Pressestimmen
Erste Auflage: Schmudlachs Führer wird wohl bald zum Gepäck jedes deutschsprachigen Ecuador-Reisenden abseits der ausgetretenen Pfade gehören: Es ist das umfassende Werk über Wanderungen, Trekking- und Bergtouren, Unternehmungen an Schnee-, Kletter- und Dschungelbergen; mit unendlich viel Detailwissen und Informationen über das Land, wo Äquator und Anden zusammenkommen. --Neue Zürcher Zeitung, 7. November 2001
Erste Auflage: Verschiedene Routen auf die 42 bekanntesten Berge Ecuadors - ob Schnee-, Dschungel- oder Kletterberge - sind in diesem Führer enthalten, dazu Wanderungen um Quito und Trekkingtouren. Für andinistisch Interessierte eine Fundgrube - fast ausschließlich vom Autor selbst erkundet. --Die Alpen, November 2001
Erste Auflage: Dieser sehr schöne, sehr sorgfältig gemachte Führer stellt elf Tagestouren rund um Quito, fünf mehrtägige Trekkingtouren sowie 37 große Gipfelanstiege unterschiedlicher Schwierigkeit vor - in Schnee und Eis (Chimborazo, Cotopaxi, Cayambe, Antisana), in kombiniertem Gelände (z.B. Iliniza Sur, Altar) im Fels (z.B. Cotacachi) und im Dschungel (z.B. Reventador, Sangay). Der Autor schafft es dabei, ein "komplettes" Bild der Berge zu zeichnen, indem er seinen detaillierten Anstiegsbeschreibungen kenntnisreiche geologische, geographische und kulturhistorische Anmerkungen voranstellt. Die von Hand gezeichneten Anstiegsskizzen verdienen besondere Beachtung. Prädikat: Wertvoll. --Die Berge, Februar 2002
Dritte Auflage: Einen kompletteren Führer zu allen möglichen Touren in Ecuador gibt es wohl kaum: Das schön gestaltete, äusserst sorgfältig recherchierte und handliche Buch des Toggenburgers Günter Schmudlach enthält alles – von Wanderungen über Kletter-, Trekking- und Bergtouren bis zu Dschungelexkursionen –, und zwar mit exakten Angaben zu jeder Tour, aktuellen Adressen, Fotos, Skizzen und Karten. Entstanden ist Schmudlachs Werk, das nun in der völlig überarbeiteten 3. Auflage erschienen ist, nach mehreren Ecuador-Reisen, wobei der Elektroingenieur ETH zuerst als Freiwilliger Englisch- und Computerkurse in Gefängnissen Ecuadors abhielt, begann er, die Berge Ecuadors zu besteigen. Diesen Exkursionen haben wir das hervorragende Standardwerk über die Bergwelt des Andenstaates Ecuador zu verdanken! Christine Kopp. --Die Alpen, Januar 2010
Erste Auflage: Dieser sehr schöne, sehr sorgfältig gemachte Führer stellt elf Tagestouren rund um Quito, fünf mehrtägige Trekkingtouren sowie 37 große Gipfelanstiege unterschiedlicher Schwierigkeit vor - in Schnee und Eis (Chimborazo, Cotopaxi, Cayambe, Antisana), in kombiniertem Gelände (z.B. Iliniza Sur, Altar) im Fels (z.B. Cotacachi) und im Dschungel (z.B. Reventador, Sangay). Der Autor schafft es dabei, ein komplettes Bild der Berge zu zeichnen, indem er seinen detaillierten Anstiegsbeschreibungen kenntnisreiche geologische, geographische und kulturhistorische Anmerkungen voranstellt. Die von Hand gezeichneten Anstiegsskizzen verdienen besondere Beachtung. Prädikat: Wertvoll. --Die Berge, Februar 2002
Erste Auflage: Schmudlachs Führer wird wohl bald zum Gepäck jedes deutschsprachigen Ecuador-Reisenden abseits der ausgetretenen Pfade gehören: Es ist das umfassende Werk über Wanderungen, Trekking- und Bergtouren, Unternehmungen an Schnee-, Kletter- und Dschungelbergen; mit unendlich viel Detailwissen und Informationen über das Land, wo Äquator und Anden zusammenkommen. --Neue Zürcher Zeitung, 7. November 2001
