Aus der Amazon.de-Redaktion
Kaum jemals beendet er, was er angefangen hat, selten nur – wenn überhaupt – erreicht er sein Ziel. Er ist kein eleganter Gentleman wie Micky Maus und auch kein jähzorniger Choleriker wie Donald Duck – Goofy ist einfach nur ein unbeholfener, stets gutmütiger Zeitgenosse aus der Provinz, der in der Regel den Weg des leichtesten Widerstands geht. Ob es ums Fliegen („Goofys Segelflugzeug“), den magischen „Zauberkoffer“ oder eine wilde „Tigerjagd“ geht – der schlaksige Schwachkopf vermeidet am liebsten jede Anstrengung. Wenn er will, kann Goofy allerdings auch sehr schnell und äußerst gelenkig sein, was er nicht zuletzt in den wundervoll witzigen „Wie-man“-Cartoons unter Beweis stellt. Disney machte aus der Not eine Tugend, als Goofys Haus-und-Hof-Zeichner Pinto Colvig, der ihm auch die charakteristische Stimme verlieh, Anfang der 40er Jahre die Studios verließ: Die Kurzfilme der „Wie-man“-Reihe zählen zu den witzigsten Cartoons, die Disney je gemacht hat. Die Bilder stehen meist im völligen Kontrast zu dem, was der Erzähler zum Besten gibt. Für „Wie man Football spielt“ gab es 1944 sogar einen Oscar. Mit „Ein Pogo-Stab für alle Fälle“ ist auch Goofys Beitrag zur Unterstützung der amerikanischen Kriegsanstrengungen enthalten. Viele der Klassiker wurden, was Tempo und Timing betrifft, aufs Trefflichste von Jack Kinney in Szene gesetzt, so z. B. „Heißer Kampf auf kaltem Eis“, in dem Goofy zu Höchstform aufläuft – und das auch noch in allen Rollen gleichzeitig! Einen weiteren Oscar gab es 1961 für „Der Freizeitkapitän“ unter der Regie von Wolfgang Reitherman (Das Dschungelbuch).
Wie gewohnt glänzen die Kostbarkeiten durch eine rundherum gelungene Ausstattung: Neben der obligatorischen Einführung von Leonard Maltin gibt es eine sehr sehenswerte Dokumentation über „Pinto Colvig: The Man Behind the Goof“ und ein amüsantes Interview mit Bill Farmer, Goofys Stimme seit 1986. Umfangreiche Bildergalerien runden das interessante Bonusmaterial ab. Walt Disneys Kostbarkeiten sind auch Kinder bestens geeignet. Mit einer Dauer von knapp 10 Minuten überfordern die Cartoons die Aufmerksamkeitspanne der kleinen Disney-Fans nicht. Die farbenfrohen Filme sind meist leicht verständlich, vor allem wenn der Slapstick-Faktor überwiegt. Da es allerdings auch einige Filme gibt, die sich zeitkritisch mit den 50er Jahren auseinandersetzen – Goofy mutiert zum ultimativen Durchschnittsbürger der amerikanischen Vorstädte - sollten die kleinen Zuschauer eher vier Jahre und älter sein.-- Ellen Groß
Kurzbeschreibung
Produktbeschreibungen
Enthaltene Kurzfilme (1939 - 1961):
- Goofy auf Safari
- Der Freizeitkapitän
- Die Kunst der Selbstverteidigung
- Die Kunst des Skilaufens
- Der Zauberkoffer
- Der große Waschtag
- Westwärts im Eiltempo
- Kleiner Virus - Großer Feind
- Der Dribbel-Champion
- Vaters freier Tag
- Goofys Löwenjagd
- Vaters Wochenende
- Väter sind auch Menschen
- Für wen die Stunde schlägt
- Eine ganz üble Jagd
- Wie man spielend reich wird
- Goofy und Wilbur
- Goofys Segelflugzeug
- Goofys Gymnastik
- Hallo Aloha
- Heißer Kampf auf kaltem Eis
- Goofys Fotos
- Goofy baut sich ein Haus
- Wie arbeitet man als Detektiv
- Wie man ein Seemann wird
- Wie man tanzt
- Wie man angelt
- Wie man Baseball spielt
- Wie man Football spielt
- Wie man Golf spielt
- Wie man richtig schläft
- Goofys Schwimmschule
- Ein Ritter für einen Tag
- Löwenkampf
- Goofy kommt auf den Hund
- Der Teufelsfahrer
- Rauchen verboten
- Der Olympiasieger
- Lehrer sind auch Menschen
- Das Tennismatch
- Sie sind unterwegs
- Die Tigerjagd
- Ab morgen machen wir Diät
- Goofy, der Sheriff
- Zwei Wochen Ferien
- Ein Pogo-Stab für