Die Serie umfasst folgende Einzelbände, jeweils 27 x 32,5 cm, Leinen mit Schutzumschlag:
1. Joachim Poeschke, Wandmalerei der Giottozeit in Italien 1280-1400, 2003, 456 Seiten, 264 Farbtafeln und 120 Farbabbildungen, 22 Schemazeichnungen, ISBN-10: 3-7774-9800-9 - enthält 18 Freskenzyklen. Nur einfach gezählt ist hierbei San Francesco, Assisi, mit 79 Farbtafeln für fünf Einzelzyklen.
2. Steffi Roettgen, Wandmalerei der Frührenaissance in Italien, Band 1, Anfänge und Entfaltung 1400-1470, 1996, 452 Seiten, 134 meist farbige Abbildungen im Text, 258 Farbtafeln, ferner Zeichnungen und eine farbige Übersichtskarte, ISBN-10: 3777470503 - enthält 21 Freskenzyklen.
3. Steffi Roettgen, Wandmalerei der Frührenaissance in Italien, Band 2, Die Blütezeit von 1470-1510, 1997, 149 meist farbige Abbildungen im Text, 239 Farbtafeln sowie Zeichnungen und eine farbige Übersichtskarte, ISBN-10: 3777472204 - enthält 17 Freskenzyklen.
4. Julian Kliemann, Michael Rohlmann, Wandmalerei in Italien, Die Zeit der Hochrenaissance und des Manierismus 1510-1600, 2004, 496 Seiten, 220 Farbtafeln und 140 Farbabbildungen, einige Schema-zeichnungen, ISBN-10: 3-7774-2255-X - enthält 20 Freskenzyklen.
5. Steffi Roettgen, Wandmalerei in Italien, Barock und Aufklärung 1600-1800, 2007, 259 Farbtafeln und 145 Farbabbildungen, 50 Schemazeichnungen und Karte. Mit Schuber 34 cm, ISBN-10: 3-7774-3495-7 - enthält 22 Freskenzyklen.
Zur Reihe: Vorzüglicher Druck, brillante Farben. Die erfreulicherweise randlos gedruckten Tafeln können das Format ausnutzen.
So voluminös die Bände sind, können sie natürlich nur eine Auswahl bieten. Die Verfasser der fünf Bände konzentrieren sich auf insgesamt etwa 100 Hauptwerke (Freskenzyklen). Dem Vorteil, in einem Band jeweils etwa zwanzig Freskenzyklen geboten zu bekommen, steht der Nachteil notwendiger Beschränkung gegenüber. Man muß sich damit abfinden, daß die Verfasser in der Regel nur wenige Ausschnittvergrößerungen bieten können. Ich nenne deshalb einige reich bebilderte Monographien. Sehr traurig: Aber noch nicht einmal die Zyklen selbst werden in manchen Bänden immer vollständig geboten. Das ist etwa so, als ob man aus einem Roman immer einmal wieder ein Kapitel ausließe. Meist beeinträchtigt das nachhaltig die Komposition der in der Bilderfolge erzählten storia".
Konkret: Für den hier besprochenen Band konnte ich das bei einigen Stichproben erfreulicherweise aber nicht feststellen (übrigens: Anders als im Band Poeschke, Giottozeit, ist erfreulicherweise der größte Teil der In- und Beischriften übersetzt).