Erste Auflage: Verschiedene Routen auf die 42 bekanntesten Berge Ecuadors - ob Schnee-, Dschungel- oder Kletterberge - sind in diesem Führer enthalten, dazu Wanderungen um Quito und Trekkingtouren. Für andinistisch Interessierte eine Fundgrube - fast ausschließlich vom Autor selbst erkundet. --Die Alpen, November 2001
Erste Auflage: Dieser sehr schöne, sehr sorgfältig gemachte Führer stellt elf Tagestouren rund um Quito, fünf mehrtägige Trekkingtouren sowie 37 große Gipfelanstiege unterschiedlicher Schwierigkeit vor - in Schnee und Eis (Chimborazo, Cotopaxi, Cayambe, Antisana), in kombiniertem Gelände (z.B. Iliniza Sur, Altar) im Fels (z.B. Cotacachi) und im Dschungel (z.B. Reventador, Sangay). Der Autor schafft es dabei, ein "komplettes" Bild der Berge zu zeichnen, indem er seinen detaillierten Anstiegsbeschreibungen kenntnisreiche geologische, geographische und kulturhistorische Anmerkungen voranstellt. Die von Hand gezeichneten Anstiegsskizzen verdienen besondere Beachtung. Prädikat: Wertvoll. --Die Berge, Februar 2002
Dritte Auflage: Einen kompletteren Führer zu allen möglichen Touren in Ecuador gibt es wohl kaum: Das schön gestaltete, äusserst sorgfältig recherchierte und handliche Buch des Toggenburgers Günter Schmudlach enthält alles – von Wanderungen über Kletter-, Trekking- und Bergtouren bis zu Dschungelexkursionen –, und zwar mit exakten Angaben zu jeder Tour, aktuellen Adressen, Fotos, Skizzen und Karten. Entstanden ist Schmudlachs Werk, das nun in der völlig überarbeiteten 3. Auflage erschienen ist, nach mehreren Ecuador-Reisen, wobei der Elektroingenieur ETH zuerst als Freiwilliger Englisch- und Computerkurse in Gefängnissen Ecuadors abhielt, begann er, die Berge Ecuadors zu besteigen. Diesen Exkursionen haben wir das hervorragende Standardwerk über die Bergwelt des Andenstaates Ecuador zu verdanken! Christine Kopp. --Die Alpen, Januar 2010
Erste Auflage: Dieser sehr schöne, sehr sorgfältig gemachte Führer stellt elf Tagestouren rund um Quito, fünf mehrtägige Trekkingtouren sowie 37 große Gipfelanstiege unterschiedlicher Schwierigkeit vor - in Schnee und Eis (Chimborazo, Cotopaxi, Cayambe, Antisana), in kombiniertem Gelände (z.B. Iliniza Sur, Altar) im Fels (z.B. Cotacachi) und im Dschungel (z.B. Reventador, Sangay). Der Autor schafft es dabei, ein komplettes Bild der Berge zu zeichnen, indem er seinen detaillierten Anstiegsbeschreibungen kenntnisreiche geologische, geographische und kulturhistorische Anmerkungen voranstellt. Die von Hand gezeichneten Anstiegsskizzen verdienen besondere Beachtung. Prädikat: Wertvoll. --Die Berge, Februar 2002
Erste Auflage: Schmudlachs Führer wird wohl bald zum Gepäck jedes deutschsprachigen Ecuador-Reisenden abseits der ausgetretenen Pfade gehören: Es ist das umfassende Werk über Wanderungen, Trekking- und Bergtouren, Unternehmungen an Schnee-, Kletter- und Dschungelbergen; mit unendlich viel Detailwissen und Informationen über das Land, wo Äquator und Anden zusammenkommen. --Neue Zürcher Zeitung, 7. November 2001
Kurzbeschreibung
