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Waltenberg Gebundene Ausgabe – 24. Juli 2009


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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 741 Seiten
  • Verlag: Eichborn Verlag (der Verlag mit der Fliege); Auflage: 1 (24. Juli 2009)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3821857900
  • ISBN-13: 978-3821857909
  • Größe und/oder Gewicht: 14,9 x 5,3 x 22,1 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 377.902 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

»Ein Ideenroman, der gleichzeitig Liebesgeschichte und Spionageaffäre ist ....Waltenberg schlägt auf jeder Seite unerwartete Töne an, hingetupfte Beschreibungen, ein Buch wie ein Traum, in dem Vergangenheit und Gegenwart durcheinanderwirbeln, mal die Totale und mal die leuchtende Einzelheit, und nicht immer ist klar, wer da spricht.« (Matthias Matussek, Der Spiegel)

»Die perfekte Mischung aus dem Zauberberg und den drei Musketieren ... Hédi Kaddours fulminanter Epochenroman« (Joseph Hanimann, Frankfurter Allgemeine Zeitung)

Prolog. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

ERSTES KAPITEL 1914 - DER STURMANGRIFF In dem man sieht, wie die französische Kavallerie deutsche Träume stürmt. In dem Hans Kappler sich an Lena Hotspur und an die Zeit ihrer Gesangsstunden bei Madame Nietnagel erinnert. In dem Max Goffard sein Erscheinen hinausschiebt und Maschinengewehre für Kinder verurteilt. In dem ein französischer Kommandeur von Afrika und von einem Duell zu reden beginnt. In dem Alain-Fournier stirbt. MONFAUBERT, 4. September 1914 »Unsere Träume stranden in der Dämmerung, wo Hunde und Wölfe einander verschlingen, um das Licht zu sehen.« ROBERT MARTEAU Der Eichelhäher schreit nicht mehr. Hans hat die Spitze eines Säbels auf dem Bauch, leicht gekrümmt, der Säbel. Der Mann, der ihn hält, hat ein sehr bleiches, junges Gesicht. Die Klinge zittert. Weiter hinten sind andere Männer, zu Pferde, ebenfalls jung, rote Hose, dunkelblauer Waffenrock, Helmstutz, französische Dragoner. In diesem Wald? Die Front ist fünfzig Kilometer weiter südlich. Die Kaninchen. Hans schreit nicht, er schämt sich, nicht zu schreien. Er steht, die Arme hoch, von einer nie gekannten Angst gepackt sieht er die Kaninchen fliehen, die er gerade in der Abendluft betrachtet hat, ein Dutzend oder mehr, graue Häschen, die sich tummelten und rammelten, Sprünge machten, Hopser, Blässen, ungenierte Paarungen, aus einer Entfernung, bei der Männchen und Weibchen kaum zu unterscheiden waren. Nach dem heiligen Maxentius sind das sowieso unzähmbare Sodomiten, hatte Johann eben noch zu ihm gesagt. Johann war auf den Boden gesunken, den Hals halb durchgeschnitten von einem französischen Dragoner. Hans und Johann, am äußersten Rand der Lichtung vom Feind überrascht, auf ihrer Abendrunde, die eher ein Spaziergang war, Pfeife rauchend, heller Tabak, Schwalben, Gespräche in der noch milden Luft und die Gerüche von gemähtem Gras. Hans schaute in die Wolken, schaute ihnen Formen ab und begann von einer Frau zu sprechen, in die er sich verliebt hatte. Brüste, sanft wie Turteltauben, auf die er verstohlene Blicke geworfen hatte, während sie vor ihm ihre Schokolade trank. Sie war verschwunden, sollte sogar tot sein, sagte man mir, aber das ist nicht wahr, es kann nicht sein, das erste Mal, dass ich sie sah, hatte sie die Tür hinter sich zuknallen lassen, als sie den Speisesaal eines großen Hotels betrat, nicht aus Unachtsamkeit, auch nicht vulgär, eben der Knalleffekt einer echten Amerikanerin, einfach