Produktinformation
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| Disk: 1 | |||
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| 1. 1. Bewegt, nicht zu schnell | |||
| 2. 2. Andante, quasi allegretto | |||
| 3. 3. Scherzo: Bewegt - Trio: Nicht zu schnell, keinesfalls schleppend | |||
| 4. 4. Finale: Bewegt, doch nicht zu schnell | |||
| Disk: 2 | |||
| 1. 1. Allegro | |||
| 2. 2. Andante con moto | |||
| 3. 3. Menuetto und Trio: Allegro molto | |||
| 4. 4. Allegro vivace | |||
| 5. (ohne Bezeichnung) | |||
| 6. (ohne Bezeichnung) | |||
| 7. (ohne Bezeichnung) | |||
| 8. (ohne Bezeichnung) | |||
| 9. (ohne Bezeichnung) | |||
| 10. (ohne Bezeichnung) | |||
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Günter Wand, die letzte Aufnahme -- das letzte Interview, lautet denn auch der Titel dieser Aufnahme mit Franz Schuberts fünfter Symphonie und Anton Bruckners Vierter, der "Romantischen". "Ich wollte Bruckner als größtem Sinfoniker nach Beethoven dienen, nicht als Untermaler von besonders weihevollen Situationen mit Weihrauch und Choralglanz. Deshalb habe ich mich nur auf die Neun Symphonien konzentriert", sagt Günter Wand in seinem letzten Interview mit Wolfgang Seifert. Keine neue Erkenntnis, wenn man die ebenso von Wolfgang Seifert aufgezeichneten Gedanken und Erinnerungen So und nicht anders gelesen hat. Umso ergreifender aber sind jene Äußerungen, die Wands innere Unruhe, seine Uneitelkeit, seine Leidenschaft und Hingabe an die Musik, die auch im hohen Alter nicht im Geringsten nachgelassen hatte, bezeugen: "Bei jeder CD, die heraus kommt, denke ich, was kommt jetzt auf dich zu? Ich weiß, wie es geht, warum geht es denn jetzt nicht? Das macht mich ganz unglücklich."
Auch wenn seine Auftritte zu Kult und Kulturereignissen wurden, Kult an der eigenen Person oder übertriebene Verehrung war dem eher nüchternen Elberfelder Kaufmannssohn zuwider. Und so unprätentiös wie der Mensch war auch der Künstler: Bruckners geistige Weite auszuloten hieß für ihn nicht in nebulösem Mystizismus zu schwelgen oder in weihevoller Langsamkeit zu verharren. Ganz im Gegenteil: akribisch wird jedes Detail in dieser Aufnahme mit seinem NDR-Orchester ausgearbeitet, jeder Ton ausgeleuchtet; leisere Episoden werden kammermusikalisch abschattiert, Eruptionen in Grenzen gehalten und die gewaltige Architektonik des Werkes wird bis in ihre kleinsten Strukturen erhellt. Ein Schubert rundet die Aufnahme ab, der seinesgleichen sucht: Harmonien blühen auf, graziös, federnd, mit behender Leichtigkeit musiziert Wand jede Figur aus, ohne dass ihm dabei der Sinn etwa für das dramatische Finale abhanden kommt. Was für ein großartiges Vermächtnis! --Teresa Pieschacón Raphael
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
9 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Einer der ganz Großen ist abgetreten,
Von Klaus Gruber "Klaus" (Frankfurt, Hessen) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Wand: Die Letzte Aufnahme - Das Letzte Interview (Audio CD)
Es tut mir leid, aber ich kann das, was mein Vorrezensent geschrieben hat, so nicht stehen lassen: Es steht völlig außer Zweifel, daß Günter Wand eine der größten Bruckner-Autoritäten überhaupt war und auch noch lange bleiben wird - neben Carl Schuricht, Wilhelm Furtwängler, Giulini etc. Das ist vor allem deshalb so, weil für Wand an allererster Stelle immer der Dienst am Komponisten stand und er sich niemals selbst als Interpret in den Vordergrund gestellt hat. Ich möchte Celibidaches Rang als Bruckner-Dirigent nicht in Frage stellen, aber von dieser künstlerischen Einstellung Wands hätte er sich gut ein, zwei Scheiben abschneiden können. Bei Celibidache ging es nicht zuletzt immer auch um Selbstdarstellung; wer ihn einmal live am Dirigentenpult erlebt hat, der weiß, wieviel Mühe er darauf verwendet hat, während der Aufführung den großen Guru zu spielen - wohl nicht zuletzt das hat wohl zum Erfolg seiner Konzerte beigetragen. In diesem Sich-selbst-in-Szene-setzen war er Karajan nicht unähnlich, die beiden lagen wohl auch nicht