Der Bergführer zu Ecuador, deckt alle Berge und Gebiete Ecuadors ab, die von bergsteigerischem Interesse sind. Die namhaften Schneeriesen kommen genauso zum Zuge, wie die selten bestiegenen 4000er und 5000er Ecuadors. Zudem stellt der Führer unterschiedlichste Trekkingtouren vor, die einen guten Querschnitt des Landes abgeben. Als besonderer Leckerbissen dürfen die Dschungeltouren auf die Vulkane im Ostabhang der Anden gelten. Eine Auswahl an eintägigen Wanderungen können als Eingehtouren zu den anspruchsvolleren Unternehmungen dienen. Der Führer enthält für jede der 65 Touren exakte Angaben über Anfahrt, Annäherung, Aufstieg und Abstieg. Dabei werden die Tourenbeschreibungen mit Text, Relief-Karten, handgezeichnete Aufstiegsskizzen sowie unzähligen Fotografien in standardisierter Form präsentiert. Hintergrundinformationen zur Pflanzen- und Tierwelt, zum kulturhistorischen Kontext und zur Geographie runden die Tourenbeschreibungen ab. Ein einführendes Kapitel vermittelt unverzichtbare Hinweise und Tips zum Bergsteigen in Ecuador.
Der Verlag über das Buch
Das Land, wo sich Äquator und die Anden schneiden, ist bunt und vielfältig. Im Westen einsame Küstenstreifen, im Zentrum die Schneeriesen der Anden, im Osten der unendliche Dschungel des oberen Amazonasbeckens. Die Neuauflage unseres Bergführers ist komplett vielfarbig und nun genauso bunt wie das Land. Für alle Ecuador-Reisenden ein unentbehrlicher Begleiter.
Autorenkommentar
Zwischen 1997 und 2008 hielt ich mich regelmäßig in Ecuador auf. Wie in den Schweizer Alpen wollte ich meine Freizeit mit Bergtouren verbringen. Ecuador lockte mit abwechslungsreichen Wanderungen, eisbedeckten Vulkankegeln und einsamen Dschungelbergen. Die Umsetzung dieses Vorhabens offenbarte sich jedoch mangels Informationen als schwierig. So träumte ich oft von einem Bergführer, der konkrete Angaben, wie Höhen, Richtungen, und Koordinaten sowie gute Karten und Skizzen enthielte. Meist blieb nichts anderes übrig, als auf Geratewohl einen Berg zu suchen, von dem manchmal nur der Name bekannt war. Bald hatte sich eine Menge von Daten angesammelt, die es mir wert erschienen, durch gezielte Recherchen vervollständigt zu werden. Der so entstandene Führer beschreibt verschiedenste Routen auf die bekanntesten Berge Ecuadors. Außerdem enthält der Führer Routenbeschreibungen zu einigen Trekkingtouren und Wanderungen. Mit dieser Auswahl sind alle Berge und Gebiete Ecuadors abgedeckt, die von bergsteigerischem Interesse sind. Die Bergwelt Ecuadors ist einem Wandel unterworfen, wie wir dies von den Alpen nicht kennen. Der Gletscherschwund nimmt ein dramatisches Ausmaß an. Größeren Veränderungen sind auch die aktiven Vulkane unterworfen. Nicht zu unterschätzen sind außerdem die Veränderungen durch einen sehr lebendigen Erschliessungsprozeß. Alle diese Veränderungen machten mehrere zusätzliche Aufenthalte in Ecuador notwendig, um den Führer auf den neusten Stand zu bringen.
Umschlagtext
Ecuador, das Land, wo sich Äquator und die Anden schneiden. Ein Gegensatz, der eine einzigartige Naturvielfalt in sich birgt. Im Westen einsame Küstenstreifen, im Zentrum die Schneeriesen der Anden, im Osten der unendliche Dschungel des oberen Amazonasbeckens. Auf kleinstem Raum bietet Ecuador die ganze Palette bergsteigerischer Möglichkeiten.
Prolog. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.
