike Stahl. Erst in der Neuzeit hat man Stahl entwickelt, der signifikant härter als Bronze ist. Außerdem eignen sich für die Bearbeitung des Steines der Pyramiden weder Eisen noch Bronze besonders gut. Wesentlich besser dagegen eignen sich Steinwerkzeuge. Insofern ist die Früdatierung der Pyramiden aus technischen Gesichtspunkten keineswegs abwegig.
Insgesamt wären für derart radikale Thesen, wie sie die Autoren vertreten, handfestere Beweise und solidere Kenntnise über kulturelle Möglichkeiten und Vorgänge wünschenswert.
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