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Walpar Tonnraffir und der Zeigefinger Gottes [Broschiert]

Uwe Post , Si-yü Steuber
4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)
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Kurzbeschreibung

20. August 2010
Der Zeigefinger Gottes taucht im Erdorbit auf, und Weltraumdetektiv Walpar Tonnraffir übernimmt die Ermittlungen. Trash-Sänger, Anwaltsheere und obskure Sektenprediger kämpfen um Deutungs- und Besitzhoheit, während sich Walpar mit seinem DVD-abhängigen Neffen, seiner abenteuersüchtigen Ex-Schwiegermutter und einer alleinerziehenden Auftragskillerin herumschlagen muss. Der bissige und temporeiche All-Ages-Roman verkuppelt Dirk Gently mit Jackie Chan und serviert Lucy Liu mit Elfenohren als Dessert. Schräg, schrill, kreativ - ein typischer Post-SF-Roman.

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Produktinformation

  • Broschiert: 180 Seiten
  • Verlag: Atlantis Verlag Guido Latz (20. August 2010)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3941258273
  • ISBN-13: 978-3941258273
  • Größe und/oder Gewicht: 20,6 x 15 x 1,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 73.177 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Kundenrezensionen

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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Schräg 19. April 2012
Format:Broschiert
Humor ist immer so eine Sache und ob er meinen Nerv gerade trifft, entscheidet sich bei mir meist schon nach ein paar Seiten. Ich komme beim Lesen solcher Bücher meist in eine besondere, für jede Geschichte ganz eigene "Humor-Grundstimmung", die auf den ersten Seiten bei mir erzeugt wird und dann das Buch über durchhält und jeweils wieder einsetzt, wenn ich weiterlese. Das sind dann nicht unbedingt die einzelnen Gags, sondern der gesamte 'Tonfall'. Deshalb gefällt mir meist ein Humor-Buch entweder durchgängig ganz oder von Anfang an gar nicht. Hier hat es gleich gepasst, die trocken-sarkastische und absurde Stimmung gefiel mir.

Der Beginn ist sehr actionreich und erinnerte an Indiana-Jones. Überhaupt ist die Geschichte voll von versteckten Anspielungen auf ältere Filme, Literatur und Computerspiele, was viel Spaß machte, wenn man sie mal entdeckte. Ich habe sicher leider vieles übersehen, aber auch, wenn man nicht alles erkannte, machte die Geschichte Spaß und funktionierte bei mir. Absurde und skurrile Dialoge und Situationen sorgten nach meinem Empfinden recht durchgängig für Komik. Es konnten aber auch kaum Längen aufkommen, da die Geschichte sehr schnell wirkte. Der Autor verzichtete auf längere Beschreibungen der Charaktere und ihrer Lebensumstände und konzentrierte sich auf die aktuellen Geschehnisse. Dass er die Geschichte in der Gegenwartsform geschrieben hat, verstärkt dies noch. Dabei bleibt natürlich die Ausarbeitung der Figuren auf der Strecke und sie bleiben dadurch in ihrem Wesen oberflächlich, was ich normalerweise nicht so mag. Doch für mich passte das hier zu der ganzen schrägen Geschichte, deren Schwerpunkt eben nicht auf den Figuren, sondern auf der temporeichen und lustigen Action lag. Hintergründe habe ich erstaunlicherweise wirklich nicht vermisst. Und ich hatte auch mit den eher knappen Beschreibungen ein gutes Bild der Charaktere vor mir, allein durch ihr Verhalten und ihre Gespräche. Deren Momentaufnahmen haben für mich jedenfalls gut funktioniert. Allerdings gab es gegen Ende auch ein paar Stellen, an denen es mir doch etwas zu schnell voranging und ich vom Verlauf der Handlung her den Zusammenhang bzw. den Überblick über das Wie und Warum auch mal verloren hatte. Da wären ein paar Seiten mehr vielleicht nicht schlecht gewesen.

Zwischen all der absurden Komik wird aber auch immer wieder mit dem Zeigefinger auf die Wunden der Gesellschaft und deren mögliche Entwicklung gedrückt. So bleibt einem auch mal ein Lacher über die Tricksereien der Senioren ihrem androiden Betreuer gegenüber im Hals stecken, wenn man sich die dargestellte Gesamtsituation vor Augen hält. So hat der Autor einige Bereiche der Gesellschaft, wie Erziehung, Werbung, Medien, Sekten, etc. satirisch auf den Zahn gefühlt und damit bot das Buch nicht nur Spaß, sondern regte auch noch zum Nachdenken an. Die Auflösung über den mysteriösen und ganze Heerscharen von Verfolgern beschäftigenden Körperteil Gottes und seine Herkunft fand ich dann dem Verlauf der Geschichte entsprechend gelungen.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Witzig-chaotisch-schräge SF 29. April 2011
Format:Broschiert
Dieses Buch ist nichts für Leser, die nach Action, Laserschwertern und Raumschlachten suchen. Es ist auch nichts für Leser, die sich in einer fiktiven Zukunftswelt verlieren wollen. Und schon gar nicht ist es für Leser geeignet, die alles ernst nehmen.

Wer damit leben kann, alle paar Sätze einen neuen Gag verpaßt zu bekommen, wird allerdings glücklich werden (wobei die Spannweite vom Kalauer bis zum philosophischen Hintergrundwitz geht).

Uwe Post jagt seinen Helden, den schwulen Detektiv Walpar Tonnraffir, durch eine irre Handlung. Er will den Mord am lieben Gott aufklären. Dabei bekommt es Walpar mit einem skurrilen Sammelsurium schräger Typen zu tun:
- seine Ex-Schwiegermutter Nera, die Walpar auf die Suche nach seinem Exmann schickt
- sein schwer pubertierender Neffe Kerbil, ein nervender Teenager
- eine Auftragskillerin, die von ihrem eigenen Nachwuchs nicht minder genervt wird
- geldgierige Anwälte
- ein intelligentes Telefon (?) in Gestalt eines Pinguins
- merkwürdige Sekten, die alte Kursbücher als Offenbarung Gottes anbeten
- und noch viel mehr...

Der titelgebende Zeigefinger Gottes ist natürlich ganz was anderes. Und vom Dinosaurier gefressen werden war auch schon mal schlimmer.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Einfallsreicher, skurriler Weltraum-Slapstick 18. September 2011
Format:Broschiert
Ein gigantischer abgetrennter Finger schwebt um die Erde. Was steckt dahinter? Ist womöglich Gott selbst einfach explodiert? Nur gut, dass Fernseh-Detektiv Walpar Tonnraffir gerade nichts zu tun hat, weil seine TV-Serie abgesetzt wurde. So kann er nämlich aufklären, was wirklich hinter dem "Zeigefinger Gottes" steckt...

Man reibt sich auf jeder zweiten Seite die Augen und sagt sich: Das kann man doch nicht machen! Er macht es aber doch, der Uwe Post, und schafft es auf diese Weise, eine der einfallsreichsten und skurrilsten Geschichten der letzten Jahre zu erzählen.

Humor ist ein ganz ganz schwieriges Genre. Die subjektiven Ansichten darüber, was lustig ist, driften bekanntlich weit auseinander. Wer also angestrengt den Wurm im Apfel sucht, der findet ihn. Ein geistig jung Gebliebener jedoch kann dieser in jeder Hinsicht absurd schrägen Story einfach keine Sekunde lang böse sein.
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