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Buchnotiz zu : Süddeutsche Zeitung, 09.10.2002
In einer Doppelbesprechung beschäftigt sich Ulrich Raulff mit Büchern über die Italienreisen von Goethe und Nietzsche, wobei er zugibt, dass die beiden Bände zwar eigentlich nicht vergleichbar sind, die Reisenden jedoch vergleichbare Erfahrungen gemacht haben. Millers Buch über die Italienreisen Goethes rühmt er als "monumentales Werk", das "jedem Schritt" des Dichterfürsten nachgeht und ihn in seinen zeitgeschichtlichen Kontext stellt. Er würdigt Miller etwas schalkhaft als "Säule der Gelehrsamkeit" und fasst zusammen, dass der Autor "sehr schön", wie er betont, Goethes italienische Reise als "Flucht aus der Flucht" beschreibt. Dieser hatte nämlich erkennen müssen, dass das Italien seiner Vorstellung und das Italien der Wirklichkeit nichts miteinander zu tun hatten, und habe aus dieser Feststellung durchaus gelernt, wie der Rezensent dem Buch entnommen hat.
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Pressestimmen
"Ohne Zweifel ein Standardwerk." Hermann Kurzke, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 31.07.02 "Detailverliebt, bilderfreudig und in einer Sprache von höchster Eleganz schwelgend, die das Gegenteil aller Professorenprosa ist, bereitet er dem Leser Genuss um Genuss." Hans-Albrecht Koch, Die Welt, 27.07.02