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Der Chirurg im Kerker, 10. September 2007
"Spanien, 1575: Kurz vor seinem Tode verrät der Prior des Zisterzienserklosters Campodios dem jungen Bruder Vitus, dass dieser ein Findelkind ist. Der einzige Hinweis auf Vitus' Herkunft ist ein rotes Damasttuch mit seltsamem Wappen, in das der kleine Findling gewickelt war. Vitus macht sich auf die Suche nach seiner Herkunft und auf den Weg gen England, mit nicht viel mehr als ein paar Goldstücken, einem medizinischen Lehrbuch und chirurgischen Fachkenntnissen im Gepäck." Hört sich ganz gut an, dachte ich, und legte mir dieses Buch von Wolf Serno zu. Der Prolog zog mich sofort in den Bann der Geschichte. Ein fulminanter Einstieg in die Geschichte des jungen Vitus. Dann jedoch gerät der Plot zusehends ins Stocken, landet der Protagonist auf seiner ersten Etappe doch sogleich im Kerker. Und man fragt sich nach 400 Seiten unwillkürlich, wieso dieses Buch eigentlich "Der Wanderchirurg" heißt. Zugegeben, mit den Klassikern der historischen Literatur, wie etwa "Der Medicus" von Noah Gordon, oder Ken Follets "Säulen der Erde" sollte man Wolf Sernos Werk nicht vergleichen. Zu vorhersehbar ist die Geschichte, zu gekünstelt das Ende. Auch fehlt es dem Autor an erzählerischer Kraft, so dass das Mittelalter des Vitus von Campodios reichlich plakativ bleibt und die handelnden Figuren eher blass und unglaubwürdig erscheinen. Trotzdem bleibt es ein alles in allem spannendes Buch, das leicht zu lesen und für lange Sonntagnachmittage auf dem Sofa allemal tauglich ist. Ob ich allerdings auch die Fortsetzung der Geschichte lesen werde, ist eher zweifelhaft.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Eigentlich bespitzenmäßig, am Ende nur noch unglaubwürdig, 19. Januar 2003
Dieses Buch ist eigentlich super. Wolf Serno bringt einem das Leben mit der Inquisition sehr nahe, so daß man sich gut in Vitus und den Magister hineinfühlen kann. Der einzige Fehler, den dieses Buch hat, ist daß Vitus einfach für einen Menschen viel zu viel Glück hat. Nicht nur daß er der Inquisition entkommt, er trifft auch noch auf der Reise, Teile der Schiffsbesetzung des Schiffes, auf dem er geboren wurde und dann auch noch seinen Onkel, der ihn als Neffen anerkennt. Das macht dieses Buch zum Ende hin einfach nur unglaubwürdig. Schade für die erste Hälfte des Buches.
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Schön geschriebener Historischer Schinken, 29. November 2005
Zum Inhalt: Spanien, 1575: Kurz vor seinem Tode verrät der Prior des Zisterzienserklosters Campodios dem jungen Bruder Vitus, dass dieser ein Findelkind ist. Der einzige Hinweis auf Vitus' Herkunft ist ein rotes Damasttuch mit seltsamem Wappen, in das der kleine Findling gewickelt war. Vitus macht sich auf die Suche nach seiner Herkunft und auf den Weg gen England, mit nicht viel mehr als ein paar Goldstücken, einem medizinischen Lehrbuch und chirurgischen Fachkenntnissen im Gepäck. Arglos wie der junge Mönch ist, landet er schon bald in den Händen der Inquisition... Pro: Für Liebhaber von historischen Romanen! Die Story ist schön geschrieben und der Weg Vitus von Campodius nach England wirklich spannend und abwechslungsreich. Besonders spannend sind die Passagen, als Vitus in den Kerkern der Heiligen Iquisition landet und nur mit viel List und Tücke den Fängen der Kirche entkommt. Der Roman ist kurzweilig geschrieben und manchmal hechelt man förmlich von Abenteuer zu Abenteuer, ohne dass man sich richtig erholen kann. Contra: Einige Begebenheiten sind etwas unglaubwürdig, was aber nicht wirklich stört. Die Ankunft und die Handlung in England finde ich einfach zu kurz gehalten. Mir kam es so vor, als ist dem Autor der Stoff ausgegangen und er hat den Schluss nur so dahingeschrieben. Die Reise bis zur Ankunft in Engalnd war demnach wesentlich spannender. Fazit: An "Säulen der Erde" und an die Romane von Rebecca Gablé kommt das Buch nicht heran. Freue mich aber schon auf die beiden Folgebücher, denn ich bin gespannt, wie Vitus "Reise" weitergeht und ob er sein Glück noch findet.
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