Der Cotopaxi dürfte ungefähr das sein für die ecuadorianischen Anden, was das Matterhorn für die Alpen ist. Besticht das Matterhorn jedoch durch seine Form als Pyramide, so ist es beim Cotopaxi die Repräsentation des Kegels. Ähnlich wie beim Matterhorn verschönern kleine Fehler im Gipfelbereich die Grundidee der Form. Dass die Symmetrie nicht von allen Seiten ganz so perfekt eingehalten wird, verbindet den Cotopaxi ebenfalls mit dem Matterhorn. Aber sie tut es aus der wichtigen Perspektive, nämlich von Quito aus gesehen. Der Kegel ist ungefähr ab der Mitte von einem mit Gletscherspalten zerfurchten Eismantel bedeckt. Von Quito betrachtet, fällt ein schwarzer Fleck wenig unterhalb des Gipfels auf. Nicht wenige Leute meinen, in diesem Fleck den Krater zu erkennen. In Wirklichkeit handelt es sich natürlich um eine Felswand. Die Indios nannten sie Yanasacha: großer, schwarzer Fels. Die Normalroute erreicht wenig rechts dieser Felswand den Gipfel. Bemerkenswert ist auch die Umgebung des Vulkans: Eine riesige Sandebene und einige weitere Vulkane (Rumiñahui, Sincholagua, Quilindaña, Morurcu) umgeben den Cotopaxi. In einigen Zonen ist dieser Sand rot gefärbt. Aus der Vogelperspektive ergibt sich aus der Röte des Sandes und dem Weiß des Schnees ein unwahrscheinlicher Kontrast.
Der Cotopaxi befindet sich nahe der Panamericana, rund 55 km südlich von Quito. Scheinbar handelt es sich um einen innerandinen Berg, geologisch wird er aber der Cordillera Central zugerechnet. Die relativ große Distanz zum Ostabhang der Anden verhilft dem Cotopaxi aber zu einer hohen Anzahl von klaren Tagen.
Die Geschichte des Cotopaxi ist im Grunde genommen eine Serie von Zerstörungen. Wie auch die anderen Vulkane Ecuadors bedroht der Cotopaxi nicht durch die direkten Auswirkungen seiner Ausbrüche (Lava, Asche) die Umgebung, sondern vielmehr durch die sekundären Folgen der Ausbrüche. Die Hitze eines Ausbruches lässt nämlich Teile des Gletschers schmelzen. Die resultierenden Wassermassen vergrößern sich zu sogenannten Lahars (Gemisch aus Schlamm, Sand, Steinen und Felsbrocken) und machen alles dem Erdboden gleich, was im Wege steht. Der erste historisch verzeichnete Ausbruch datiert aus dem Jahre 1534. Im Jahr 1742 folgten zwei für Latacunga verheerende Ausbrüche. Ein Jahr später kam es erneut zu einem Ausbruch. Im Jahr 1744 wurde in der Folge eines weiteren Ausbruches in Latacunga das ganze Barrio caliente, links des Río Cutuchi, dem Erdboden gleich gemacht. In einer Distanz von 10 km des Vulkans wurden 10 cm Vulkanasche gemessen. Der Ausbruch von 1766 hatte ebenfalls den Ausstoß einer großen Menge Vulkanasche zur Folge. Im Jahr 1768 war ein Ausbruch begleitet von Explosionen, die bis nach Guayaquil zu hören gewesen seien. Drei kleinere Eruptionen folgten im Jahre 1854. Dann war der Vulkan 23 Jahre lang ruhig. Am 26. 6. 1877, nach einigen kleineren Ausbrüchen, kam es zu einer größeren Eruption, in deren Zuge sich enorme Lahars bildeten. Nach einer Stunde hatten diese Ströme bereits die Ebenen von Latacunga und des Valle de Chillo dem Erdboden gleichgemacht und mit Sand überflutet.
Nach kleineren Unruhen im Jahre 1903 und 1904 ist der Vulkan seit diesen Ereignissen still. Vulkanologen haben berechnet, dass im Schnitt alle 117 Jahre mit einem Ausbruch zu rechnen ist. Aktuelle Zeichen, dass der Cotopaxi aktiv ist, beschränken sich auf einige Fumarole an den inneren Flanken des Kraters.
