Kurzbeschreibung
Für diese handgefertigte, limitierte Ausgabe (1500 Stück) wurden Fords Zeichnungen farbsepariert und mit Pan4C, der bestmöglichen Reproduktionstechnik, gedruckt, so dass die Bilder in einem breiten Farbspektrum mit ungeheurer Intensität erscheinen. Das Buch enthält zwölf horizontal und vier vertikal ausfaltbare Seiten und Dutzende von Details, die Fords Bilder so genau wiedergeben, dass der Betrachter in die historischen Landschaften mit ihren Bewohnern eintauchen, sich von den Federn eines Vogels kitzeln lassen oder den heißen Atem einer hungrigen Wildkatze spüren kann.
Fords Bilder werden für diese eingehende Erkundung seines Werkes zum ersten Mal versammelt. Der Titel des Bestiariums ist dem Pancha Tantra entlehnt, dem Buch alter indischer Tierfabeln aus dem 3. bis 5. Jahrhundert v. Chr., vermutlich der Vorgänger der Fabeln Aesops. Auszüge aus Geschichten und Erzählungen, die Ford zu seinen Bildern inspirierten, finden sich im Anhang. Ein Aufsatz von Bill Buford bestätigt den Eindruck, dass dieser zeitgenössische Künstler seine Zeit überdauern wird. Walton Ford: Pancha Tantra ist als Art oder als Collector's Edition erhältlich, in einer limitierten Gesamtauflage von 1.600 vom Künstler signierten Exemplaren in einer maßgefertigten Buchkassette.
Walton Ford wuchs in Westchester County, New York, in einer Familie talentierter Geschichtenerzähler auf. Schon als Kind galt sein Interesse den Naturwissenschaften. Er sammelte Tiere, ging wandern und fischen und widmete sich oft dem Betrachten und Abzeichnen der Dioramen und Ausstellungstücke im Amerikanischen Museum für Naturgeschichte in New York City. 1982 beendete er sein Filmstudium an der Rhode Island School of Design und entwickelte bald das Talent Geschichten in Bildern zu erzählen. Seine lebensgroßen Aquarelle erscheinen auf den ersten Blick wie die Zeichnungen der Naturgeschichtsmaler des 19. Jahrhunderts John J. Audubon oder Edward Lear. Eigentlich sind sie aber vielschichtige Fantasien, die wilde Tiere in unnatürlichen Situationen und Umgebungen zeigen. Fords Bilder zitieren Textquellen, von Benjamin Franklins Briefen bis hin zu den Tagebüchern von Leonardo da Vinci. Er lebte in den 1980ern und 90ern Jahren die meiste Zeit über in New York, seinem Rückzugsort nach persönlich und beruflich wichtigen Reisen nach Italien, Indien oder Mexiko. Einige Jahre schlug er sich als Holzlackierer, Tischler, Metallarbeiter und Illustrator durch. Während dieser Zeit perfektionierte er sein Handwerk und konnte langsam ein Publikum für sich gewinnen. Seit 1987 wird sein Werk regelmäßig in Galerien und öffentlichen Institutionen wie dem Whitney Museum, dem Brooklyn Museum, der Paul Kasmin Gallery in New York oder der Michael Cohn Gallery in Los Angeles ausgestellt. Er wurde mit einem John Simon Guggenheim fellowship und verschiedenen Stipendien ausgezeichnet, unter anderem vom National Endowment for the Arts und der New York Foundation for the Arts. Heute lebt, arbeitet und wandert er in den Berkshire Hills von Massachusetts.
Bill Buford war acht Jahre lang Literatur-Redakteur beim New Yorker, wo er zum ersten Mal auf Walton Ford aufmerksam wurde, als dieser einige seiner Geschichten illustrierte. Heute arbeitet er als fester Journalist beim New Yorker. Buford ist außerdem Herausgeber von Granta und hat zwei Bücher geschrieben: Among the Thugs und Heat: An Amateur's Adventures as a Kitchen Slave, Line Cook, Pasta Maker and Apprentice to a Dante-Quoting Butcher in Tuscany. Er lebt mit seiner Frau Jessica Green und ihren gemeinsamen Söhnen in New York.