Positiv wirkt sich wohl aus, daß Frau Roettgen (anders als die Bearbeiter anderer Perioden) für die italienische Wandmalerei der Frührenaissance zwei Bände zugestanden bekommen hat. Die Stichproben:
- Rom, Palazzi Vaticani, Cappella Niccolina, Szenen aus dem Leben der Erzdiakone Stephanus und Laurentius: Steffi Roettgen bietet alle Fresken zu den beiden Viten nebst einigen Details auf zehn Tafeln, davon drei zweiseitig, ferner neben einer schwarzweißen sieben farbige Textabbildungen. Nicht gezeigt werden die acht, zwischen den Freskengruppen dargestellten Kirchenlehrer und verschiedene schöne Ornamente. Vatikanische Publikationen: Fra Angelico e la Cappella di Niccolò V (Fra Angelico and the Chapel of Nicholas V). Restauri Recenti dei Musei Vaticani, Vol. 3, 1999. ISBN: 9788886921893. Testi di Innocenzo Venchi, Renate Colella, Arnold Nesselrath, Carlo Giantomassi, Donatella Zari. Querformat 18,5 x 25,5 cm, 208 Seiten, 144 Farbabbildungen, 23 Schwarzweißbilder,17 Diagramme. In englischer Sprache. Broschiert. Ferner: Francesco Buranelli (ed.), Il Beato Angelico e la Cappella Niccolina. storia e restauro. ISBN: 88-415-9213-3. Musei Vaticani/Istituto Geografico De Agostini, Novara, 2001. In italienisch. IX, 242 Seiten mit zahlreichen, teils farbigen Abbildungen; Tafelteil 149 Farbtafeln, größtenteils ein- oder zweiseitig, ferner Skizzen. Zu jedem Einzelfresko zahlreiche Detailvergrößerungen, zum Teil über zwanzig!
- Arezzo, San Francesco, Kreuzeslegende: 19 Tafelseiten, neun farbige, zwei schwarzweiße Textabbildungen. Der 1996 erschienene Band bringt die Fresken im Zustand vor ihrer jüngsten Restaurierung. In ganz-, z.T. doppelseitigen Tafeln finden sich alle Teilfresken bis auf das teils zerstörte mit dem Sieg Konstantins über Maxentius. Auf Wandübersichten finden sich nochmals alle Fresken. Zustand nach der Restaurierung mit 166 Farbtafeln: Anna Maria Maetzke/Carlo Bertelli (ed.), Piero della Francesca. The Legend of the True Cross in the Church of San Francesco in Arezzo, Mailand 2001 (Skira, Reihe Grandi Libri), ISBN: 88-8491-023-4.
- Ferrara, Palazzo Schifanoia, Salone det Mesi: Die sieben noch erhaltenen der ehemals zwölf, in sich wiederum jeweils dreiteiligen Freskokompositionen zu den zwölf Monaten sind alle ganzseitig wiedergegeben. Hinzu kommen zwölf Tafeln mit Details. Für 7 x 3 = 21 sehr detailreiche und erzählfreudige Teilfresken ist das nicht gerade viel, aber im Rahmen eines Sammelwerks noch hinzunehmen. Weit größerer Detailreichtum: Salvatore Settis/Walter Cupperi (ed.), Il Palazzo Schifanoia a Ferrara/The Palazzo Schifanoia in Ferrara, Modena 2007. ISBN: 978-88-8290-858-4. Band 14 der unübertrefflichen Reihe MIRABILIA ITALIAE. Ein Tafelband mit 303 größtenteils ganseitigen Abbildungen, Bildlegenden in italienisch und englisch, zu jedem Bild eine Lokalisierungsskizze. Ein Textband nur italienisch, mit 189 Schwarzweißabbildungen. Bebildert den gesamten Palast, Schwerpunkt natürlich bei den Monatsfresken.
- Florenz, S. Maria del Carmine, Cappella Brancacci, Szenen aus dem Leben des hl. Petrus, Sündenfall, Vertreibung aus dem Paradies, ergänzend: Umberto Baldini/Ornella Casazza, Die Brancacci-Kapelle. Fresken von Masaccio, Masolino, Filippo Lippi, München 1994. ISBN: 3-928692-13-5. 377 Seiten, 165 Farbtafeln. Engl. Ausgabe: The Brancacci Chapel, ISBN-13: 978-0810931206.
- Florenz, Palazzo Medici Riccardi, Cappella die Magi. Zu diesem sehr detailreichen Zyklus ergänzend: Cristina Acidini Luchinat (ed.), The Chapel of the Magi, London/New York 1994. ISBN: 0-500-23691-7. 184 Farbtafeln.