Der Krater wird durch zwei konzentrisch angeordnete Kraterränder gebildet. Der äußere Kraterrand ist dabei teilweise schneefrei und recht unregelmäßig. Eine Begehung ist deshalb nicht einfach. Der innere Kraterrand ist mit hohen Eiswächten überzogen, kann aber bequem rundherum begangen werden. Der Durchmesser, gemessen am äußeren Kraterrand, beträgt rund 600 m. Gemäß einer Vermessung des IGM befindet sich der Kraterboden auf einer Höhe von 5648 m. Bis zum Gipfel ergibt sich somit ein Höhenunterschied von ca. 250 m. Mit seinen 5897 m Höhe gehört der Cotopaxi zu den höchsten aktiven Vulkanen der Welt. Den ersten Rang macht ihm jedoch der Tupungato in Chile streitig. In Ecuador wird der Cotopaxi in Sachen Höhe nur noch vom Chimborazo übertroffen (6310 m).
Im Gegensatz zu den meisten hohen Bergen Ecuadors wurde der Cotopaxi nicht von E. Whymper erstbestiegen. Am 28. 11. 1872, acht Jahre bevor Whymper die Anden besuchte, stieg Wilhelm Reiss mit seinem kolumbianischen Diener Angel M. Escobar über die SW-Seite zum Kraterrand auf. Der höchste Punkt im Kraterrand (N-Gipfel) wurde jedoch am 9. 9. 1877 von Theodor Wolf und Alejandro Sandoval über die NW-Flanke erreicht. Der Ausbruch vom Juni 1877 hatte große Teile des Gletschers schmelzen lasen, so dass Wolf weitgehend über Fels und Sand aufsteigen konnte. Edward Whymper konnte an diesem Berg nur noch mit einer Übernachtung auf dem Gipfel eine Primäre erzeugen. Die Übernachtung auf dem Gipfel war nach einer Schilderung Whympers nicht ohne Risiko: Wenige Minuten nach unserer Ankunft auf dem Gipfel machte uns ein Krachen aus der Tiefe klar, dass das Tier, so hatten die Carrels den Vulkan getauft, lebendig war. Wir hatten im Voraus vereinbart, dass, wenn eine Eruption eintrat, jeder für sich selber schauen würde. Als wir die Explosion hörten, stand in jedem Gesicht ein rette sich wer kann geschrieben, aber bevor wir auch nur ein Wort sagen konnten, sahen wir uns in einer Wolke lauwarmen Wasserdampfs eingehüllt, der keine Einwände zuließ, und so beschlossen wir still zu stehen.
Der Name Cotopaxi stammt gemäß Marco Cruz aus der Sprache Cayapa. coto heiße Hals, pagta bedeute Sonne und shi könne mit süß übersetzt werden. Es resultiert die sich etwas unwahrscheinlich anhörende Übersetzung: Süßer Hals der Sonne. Wahrscheinlicher ist da schon die Übersetzung Feuerschlund aus der präkolumbianischen Sprache der Panzaleos. Condamine hingegen übersetzt den Namen mit Der Berg der leuchtet.
Aus diesem Grund blieb der Carihuairazo voll von Steinen und Einschnitten, ausgemergelt und wüst. Auf ungefähr halber Höhe des Kegels, auf 4800 m, wurde 1971 vom Club de Andinismo San Gabriel eine Hütte (Refugio José F. Ribas) gebaut. Sechs Jahre später mußte sie aufgrund des einsetzenden Andranges bereits ausgebaut werden. Heute bietet sie Platz für 60 Personen, ist aber v.a. an Wochenenden oft überbelegt. Die Hütte weist die übliche Infrastruktur auf, d.h. einige Matratzen, keine Decken, Gas, Wasser, reduzierter Restaurantbetrieb. Die Normalroute bietet grundsätzlich keine besonderen technischen Schwierigkeiten. Zwar ist sie oft recht steil, aber jedem steilen Abschnitt folgt stets eine flachere Zone. Seit einigen Jahren bildet sich im Schlußhang ein allmählich größer werdender Schrund. Je nach den aktuellen Verhältnissen bietet die Überwindung dieses Schrundes mehr oder weniger technische Probleme. Der Cotopaxi kann theoretisch mit einer Hüttenübernachtung in zwei Tagen bestiegen werden. Da eine solche Planung aber alle Regeln der Akklimatisation verletzt (siehe S. 21), wird dringend eine Übernachtung auf der Höhe 4000 bis 4400 m empfohlen. Die beste Akklimatisation wird allerdings erreicht, wenn zuvor ein Nachbarberg des Cotopaxi, beispielsweise der Rumiñahui Máxima, bestiegen wird.
