Ich kann die Einschätzung der meisten anderen Beurteilungen nur bestätigen: Dieser Wanderführer ist absolut nutzlos. Anstatt dem Wanderer hilfreiche Anhaltspunkte zu geben, verliert sich der Autor in abschweifenden Beschreibungen der Landschaft und trivialphilosphischen Exkursionen zu Land und Leuten.
Ein Beispiel: Auf der Wanderung Nr. 28 (angeblich die Königswanderung auf Gran Canaria, da kenne ich inzwischen aber bessere...) schreibt der Autor: "Weiße Schleier huschen den Hang empor und verfangen sich in meterlangen Bartflechten, die wie schütteres Greisenhaar von den Kiefern herabhängen." Prima, da war es uns völlig egal, dass wir eine halbe Stunde später völlig aufgeschmissen waren, als der Weg sich in viele Seitenwege auftrennte. Ohne unsere Wanderkarte hätten wir niemals den Abstieg gefunden, denn aus der Karte war klar ersichtlich, dass wir uns südlich einer Reihe von Stauseen halten mussten. Im Buch fanden wir dazu kein Wort. Und so ging das eigentlich die ganze Tour über weiter. Der Knüller war dann die Angabe des Höhenunterschiedes: Wenn man bei 200 m Höhe anfängt und dann über einen Pass von 1310 m wieder zum Ausgangspunkt zurückläuft, dann sind das ja wohl niemals 950 m Höhenunterschied (vor allem wenn man bedenkt, dass es unterwegs noch munter rauf und runter gegangen ist). Haben wir leider auch erst unterwegs gemerkt.
Den einen Punkt bekommt der Wanderführer, weil er schön bunt ist und vor allem weil ich ihn nicht kaufen musste, da er in unserer Werksbibliothek vorrätig war