im Clinch, weil sie charakterlich so verschieden, sondern weil sie sich so ähnlich waren -ein Divenkrieg wie aus dem Bilderbuch.Wand hat sich aus so etwas immer herausgehalten. Er war zwar alles andere als ein einfacher Orchesterleiter; er konnte sehr ungehalten werden, wenn die Musiker seinen Ansprüchen nicht genügten. Doch Star-Allüren waren ihm fremd, er hat sich dem lebenslang enthalten, um sich voll und ganz auf seine Arbeit konzentrieren zu können. Und diese Arbeit hat Früchte getragen - das gilt vor allem für seine Auseinandersetzung mit Bruckners Musik. Kein Dirigent vor und nach ihm ist dabei je wieder zu so zwingenden und überzeugenden Ergebnissen gelangt wie er - auch Celibidache nicht. Die Charakterisierung "Schöne Stellen und kein Spannungsbogen" ist denn auch eher eine ins Schwarze treffende Beschreibung der Bruckner-Aufnahmen Celibidaches, vor allem der aus der später Münchener Phase: wohl selten gehörte Klangschönheit, besonders der "schönen Stellen", interessante Details, aber das Ganze um den Preis übertrieben breiter Tempi - von der Musik bleibt nichts übrig. Die frühen DG-Aufnahmen sind demgegenüber auch zu bevorzugen. Das Schöne an Wands Bruckner-Aufnahmen, vor allem der späten, ist ihre zeitlose Schönheit: Mit klassischer Klarheit und frischen, zügigen Tempi geht er diese Monumentalwerke an - ohne dabei den Menschen hinter den Noten zu vergessen. Die tiefe Ruhe und die menschliche Wärme kommen nie zu kurz, allerdings auch nicht die dämonischen, teilweise brutalen orchestralen Entladungen. Zur vorliegenden Aufnahme: Sie enthält eine rundum gelungene Bruckner-Vierte, die vielleicht nicht mit der phantastischen Aufnahme Wands mit den Berliner Philharmonikern mithalten kann, aber dennoch durch ihre Ausgewogenheit überzeugt. Schubert war für Wand immer eine Herzensangelegenheit, das spürt man auch bei dieser Einspielung der Fünften. Das Interview vermittelt einen guten Eindruck von dem Menschen Günter Wand, trotz der oft vernuschelten Aussprache der Worte, was man einem Neunzigjährigen aber wohl nachsehen kann. Kurz: Diese CD bietet einen guten Querschnitt durch das Wirken Günter Wands als Interpret. Wer danach Lust auf mehr bekommen hat, sollte sich unbedingt seinen Bruckner- und Schubert-Einspielungen mit den Berliner Philharmonikern zuwenden - ein Hörgenuß der besonderen Art. Es ist schade, daß er nicht noch ein kleines bißchen länger leben konnte - so sind ein unvergleichlicher Dirigent und ein einzigartiger Dirigierstil für immer verloren gegangen. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
8 von 35 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Toller Schubert, üblicher Bruckner,
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Wand: Die Letzte Aufnahme - Das Letzte Interview (Audio CD)
Wand galt als Bruckner-Autorität - auf die Gefahr hin, Protest zu ernten: Er ist ein völlig überschätzter Bruckner-Dirigent. Das merkt man an der hiesigen Aufnahme der 4.: Schöne Stellen, aber kein Spannungsbogen, und der 4. Satz, auf den es in dieser Symphonie wirklich ankommt, ist so dahingespielt.Wenn man wirklich eine Bruckner-Autorität hören will, dann sollte man zu Celibidache greifen: Sowohl die frühen, bei der DG veröffentlichten Aufnahmen, wie auch die späten mit den Münchner Philharmonikern sind Aufnahmen, die wirklichen Referenzcharakter haben. Hat man die, braucht man keine anderen (angeblich soll eine weitere Aufnahme von Wand mit den Berliner Philharmonikern so schön wie die Celibidache-Aufnahme mit den Münchnern sein - aber so ist es immer: Hat man die Celibidache-Aufnahmen, kann man sich die anderen sparen). Die 5. Schubert ist wiederum sehr schön - Wand hatte es mit den Klassikern. Seine Beethoven-Aufnahmen sind toll, Brahms geht so, und Schubert ist wirklich schön. Letztlich kauft man sich die CD auch wegen des Interviews, und weil es halt die letzten Aufnahmen sind. Dafür gibt es vier Sterne, aber musikalisch gibt es nichts neues. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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