Der Cotopaxi befindet sich nahe der Panamericana, rund 55 km südlich von Quito. Scheinbar handelt es sich um einen innerandinen Berg, geologisch wird er aber der Cordillera Central zugerechnet. Die relativ große Distanz zum Ostabhang der Anden verhilft dem Cotopaxi aber zu einer hohen Anzahl von klaren Tagen.
Die Geschichte des Cotopaxi ist im Grunde genommen eine Serie von Zerstörungen. Wie auch die anderen Vulkane Ecuadors bedroht der Cotopaxi nicht durch die direkten Auswirkungen seiner Ausbrüche (Lava, Asche) die Umgebung, sondern vielmehr durch die sekundären Folgen der Ausbrüche. Die Hitze eines Ausbruches lässt nämlich Teile des Gletschers schmelzen. Die resultierenden Wassermassen vergrößern sich zu sogenannten Lahars (Gemisch aus Schlamm, Sand, Steinen und Felsbrocken) und machen alles dem Erdboden gleich, was im Wege steht. Der erste historisch verzeichnete Ausbruch datiert aus dem Jahre 1534. Im Jahr 1742 folgten zwei für Latacunga verheerende Ausbrüche. Ein Jahr später kam es erneut zu einem Ausbruch. Im Jahr 1744 wurde in der Folge eines weiteren Ausbruches in Latacunga das ganze Barrio caliente, links des Río Cutuchi, dem Erdboden gleich gemacht. In einer Distanz von 10 km des Vulkans wurden 10 cm Vulkanasche gemessen. Der Ausbruch von 1766 hatte ebenfalls den Ausstoß einer großen Menge Vulkanasche zur Folge. Im Jahr 1768 war ein Ausbruch begleitet von Explosionen, die bis nach Guayaquil zu hören gewesen seien. Drei kleinere Eruptionen folgten im Jahre 1854. Dann war der Vulkan 23 Jahre lang ruhig. Am 26. 6. 1877, nach einigen kleineren Ausbrüchen, kam es zu einer größeren Eruption, in deren Zuge sich enorme Lahars bildeten. Nach einer Stunde hatten diese Ströme bereits die Ebenen von Latacunga und des Valle de Chillo dem Erdboden gleichgemacht und mit Sand überflutet.
Nach kleineren Unruhen im Jahre 1903 und 1904 ist der Vulkan seit diesen Ereignissen still. Vulkanologen haben berechnet, dass im Schnitt alle 117 Jahre mit einem Ausbruch zu rechnen ist. Aktuelle Zeichen, dass der Cotopaxi aktiv ist, beschränken sich auf einige Fumarole an den inneren Flanken des Kraters.
Der Krater wird durch zwei konzentrisch angeordnete Kraterränder gebildet. Der äußere Kraterrand ist dabei teilweise schneefrei und recht unregelmäßig. Eine Begehung ist deshalb nicht einfach. Der innere Kraterrand ist mit hohen Eiswächten überzogen, kann aber bequem rundherum begangen werden. Der Durchmesser, gemessen am äußeren Kraterrand, beträgt rund 600 m. Gemäß einer Vermessung des IGM befindet sich der Kraterboden auf einer Höhe von 5648 m. Bis zum Gipfel ergibt sich somit ein Höhenunterschied von ca. 250 m. Mit seinen 5897 m Höhe gehört der Cotopaxi zu den höchsten aktiven Vulkanen der Welt. Den ersten Rang macht ihm jedoch der Tupungato in Chile streitig. In Ecuador wird der Cotopaxi in Sachen Höhe nur noch vom Chimborazo übertroffen (6310 m).