so, eine Deutsche hätte das nie gewagt, nicht einmal eine Französin, einfach knallen lassen, sie hatte das nicht nötig, um auf sich aufmerksam zu machen, nein, ohne Aufhebens, ganz schlicht, denn was ging sie das an, wenn diese Tür, mit oder ohne Pagen, nicht imstande war, sich geräuschlos zu schließen, es war schon schwierig genug, eine schöne Frau zu sein, die alleine einen voll besetzten Speisesaal betritt, und sie hatte keine Lust zu warten, bis ein Mann käme und die Gelegenheit nutzte, sie anzulächeln. Sie trug ein dunkelblaues Kleid, sehr gerade Schultern, verstanden habe ich es nie, dieses Verschwinden, eines Abends kam ich zurück und sie war weg, keine Adresse, verstanden habe ich gar nichts, aber ich hätte es ahnen können, eine blöde Sache, irgendwann, wenn ich die Kraft habe, werd ich?s dir erzählen. Weiße Schultern, volles rotes Haar, eine Altstimme, sie studierte Gesang, wollte unbedingt Die schöne Müllerin und die Winterreise singen; ich sagte ihr, das seien Männerlieder, aber das war ihr egal, musikalisch konnte es viel hergeben, eine Frauenstimme, die den Schmerz eines Mannes singt, das konnte noch stärker sein, sagte sie, weniger hineingelegt, reine Musik, und im Untergrund der reinen Musik das Gefühl, gefiltert; das war eine etwas komplizierte Vorstellung, aber wenn sie anfing, Das Wandern zu singen, war es überwältigend, vor allem kein Marsch, darauf kann man nicht marschieren, zu viele Pausen in der Melodie, wenn man im Schritt marschiert, tritt man die Stille tot, marschiert man auf die Achtelnoten, wird es ein Gewatschel, die Viertel sind zu schwerfällig für einen richtigen Marsch, es bleibt eine Inszenierung. Schon gut, ich will dich nicht damit belästigen.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von castorp am 29. September 2011
Format: Gebundene Ausgabe
Hedi Kaddour hat sich mit '"Waltenberg'" vorgenommen eine Fortsetzung von Thomas Manns Meisterwerk '"Der Zauberberg"' zu schreiben, das ist entweder genial oder groessenwahnsinnig, je nach Sichtweise und Standpunkt, in etwa so, als wuerde ein zeitgenoessischer Komponist sich vornehmen Beethovens Neunte Sinfonie fortzuschreiben.
Trotzdem ist es Hedi Kaddour gelungen zumindest teilweise seinem grossen Vorhaben gerecht zu werden.
Fuer alle die mit Begeisterung 'Der Zauberberg' gelesen haben und mit Bedauern am Schluss Hans Castorp auf dem Schlachtfeld des Ersten Weltkriegs verschwinden haben sehen, bietet 'Waltenberg' durchaus einige interessante neue Ansaetze.
Es tauchen am Beginn des genannten Ersten Weltkriegs die beiden zentralen Figuren auf, Hans Kappler, ein deutscher Schrittsteller, und Max Goffard, ein franzoesischer Journalist, die sich auf nicht beschriebene Weise am Rande des Krieges begegnen und eine wunderbare Freundschaft schliessen, die auch der Zweite Weltkrieg nicht zerstoeren kann. Schon dies alleine ist eine wunderbare Idee, die Aussoehnung Frankreich-Deutschland anhand dieser beiden Figuren.
Dazu kommt Michael Lilstein, der wohl, und man traut es sich beinahe nicht zu schreiben, symmpatischste Stasimitarbeiter der Literaturgeschichte bis heute, Ueberlebender der Lager unter den Nazis und dann der Gulags bei Stalin, trotzdem ungebrochen, dann karrieremachend in der DDR, an der Guillomeauffaehre beteiligt, schliesslich Devisenbeschaffer, also eine Mischung aus Mischa Wolf und Alexander Schalck Golodkowski, beides nur gestreift, mit der Hauptaufgabe ueber Spitzel im Westen Einfluss auf die Politik zu nehmen, vor allem Frankreichs Politik.
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