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Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs kämpft Donald erneut gegen die Tücke des Objekts. Auch machen ihm zahlreiche wiederkehrende Figuren wie A-Hörnchen und B-Hörnchen, eine eifrige Biene oder seine drei Neffen Tick, Trick und Track zu schaffen. Aber Donald selbst ist natürlich auch nicht ohne: Ob er in „Donalds Nachtspaziergang“ (1947) als Schlafwandler unterwegs ist, mit Goofy in „Hitze zum Verrücktwerden“ (1947) durch die Wüste irrt oder in „Donalds Notquartier“ (1947) eine haarsträubende Nacht unter freiem Himmel verbringt – immer gelingt es dem jähzornigen Enterich, sehr zum großen Vergnügen der Zuschauer, sich spielend in eine noch misslichere Lage zu bringen. Dabei ist der überbordende Ideenreichtum der Geschichten auch noch heute schier beeindruckend. Jedes noch so kleine Detail ist liebevoll in Szene gesetzt, perfekt aufeinander abgestimmt und auf Trefflichste musikalisch illustriert.
Der Humor der Cartoons ist stellenweise recht drastisch, so z.B. wenn „Donald vor Gericht“ (1948) zum Tellerwaschen verurteilt wird, diese jedoch aus Rache alle zerbricht. So gemein und hinterhältig Donald jedoch auch sein mag – die kleine Biene lockt er z.B. in „Donald, der Hobbytapezierer“ (1948) absichtlich in den Kleistertopf -, die Strafe folgt stets auf den Fuß. Manchmal spricht auch sein gutes Herz, wenn er z.B. in „Donald bittet zu Tisch“ (1948) versucht ist, seinen Neffen die Strafe zu lassen. Aber zum großen Vergnügen der großen und kleinen Zuschauer hält seine Gutmutigkeit nie lange an, und es dauert nicht lange, bis der cholerische Hitzkopf im wahrsten Sinne des Wortes wieder einmal explodiert.
Neben den für den Oscar nominierten Cartoons „Donald, der Nussdieb“ (1947), „Ungebetene Weihnachtsgäste“ (1949) und „Tee für Zweihundert“ (1948), der im Disney-Tresor versteckt ist, enthält die dritte Donald-Kollektion solche Highlights wie „Donald und der Wasserhahn“ (1948), „Happy Camping“ (1950) oder „Der Baseballfan“ (1949). In „Verrückt nach Daisy“ (1950) gibt es sogar ein kurzes Wiedersehen mit Micky, Minnie und Goofy. Aus nicht ganz nachvollziehbaren Gründen in den Disney-Tresor verbannt worden sind solche Klassiker wie „Spaßvogel des Dschungels“ (1947), in dem Donald den verrückten Aracuan-Vogel aus Die drei Caballeros wieder trifft, „Frühstück mit Hindernissen“ (1948), „Die Strandbiene“ (1950), deren Finale selbst den Weißen Hai alt aussehen lässt, sowie „Donalds Geburtstag“ (1949), in dem der Enterich seine Neffen zwingt die Zigarren zu rauchen, die sie ihm zum Geburtstag schenken wollten.
Wie gewohnt glänzen die Kostbarkeiten durch eine rundherum gelungene Ausstattung: Neben der obligatorischen Einführung von Leonard Maltin gibt es zwei sehr sehenswerte Dokumentationen über „Die vielen Gesichter des Donald Duck“ und “Donalds Entstehung“ sowie ein Featurette über „Donald Duck im Micky Maus Club“. Eine umfangreiche Bildergalerie rundet das interessante Bonusmaterial ab. Walt Disneys Kostbarkeiten sind selbstverständlich auch für Kinder geeignet. Mit einer Dauer von knapp 10 Minuten überfordern die Cartoons die Aufmerksamkeitspanne der kleinen Disney-Fans nicht. Die farbenfrohen Filme, die meist ohne viele Worte auskommen, sind leicht verständlich und erklären sich hauptsächlich durch Bilder und Musik. Empfohlen ab drei Jahren.-- Ellen Große
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