Im Gegensatz zu den meisten hohen Bergen Ecuadors wurde der Cotopaxi nicht von E. Whymper erstbestiegen. Am 28. 11. 1872, acht Jahre bevor Whymper die Anden besuchte, stieg Wilhelm Reiss mit seinem kolumbianischen Diener Angel M. Escobar über die SW-Seite zum Kraterrand auf. Der höchste Punkt im Kraterrand (N-Gipfel) wurde jedoch am 9. 9. 1877 von Theodor Wolf und Alejandro Sandoval über die NW-Flanke erreicht. Der Ausbruch vom Juni 1877 hatte große Teile des Gletschers schmelzen lasen, so dass Wolf weitgehend über Fels und Sand aufsteigen konnte. Edward Whymper konnte an diesem Berg nur noch mit einer Übernachtung auf dem Gipfel eine Primäre erzeugen. Die Übernachtung auf dem Gipfel war nach einer Schilderung Whympers nicht ohne Risiko: Wenige Minuten nach unserer Ankunft auf dem Gipfel machte uns ein Krachen aus der Tiefe klar, dass das Tier, so hatten die Carrels den Vulkan getauft, lebendig war. Wir hatten im Voraus vereinbart, dass, wenn eine Eruption eintrat, jeder für sich selber schauen würde. Als wir die Explosion hörten, stand in jedem Gesicht ein rette sich wer kann geschrieben, aber bevor wir auch nur ein Wort sagen konnten, sahen wir uns in einer Wolke lauwarmen Wasserdampfs eingehüllt, der keine Einwände zuließ, und so beschlossen wir still zu stehen.
Der Name Cotopaxi stammt gemäß Marco Cruz aus der Sprache Cayapa. coto heiße Hals, pagta bedeute Sonne und shi könne mit süß übersetzt werden. Es resultiert die sich etwas unwahrscheinlich anhörende Übersetzung: Süßer Hals der Sonne. Wahrscheinlicher ist da schon die Übersetzung Feuerschlund aus der präkolumbianischen Sprache der Panzaleos. Condamine hingegen übersetzt den Namen mit Der Berg der leuchtet.
Aus diesem Grund blieb der Carihuairazo voll von Steinen und Einschnitten, ausgemergelt und wüst. Auf ungefähr halber Höhe des Kegels, auf 4800 m, wurde 1971 vom Club de Andinismo San Gabriel eine Hütte (Refugio José F. Ribas) gebaut. Sechs Jahre später mußte sie aufgrund des einsetzenden Andranges bereits ausgebaut werden. Heute bietet sie Platz für 60 Personen, ist aber v.a. an Wochenenden oft überbelegt. Die Hütte weist die übliche Infrastruktur auf, d.h. einige Matratzen, keine Decken, Gas, Wasser, reduzierter Restaurantbetrieb. Die Normalroute bietet grundsätzlich keine besonderen technischen Schwierigkeiten. Zwar ist sie oft recht steil, aber jedem steilen Abschnitt folgt stets eine flachere Zone. Seit einigen Jahren bildet sich im Schlußhang ein allmählich größer werdender Schrund. Je nach den aktuellen Verhältnissen bietet die Überwindung dieses Schrundes mehr oder weniger technische Probleme. Der Cotopaxi kann theoretisch mit einer Hüttenübernachtung in zwei Tagen bestiegen werden. Da eine solche Planung aber alle Regeln der Akklimatisation verletzt (siehe S. 21), wird dringend eine Übernachtung auf der Höhe 4000 bis 4400 m empfohlen. Die beste Akklimatisation wird allerdings erreicht, wenn zuvor ein Nachbarberg des Cotopaxi, beispielsweise der Rumiñahui Máxima, bestiegen wird.